Deutsche Börse weist weiterhin eine sehr robuste operative und finanzielle Entwicklung auf. Margen und Eigenkapitalrendite platzieren den Konzern nach wie vor an der Spitze seiner Branche – sogar vor amerikanischen Börsenbetreibern wie Nasdaq oder CME.

Sofern die Wettbewerbsbehörden nicht in letzter Minute Einwände erheben, werden die drei wichtigsten Cashflow-Maschinen des Konzerns – Daten, Derivatehandel und Clearstream – ab dem kommenden Jahr durch die Integration der in Europa dominierenden Vertriebsplattform Allfunds zusätzlich gestärkt.

Dies dürfte die Position von Deutsche Börse und ihrer vollständig integrierten Plattform weiter festigen. Das Unternehmen profitiert unmittelbar vom schrittweisen Bedeutungsverlust des Finanzplatzes London und genießt in seinen jeweiligen Marktsegmenten eine nahezu monopolartige Stellung.

Der Vorsteuergewinn hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Dass die Kapitalausschüttungen an die Aktionäre nicht im gleichen Tempo gestiegen sind, liegt daran, dass ein Großteil dieser Mittel in Akquisitionen investiert wurde: die Übernahme von ISS für 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2021, jene von SimCorp im Jahr 2023 für 3,9 Milliarden Euro sowie die geplante Übernahme von Allfunds für 5,3 Milliarden Euro.

Die Wertschaffung aus den beiden bisherigen großen externen Wachstumsschritten kann als äußerst zufriedenstellend bezeichnet werden. Das stimmt optimistisch für die bevorstehende Integration von Allfunds, dessen Geschäftsmodell seit langem eine außergewöhnlich hohe Rentabilität aufweist.

Während des gesamten letzten Zyklus war es selten eine schlechte Idee, Aktien der Deutschen Börse zu kaufen, wenn sie ihre Bewertungsuntergrenze von etwa dem Dreifachen des Buchwerts beziehungsweise dem 10- bis 11-Fachen des EBITDA erreichten. Diese Gelegenheit bot sich mehrfach – zuletzt im Februar, auf dem Höhepunkt der Panik, die den gesamten Technologiesektor erfasste. Deutsche Börse ist seit November 2025 eine Position im Europa-Investorportfolio von MarketScreener.