GESCHÄFTSBERICHT 2025 ‌WE ARE MPC CAPITAL

MPC Capital ist ein global agierender Investment Manager und aktiver Service Provider für Infrastrukturprojekte. Das Unternehmen initiiert und managt Investmentlösungen für institutionelle Investoren in den

Bereichen Maritime und Energy und erbringt darüber hinaus umfassende operative und kommerzielle Dienstleistungen entlang der maritimen Wertschöpfungskette.

Mit knapp 280 Mitarbeitenden managen und betreiben die Unternehmen der MPC Capital-Gruppe rund 400 Assets mit einem Gesamtwert von

EUR 5,4 Mrd. und decken dabei den gesamten Lebenszyklus mit integrierten Dienstleistungen ab. Als verantwortungsbewusstes, 1994

gegründetes und seit 2000 börsennotiertes Unternehmen leistet MPC Capital damit nicht nur einen Beitrag zur Finanzierung, sondern auch zur Umsetzung und zum effizienten Betrieb von Investitionen, die zur Erreichung der globalen Klimaziele erforderlich sind.

MPC Capital-Konzern in Zahlen

in Tsd. EUR

2025

2024

Ergebnis

Umsatzerlöse

43.147

43.033

Ergebnis vor Steuern (EBT)

25.275

24.508

Konzerngewinn

23.270

16.813

Bilanz

Bilanzsumme

166.221

161.387

Finanzanlagen

83.594

84.073

Liquidität1

35.361

33.218

Eigenkapital

144.306

130.690

Eigenkapitalquote

86,8%

81,0%

Aktie

Ergebnis je Aktie in EUR

0,66

0,48

Dividende je Aktie in EUR2

0,27

0,27

Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt (anteilig)3

199

231

im Jahresdurchschnitt (total)3

277

316

1 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

2 2025: Dividendenvorschlag.

3 Von den ausgewiesenen 199 Mitarbeitern sind 78 Mitarbeiter bei anteilig konsolidierten Joint-Venture-Unternehmen beschäftigt. Bei einer nicht anteiligen Betrachtung hat die MPC Capital-Gruppe 277 Mitarbeiter.

EUR 5,4 Mrd.

Assets under Management

über EUR 20 Mrd.

Investment-Volumen

ca. 400

Assets

Inhalt

2 We are MPC Capital

4 Vorwort des Vorstands

7 Mitglieder des Vorstands

8 Bericht des Aufsichtsrats

12 Mitglieder des Aufsichtsrats

13 MPC Capital-Aktie

18 Highlights 2025

22 Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht

48 Konzernabschluss

86 Finanzkalender

‌VORWORT DES VORSTANDS

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG 4

Vorwort des Vorstands

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

2025 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein robustes, operativ verankertes Geschäftsmodell in einem volatilen Umfeld ist. In einem von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägten Jahr hat sich MPC Capital nicht nur als Investment Manager, sondern vor allem als integrierter Anbieter maritimer Dienstleistungen und Infrastrukturkompetenz bewährt.

Unser Geschäft basiert zunehmend auf operativer Exzellenz. Mit dem gezielten Ausbau unseres maritimen Servicegeschäfts haben wir unsere industrielle Basis weiter gestärkt und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum gelegt. Die Integration der Zeaborn-Gruppe sowie die Beteiligung an Bestship haben unser Leistungsangebot entlang der gesamten Wertschöpfungskette erweitert - von technischem und kommerziellem Schiffsmanagement bis hin zu datengetriebenen Lösungen für Effizienz und Emissionsreduktion.

Diese operative Stärke spiegelt sich auch in unserer finanziellen Entwicklung wider. Wir konnten unser Ergebnis vor Steuern auf EUR 25,3 Mio. steigern und damit unsere Ertragskraft weiter ausbauen. Gleichzeitig blieben unsere Umsatzerlöse mit EUR 43,1 Mio. stabil - getragen von einem hohen Anteil wiederkehrender, servicebasierter Einnahmen. Das unterstreicht die zunehmende Resilienz und Visibilität unseres Geschäftsmodells.

Paralleldazuentwickelnwirunsere Investmentaktivitätenkonsequentausderoperativen Plattform heraus weiter. Mit der Initiierung von Neubauprojekten im Volumen von über USD 1,0 Mrd. sowie dem Einstieg in das Offshore-Service-Segment haben wir gezielt in Märkte investiert, in denen technisches Know-how, operative Kompetenz und Kapital zusammenwirken.

Unsere Assets under Management sind auf EUR 5,4 Mrd. gestiegen. Dahinter steht mehr als nur Wachstum in Zahlen: Esist Ausdruck unseres Zugangszu attraktiven Projekten, unseres starken Partnernetzwerks sowie unserer Fähigkeit, Kapital gezielt in zukunftsfähige Infrastruktur

zu lenken und diese - insbesondere im maritimen Bereich - auch operativ zu entwickeln und zu betreiben. Neben der engen Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren bauen wir dabei zunehmend auf langfristige Partnerschaften mit Kunden aus verschiedenen Bereichen der maritimen Industrie.

Die strukturellen Treiber - Dekarbonisierung, Energiesicherheit und die Neuordnung globaler Lieferketten - spielen uns in die Karten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt unsere Co-Investment-Strategie. Sie sorgt für einen klaren Interessensgleichlauf mit unseren Investoren und schafft zugleich die Grundlage für zusätzliche Ergebnisbeiträge aus unserem Portfolio. Auch 2025 konnten wir hieraus erneut signifikante Rückflüsse realisieren.

Unsere finanzielle Basis ist unverändert stark. Mit einer Eigenkapitalquote von 87 % und einer soliden Liquiditätsausstattung verfügen wir über den notwendigen Handlungsspielraum, um unser operatives Geschäft weiter auszubauen und gleichzeitig attraktive Ausschüttungen zu ermöglichen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung erneut eine Dividende von EUR 0,27 je Aktie vorschlagen.

Wir haben MPC Capital in den vergangenen Jahren organisch und anorganisch weiterentwickelt - hin zu einem integrierten Anbieter, der Investment- und Servicekompetenz verbindet und dabei auf einer starken operativen Plattform aufbaut. Diese industrielle Verankerung, kombiniert mit unserer Fähigkeit, Investitionen zu strukturieren und umzusetzen, ist aus unserer Sicht ein klarer Differenzierungsfaktor und wird auch künftig die Grundlage unseres Wachstums sein.

Mit Blick nach vorn erwarten wir ein weiterhin von geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheiten geprägtes Umfeld, das zugleich erhebliche strukturelle Chancen eröffnet. Der weltweite Investitionsbedarf in moderne, resiliente Energie- und Transportinfrastruktur

wächst weiter. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und technologische Leistungsfähigkeit im operativen Betrieb. Genau hier liegt unsere Stärke.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten wir Umsatzerlöse zwischen EUR 45 Mio. und EUR 50 Mio. sowie ein Ergebnis vor Steuern in einer Bandbreite von EUR 25 Mio. bis EUR 30 Mio.

Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrer operativen Expertise und ihrem Engagement maßgeblich zu diesem Erfolg beitragen. Ebenso danken wir Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.

Wir freuen uns darauf, die nächste Phase unserer Entwicklung gemeinsam mit Ihnen zu gestalten.

Es grüßen Sie



Constantin Baack, CEO

Dr. Philipp Lauenstein, CFO

Christian Schwenkenbecher, CCO

‌Mitglieder des Vorstands

v.l.n.r.: Dr. Philipp Lauenstein, Constantin Baack, Christian Schwenkenbecher



Constantin Baack

Chief Executive Officer (CEO)

Constantin Baack ist seit April 2015 Mitglied des Vorstands der MPC Capital AG und wurde im Juni 2024 zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Er arbeitet seit 2008 in verschiedenen Führungspositionen für MPC Capital und verantwortete unter anderem den Ausbau des maritimen Dienstleistungsgeschäfts sowie die Initiierung und die Umsetzung zahlreicher Investment-Strukturen und Unternehmen - insbesondere der MPC Container Ships ASA, wo er seit der Gründung in 2017 ebenfalls Vorstandsvorsitzender ist. Constantin Baack besitzt ein Graduate Diploma und einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der University of Sydney und war zuvor bei Ernst & Young in Hamburg und Shanghai sowie bei der Reederei Hamburg Süd in Sydney tätig.

Dr. Philipp Lauenstein

Chief Financial Officer (CFO)

Dr. Philipp Lauenstein ist seit April 2018 Mitglied des Vorstands der MPC Capital AG. Er ist seit 2016 in verschiedenen Fach- und Führungsfunktionen in der MPC Capital-Gruppe tätig und war maßgeblich an der Gründung der MPC Container Ships ASA beteiligt. Philipp Lauenstein hält einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaft der Universität Lund, Schweden, und ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Vor seinem Eintritt in die MPC Capital-Gruppe war er bei der Hamburger Reederei Nord-Gruppe sowie in der Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Restrukturierung und Corporate Finance tätig.

Christian Schwenkenbecher

Chief Client Officer (CCO)

Christian Schwenkenbecher trat 2022 als Head of Institutional Sales & Products in die MPC Capital AG ein und wurde im Juni 2024 in den Vorstand berufen. Zuvor war er in Führungspositionen bei Hauck Aufhäuser Lampe Investment Banking in Hamburg und London tätig, zuletzt als Head of UK Equity Sales. Christian Schwenkenbecher besitzt einen Abschluss als Diplom-Kaufmann von der Universität zu Köln und der ESADE Business School in Barcelona mit den Schwerpunkten Energiewirtschaft und Corporate Finance.

‌BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG 8

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

das Geschäftsjahr 2025 war für die MPC Capital-Gruppe von operativer Stärke und strategischer Weiterentwicklung geprägt. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns entwickelte sich erwartungsgemäß solide und unterstreicht die Tragfähigkeit unserer Strategie und die Belastbarkeit des Geschäftsmodells.

Strategisch haben wir im Berichtsjahr wesentliche Fortschritte erzielt: Mit der erfolgreichen Integration von Zeaborn und der Akquisition von Bestship haben wir unsere Management-Plattform im Shipping-Bereich gezielt ausgebaut und gestärkt. Zudem haben wir mit der Initiierung einer Investment-Strategie für Offshore Service-Schiffe einen attraktiven Wachstumsmarkt an der Schnittstelle von maritimer und Energieinfra-struktur erschlossen.

Darüber hinaus konnten wir mehrere Neubauprojekte im Containersegment kontrahieren und damit die Grundlage für zukünftiges Wachstum mit hoher Visibilität schaffen. Die Assets under Management stiegen zum Jahresende auf rund EUR 5,4 Mrd., getragen insbesondere vom Wachstum im maritimen Bereich. Dies bestätigt unsere ausgewiesene Expertise in diesem Segment.

Die Konzernliquidität belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 35,4 Mio. und verbleibt damit auf einem komfortablen Niveau. Sie bietet eine solide Basis für die weitere Entwicklung der Gesellschaft und eröffnet zusätzliche strategische Handlungsspielräume.

Dank unserer starken Marktposition und langjährigen Erfahrung ist MPC Capital gut aufgestellt, um von strukturellen Wachstumstrends in der maritimen und energiewirtschaft-lichen Infrastruktur zu profitieren und nachhaltigen Wert für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, zu schaffen.

Neuaufstellung im Aufsichtsrat

Im Zuge des Wechsels des Mehrheitsgesellschafters im Dezember 2024 hatten Dr. Axel Schroeder und Joachim Ludwig ihre Aufsichtsratsmandate am 16. Dezember 2024 niedergelegt. Ihre reguläre Amtszeit hätte mit Ablauf der Hauptversammlung geendet, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2027 beschließt. Auf Antrag des Vorstands hatte das Amtsgericht Hamburg mit Beschluss vom 8. Januar 2025 die Herren Petros Panagiotidis und Petros Zavakopoulos jeweils befristet bis zur nächsten Hauptversammlung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt. Zur Konstituierung des Aufsichtsrats nach dessen Neubesetzung wurde Ulf Holländer im schriftlichen Beschlussverfahren am

13. Januar 2025 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Petros Panagiotidis zum stell-vertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Die Ergänzungswahl von Petros Panagiotidis und Petros Zavakopoulos in den Aufsichtsrat der MPC Capital AG erfolgte auf der Hauptversammlung am 13. Juni 2025.

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2025

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2025 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und dessen Handlungen und Tätigkeiten regelmäßig und prüfend überwacht. Der Aufsichtsrat stand dabei im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand und wurde von diesem durch mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über die aktuelle Lage des Unternehmens informiert.

In unseren regelmäßigen Beratungen befassten wir uns detailliert mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie mit dem Risikomanagement und den Compliance-Vorga-ben der Gesellschaft. Der Vorstand stand dem Aufsichtsrat dabei zur Erörterung und zur Beantwortung von weitergehenden Fragen zur Verfügung. Über zeitkritische Maßnahmen oder Entscheidungen wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich

unterrichtet. Der Vorstand hat sich darüber hinaus mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen ausgetauscht und beraten.

Sofern Geschäfte der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, haben wir diese nach intensiver Prüfung und Erörterung im Rahmen der Sitzungen, in Videokonferenzen oder in schriftlichen Umlaufverfahren gebilligt. Alle Beschlüsse im Berichtszeitraum erfolgten einstimmig.

Aufgrund der Anzahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern hat der Aufsichtsrat der MPC Capital AG keine Ausschüsse gebildet. Um neben einer effizienten Zusammenarbeit auch einen intensiven Gedankenaustausch zu ermöglichen, hält es der Aufsichtsrat für zielführend, das Gremium mit einer geringen Anzahl an Aufsichtsräten zu besetzen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtszeitraum trat der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen sowie zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Sämtliche Sitzungen fanden im Beisein des Vorstands statt.

Die erste ordentliche Sitzung des Geschäftsjahres fand am 21. März 2025 statt und diente zugleich als bilanzfeststellende Sitzung für das Geschäftsjahr 2024. Der Vorstand erläuterte uns ausführlich die finanziellen, bilanziellen und steuerlichen Aspekte des zurückliegenden Geschäftsjahres. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Nach eingehender Beratung billigten wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht.

Im weiteren Verlauf der Sitzung befassten wir uns mit dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und verabschiedeten den entsprechenden Beschluss, der eine Dividende in Höhe von EUR 0,27 je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 vorsah. Darüber hinaus diskutierten und verabschiedeten wir die Tagesordnung sowie die Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung am 13. Juni 2025. Der Vorstand informierte uns zudem über aktuelle

Entwicklungen in den Unternehmensbereichen, über Kapitalmarktaktivitäten sowie über Risiko- und Compliance-Themen. An der Sitzung nahmen alle drei Mitglieder des Aufsichtsrats teil.

Am 12. Mai 2025 fand eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt. Hintergrund war der Wechsel des Mehrheitsgesellschafters, infolgedessen die Jahresabschlüsse der MPC Capital-Gruppe zusätzlich nach US-GAAP zu erstellen sind, um eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der Castor Maritime Inc. - der Muttergesellschaft der Thalvora Holdings GmbH - zu ermöglichen. Der nach US-GAAP aufgestellte Jahresabschluss bedarf keiner formellen Billigung durch den Aufsichtsrat. Die Sitzung diente daher der Information des Aufsichtsrats über die Ergebnisse der entsprechenden Prüfung. Auch an dieser Sitzung nahmen alle drei Mitglieder des Aufsichtsrats teil.

Die zweite ordentliche Sitzung fand am 12. Juni 2025, am Vortag der Hauptversammlung, statt. Gegenstand der Beratungen waren die aktuellen Finanzkennzahlen sowie operative Themen aus den Geschäftsbereichen. Wir befassten uns unter anderem mit dem Baufortschritt der Offshore Service-Schiffe sowie mit der Integration des Anfang 2025 übernommenen Anteils an dem Performance Manager Bestship. Darüber hinaus erörterten wir aktuelle Kapitalmarkt-, Risiko- und Compliance-Themen. Alle drei Aufsichtsratsmitglieder waren anwesend.

In der dritten ordentlichen Sitzung am 9. Oktober 2025 nahm das Business Update aus den Geschäftsbereichen breiten Raum ein. Der Vorstand berichtete über den Fortschritt beim Aufbau der Offshore Service-Plattform, über den Stand der Veräußerungen von Projekten aus dem Solar-PV-Portfolio sowie über die Bestrebungen zur weiteren Ausweitung der Dienstleistungsaktivitäten im Bereich Maritime Infrastructure. Zudem befassten wir uns mit den aktuellen Finanzkennzahlen und dem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Abschließend informierte uns der Vorstand über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Kapitalmarkt, Risikomanagement und Compliance. An der Sitzung nahmen sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats teil.

Die letzte ordentliche Sitzung des Jahres fand am 15. Dezember 2025 statt. Im Mittelpunkt unserer Beratungen standen der Ausblick sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2026. Darüber hinaus diskutierten wir den Status laufender Projekte sowie weitere Themen aus den Geschäftsbereichen. Risiko- und Compliance-Aspekte wurden ebenfalls eingehend behandelt. Auch an dieser Sitzung nahmen alle drei Mitglieder des Aufsichtsrats teil.

Abschlussprüfung

Zum Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss wurde die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2025 bestellt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der MPC Capital AG und den MPC Capital-Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss wurden nach den Vorgaben des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgesetzten Deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standardson Auditing (ISA) vorgenommen. Die Jahresabschlüsse, der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht sowie die vollständigen Prüfungsberichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2025 haben allen Mitgliedern des Aufsichtsratsvorgelegen. Der Aufsichtsrat ist dabei seinen Prüfungs- und Überwachungsaufgaben vollumfänglich nachgekommen.

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. März 2026 waren unter Anwesenheit des Vorstands und der Abschlussprüfer die Prüfungsberichte sowie der Jahres- und Konzernabschluss Gegenstand intensiver Beratungen. Die Abschlussprüfer berichteten dabei ausführlich über ihre Prüfungsergebnisse und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach eingehender Prüfung hat der Aufsichtsrat der MPC Capital AG dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss inklusive des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts

sowie des jeweiligen Prüfungsberichts zugestimmt und den Jahres- beziehungsweise Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Zudem hat sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Dividendenzahlung von EUR 0,27 pro Aktie vor.

Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG Der Vorstand der MPC Capital AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht geprüft und erhebt gegen den Bericht sowie die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Abschließend danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MPC Capital-Gruppe für ihr großes Engagement, ihre Professionalität und ihren unermüdlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2025. In einem anspruchsvollen Marktumfeld haben sie mit hoher Kompetenz und Einsatzbereitschaft zur Weiterentwicklung der Gesellschaft beigetragen.

Unser Dank gilt zudem unseren Aktionärinnen und Aktionären für ihr Vertrauen und ihre anhaltende Unterstützung. Dieses Vertrauen ist für die Gesellschaft Verpflichtung und Ansporn zugleich, den eingeschlagenen Kurs auch künftig mit Weitsicht und Disziplin fortzusetzen und nachhaltige Werte zu schaffen.

Hamburg, den 27. März 2026 Der Aufsichtsrat



Ulf Holländer | Vorsitzender

Hauptsitz der MPC Capital AG in Hamburg



‌Ulf Holländer

Aufsichtsratsmitglied seit Juni 2024 Aufsichtsratsvorsitzender

Ulf Holländer kam Anfang 2000 zu MPC Capital und wurde im Juli 2000 in den Vorstand berufen. Von 2015 bis 2024 war er CEO der MPC Capital. Zuvor war er in leitenden Positionen bei der Reederei Hamburg Süd und deren Tochtergesellschaften in Australien und den USA tätig.

Petros Panagiotidis

Aufsichtsratsmitglied seit Januar 2025

Petros Panagiotidis ist Gründer und CEO von Castor Maritime Inc. und weiteren Unternehmen, die im maritimen und im Energiesektor tätig sind. Castor Maritime Inc. ist an der Nasdaq in New York notiert.

Petros Zavakopoulos

Aufsichtsratsmitglied seit Januar 2025

Petros Zavakopoulos ist Vorsitzender und Geschäftsführer von Cosmomed S.A., einem Hersteller und Distributor von medizinischen Produkten in Südosteuropa. Er sitzt im Verwaltungsrat von Leoussis S.A. und F. Bosch International Limited, zwei Unternehmen, die im Gesundheitswesen aktiv sind, und ist Mitglied des Verwaltungsrats von Toro Corp., einem an der Nasdaq in New York notierten Energietransportunternehmen.

‌MPC CAPITAL-AKTIE

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG 13

AKTIENMÄRKTE ENTWICKELN SICH 2025 WEITER POSITIV

Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im Jahr 2025 insgesamt positiv, auch wenn das Börsenjahr von zwischenzeitlicher Volatilität geprägt war. Treiber der Kursgewinne waren vor allem robuste Unternehmensgewinne, Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz sowie Erwartungen einer lockereren Geldpolitik in den USA und Europa.

In den USA verzeichneten die großen Indizes erneut deutliche Zuwächse. Der S&P 500 legte im Gesamtjahr rund 16 % zu und erreichte zeitweise neue Höchststände. Besonders Techno-logie- und Kommunikationsunternehmen trugen zur positiven Entwicklung bei, wodurch auch der technologieorientierte Nasdaq kräftig zulegen konnte.

Auch der deutsche Aktienmarkt entwickelte sich sehr dynamisch. Der DAX erzielte mit einem Jahresplus von rund 23 % sein bestes Börsenjahr seit 2019 und näherte sich mehrfach neuen Rekordständen. Der MDAX mit mittelgroßen Unternehmen verzeichnete ebenfalls deutliche Kursgewinne von knapp 20 %, während kleinere Unternehmen im SDAX ebenfalls von der insgesamt positiven Marktstimmung profitierten.

Insgesamt war 2025 damit ein weiteres solides Jahr für Aktieninvestoren. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und geldpolitischer Diskussionen blieb die Nachfrage nach Aktien hoch und unterstützte die anhaltende Aufwärtsbewegung an den wichtigsten internationalen

Kursentwicklung 2025, indexiert



135

130

125

120

115

110

105

100

95

90

85

80

75

MPC Capital DAX SDAX

Börsen.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

MPC CAPITAL- AKTIE MIT STABILER ENTWICKLUNG

Die Aktie der MPC Capital AG entwickelte sich im Jahr 2025 insgesamt stabil. Nach einer sehr starken Kursentwicklung im Jahr 2024 verlief das Börsenjahr 2025 zunächst verhalten. Die Aktie startete mit einem Kurs von EUR 5,30 in das Jahr und erreichte im April mit EUR 4,22 ihren Jahrestiefststand. Im weiteren Jahresverlauf erholte sich der Kurs und erreichte Mitte Juni ein Hoch von EUR 5,80.

Die Aktie bewegte sich im Jahresverlauf in einer Bandbreite von etwa EUR 4,50 bis EUR 5,50 und spiegelte damit eine insgesamt stabile Bewertung des Unternehmens wider. Neben der operativen Entwicklung unterstützte auch die Dividende von EUR 0,27 je Aktie die Attraktivität der Aktie für Investoren.

Zum Jahresende 2025 notierte die Aktie der MPC Capital AG bei EUR 4,85 (Xetra). Die Markt-kapitalisierung betrug rund EUR 171 Mio. Das durchschnittliche Handelsvolumen der Aktie lag auf Xetra bei rund 6.500 Aktien pro Handelstag.

Höchst-, Tiefst- und Durchschnittskurse (Xetra)

01.01. bis 31.12.2025, in EUR

Höchst-/Tiefstkurs

Monatsdurchschnitt

7,0

6,5

5,65

5,80

5,30 5,30

5,48

5,05

5,24

5,00

5,06

5,10

5,10

5,20

4,96

5,05

4,75

4,82

4,76

4,48

4,66

4,73

4,75 4,73

4,22

4,46

6,0

5,5

5,0

4,5

4,0

3,5

3,0

2,5

2,0

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Aktionäre von Unternehmen, deren Aktien im Scale Segment der Frankfurter Wert-papierbörse notieren, unterliegen nicht der Stimmrechtsmitteilungspflicht nach WpHG. Die Darstellung der Aktionärsstruktur erfolgt daher nach bester Kenntnis der Gesellschaft. Stand: März 2026

Freefloat

26 %

35,2 Mio.

Aktien

Directors' Dealings

Art des Geschäfts

13. Juni 2025 Constantin Baack

Annahme von 140.000 Bezugsrechten unter dem

Aktienoptionsprogramm 2024

13. Juni 2025 Dr. Philipp Lauenstein

Annahme von 125.000 Bezugsrechten unter dem

Aktienoptionsprogramm 2024

Thalvora

Holdings GmbH 74 %

Deutsche Börse, Frankfurt am Main



HAUPTVERSAMMLUNG BESCHLIESST DIVIDENDE IN HÖHE VON EUR 0 , 27 JE AKTIE

Die ordentliche Hauptversammlung der MPC Capital AG fand am 13. Juni 2025 im virtuellen Format statt. Sie hat auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,27 je Aktie mit einem Gesamtvolumen von EUR 9,5 Mio. für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen. Die Dividende der MPC Capital AG wurde in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 des Körper-schaftsteuergesetzes geleistet.

Auch allen weiteren Tagesordnungspunkten wurde mit den erforderlichen Mehrheiten zugestimmt. Die Präsenz und Abstimmungsergebnisse sowie alle weiteren Unterlagen zur Hauptversammlung sind auf der Investor Relations-Internetseite der MPC Capital AG (https://www.mpc-capital.de/HV) dauerhaft abrufbar.

Zum 25-jährigen Börsenjubiläum am 29. September 2025 blickt die MPC Capital AG auf eine erfolgreiche Entwicklung seit ihrem Börsengang im Jahr 2000 in Frankfurt zurück. In diesem Zeitraum hat sich das Unternehmen von einem Finanzdienstleister für geschlossene Fonds zu einem integrierten Investment Manager und Serviceanbieter mit klarem Fokus auf Maritime und Energy Infrastructure gewandelt. Die kontinuierliche strategische Weiterentwicklung bildet die Grundlage für die heutige Positionierung am Kapitalmarkt.

K APITALMARKTAKTIVITÄTEN

Im Geschäftsjahr 2025 hat die MPC Capital AG ihre Investor-Relations-Aktivitäten erneut vorangetrieben. Vorstand und Investor-Relations-Team führten im Rahmen virtueller und physischer Konferenzen sowie zahlreicher Einzelgespräche einen intensiven Austausch mit rund 75 Investoren. Der geografische Fokus lag dabei auf Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie auf Skandinavien.

Auch 2025 wurde die MPC Capital AG von mehreren Researchhäusern begleitet. Seit Anfang 2026 fungiert die Pareto Securities AS, die das Unternehmen bereits seit Anfang 2025 regelmäßig mit Analystenberichten begleitet, zusätzlich als Capital Market Partner und Designated Sponsor. Darüber hinaus veröffentlicht auch die Montega AG kontinuierlich Analysen zur MPC Capital AG.

Stammdaten der MPC Capital AG

WKN / ISIN / Symbol A1TNWJ / DE000A1TNWJ4 / MPCK

Grundkapital / Anzahl der Aktien EUR 35.248.484,00 / 35.248.484 Stück

Aktiengattung Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00

Handelsplätze Open Market in Frankfurt / Main; elektronischer Handel über Xetra; Freiverkehr in Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hannover, München und Stuttgart

Marktsegment Scale

Capital Market Partner Pareto Securities AS

Designated Sponsor Pareto Securities AS

Analysten Montega AG, Pareto Securities AS

Erster Handelstag 28. September 2000

Bloomberg MPCK:GR

Kennzahlen der MPC Capital-Aktie

2021

2022

2023

2024

2025

Ergebnis pro Aktie in EUR

0,17

0,74

0,37

0,48

0,66

Dividende pro Aktie in EUR

0,12

0,20

0,27

0,27

0,27*

Kurs zum Jahresende in EUR (Xetra)

3,42

2,91

2,98

5,30

4,85

Höchstkurs in EUR (Xetra)

3,70

3,90

3,48

6,60

5,80

Tiefstkurs in EUR (Xetra)

1,88

2,60

2,80

2,80

4,22

Anzahl Aktien

35.248.484

35.248.484

35.248.484

35.248.484

35.248.484

Marktkapitalisierung** in Mio. EUR

121

103

105

187

171

* Dividendenvorschlag

** Bezogen auf den Jahresendkurs

‌HIGHLIGHTS 2025

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG 18

Strategisch auf Kurs

OPER ATIVE HIGHLIGHTS 2025

MPC Capital hat 2025 seine strategische Positionierung als Investment Manager und Service-Anbieter weiter geschärft und zentrale Säulen des Geschäftsmodells konsequent ausgebaut. Im Fokus standen die Modernisierung und Dekarbonisierung der maritimen Flotte, die Realisierung von Wertpotenzialen im erneuerbaren Energieport-folio sowie der Ausbau des maritimen Servicegeschäfts.

Die folgenden Highlights zeigen, wie aktives Asset Management, Portfoliosteuerung und strategische Weiterentwicklung ineinandergreifen und nachhaltiges Wachstum ermöglichen.

Taufe der NCL Nordland im Juli 2025 im Hamburger Hafen.

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG 19



Zahlen & Fakten

+ IT-gestützte Analysen zur Energieeffizienz und Emissionsreduktion

+ Beratung zur Umsetzung von Opti-

mierungsmaßnahmen

+ Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2025



Strategische Flottenmodernisierung

NEUBAUPROGR AMME UND SECOND- HAND-TR ANSAKTIONEN

Im Geschäftsjahr 2025 hat MPC Capital die Verjüngung und Dekarbonisierung der Schiffs-flotte konsequent vorangetrieben. Mit innovativen Neubauprojekten, mittel- und langfristigen Charterverträgen und gezielten S&P-Transaktionen wurde die Marktposition weiter gestärkt und die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen.

Zahlen & Fakten

+ Ablieferung zweier 1.300 TEU-Schiffe, die mit modernen Dual Fuel-Motoren

ausgestattet sind und mit grünem Methanol angetrieben werden können

+ Initiierung von Neubauprojekten

mit einem Investitionsvolumen von

mehr als USD 1,0 Mrd. mit geplanten Auslieferungen zwischen 2026 und 2028

+ Abschluss von mittel- bis langfristigen

Charterverträgen für alle Einheiten

+ Zusätzliche Erlöse durch opportunistische S&P-Transaktionen



Ausbau des maritimen Servicegeschäfts

BETEILIGUNG AN BESTSHIP - PERFORMANCE MANAGEMENT FÜR EINE NACHHALTIGERE SCHIFFFAHRT

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG

20

Mit gezielten Akquisitionen hat MPC Capital das maritime Servicegeschäft strategisch ausgebaut und die Wertschöpfungstiefe entlang des Asset-Lebenszyklus weiter erhöht. Durch die Erweiterung der Management- und Beratungskompetenzen wurde die Marktposition im Ship Management nachhaltig gestärkt. Nachdem MPC Capital bereits im Vorjahr gemeinsam mit der norwegischen Schifffahrtsgruppe Wilhelmsen 100 % des Hamburger Schiffsmanagers Zeaborn übernommen hatte, folgte im Jahr 2025 die Akquisition des Performance Managers Bestship.

Zahlen & Fakten

+ Verkauf des Solarparks Paradise Park in Jamaika (April 2025)

+ MPC Energy Solutions vereinbart

Veräußerung von insgesamt drei

Projekten im Geschäftsjahr 2025



Wertrealisierung im Solarpark-Portfolio

ERFOLGREICHE TR ANSAKTIONEN IN L ATEINAMERIK A

Mit dem erfolgreichen Verkauf von Solar-PV-Projekten hat MPC Capital gezielt Wert- und Liquiditätspotenziale aus dem bestehenden Portfolio erzielt. Der Exit des jamaikanischen Solarparks Paradise Park markiert dabei einen bedeutenden Meilenstein und unterstreicht den aktiven und renditeorientierten Management-Ansatz für die erneuerbaren Energieprojekte.

2025 haben wir unsere strategische Positionierung als integrierter Investment Manager und Anbieter von operativen Dienstleistungen konsequent geschärft. Wir haben die maritime Flotte weiter modernisiert und Wertpotenziale im erneuerbaren Portfolio realisiert. Gleich-

"

zeitig haben wir unser Servicegeschäft massiv ausgebaut. Diese Fortschritte belegen die

Stärke unseres Owner-Operator-Ansatzes, der die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und langfristige Wertschöpfung bildet."

Constantin Baack, CEO

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG 21

‌ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2025 BIS 31. DEZEMBER 2025
  1. Grundlagen der MPC Capital AG und des Konzerns 23

  2. Wirtschaftsbericht 27

  3. Ertrags,- Finanz- und Vermögenslage 31

  4. Sonstige Angaben 37

  5. Chancen- und Risikobericht 37

  6. Prognosebericht 45

Geschäftsbericht 2025 MPC Capital AG 22

  1. ‌Grundlagen der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG und des Konzerns

    GESCHÄF TSTÄTIGKEIT

    Der MPC Münchmeyer Petersen Capital-Konzern ("MPC Capital", "MPC Capital-Konzern",

    "MPC Capital-Gruppe") ist ein international agierender, integrierter Investment Manager und Dienstleister mit Schwerpunkt in den Bereichen Maritime und Energy Infrastructure. Das Mutterunternehmen, die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG ("MPC Capital AG"), ist seit dem Jahr 2000 börsennotiert und aktuell im "Scale"-Segment der Deutschen Börse in Frankfurt (Freiverkehr) gelistet.

    Geschäftsmodell und Leistungsangebot

    Investment Business: MPC Capital entwickelt, strukturiert und platziert Investmentlösungen und beteiligt sich regelmäßig auch als Co-Investor an den aufgelegten Produkten. Der Fokus liegt dabei auf den Alternative Asset-Segmenten Maritime und Energy Infrastructure. Die strukturelle Ausgestaltung der Investitionsprojekte richtet sich im Wesentlichen nach der Strategie des jeweiligen Investors sowie den spezifischen Eigenschaften des zugrundeliegenden Assets. MPC Capital verfügt über umfassende Expertise in der Umsetzung verschiedener Strukturierungsformen, darunter insbesondere:

    + Fund Solutions (zum Beispiel Alternative Investmentfonds),

    + Listed Platforms (börsennotierte Plattformen),

    + Mandates (Direktmandate) sowie

    + sonstige weitere geeignete Strukturen.

    Zu den Kunden im Investmentgeschäft zählen insbesondere institutionelle und professionelle Investoren sowie Family Offices.

    Service Business: Ergänzend hierzu erbringen Gesellschaften des MPC Capital-Konzerns verschiedene Dienstleistungen vor allem im maritimen Bereich (Ship Management):

    + Technisches Management (Wartung, Instandhaltung, Betriebsführung etc.),

    + Kommerzielles Management (Charter-/Vertragsmanagement, An- und Verkauf, etc.)

    + sowie sonstige Dienstleistungen (IT/ Software, Performance Management, etc.).

    Diese Leistungen werden sowohl für Assets erbracht, die von durch MPC Capital initiierten Investmentvehikeln gehalten werden, als auch für Drittunternehmen.

    Zu den Kunden im Bereich maritimer Dienstleistungen zählen insbesondere Reedereien, Industriegüterkonzerne, Logistikunternehmen sowie Asset Owner.

    Ertragsmodell

    Die MPC Capital-Gruppe erzielt ihre Erträge im Wesentlichen aus:

    + Management Fees (wiederkehrende Managementvergütungen), die sich in erster Linie an der Höhe der Assets under Management (AuM) bemessen,

    + Transaction Fees (einmalige und teilweise performanceabhängige Transaktionserlöse)

    insbesondere im Zusammenhang mit der Akquisition, Anbindung und dem Verkauf von

    Assets, sowie

    + Co-Investment-Erträge, die als sonstige betriebliche Erträge, als Erträge aus Beteiligungen oder als Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen ausgewiesen

    werden.

    Marktumfeld und strategische Perspektive

    Insgesamt ist davon auszugehen, dass der globale Infrastrukturbedarf in den kommenden Jahrzehnten weiter deutlich zunehmen wird. Gleichzeitig führen geopolitische Verschiebungen, die zunehmende Regionalisierung von Lieferketten, das Wachstum der Weltbe-völkerung sowie der anhaltende Urbanisierungsprozess zu einem strukturell steigenden Bedarf an leistungsfähiger, sicherer und resilienter Infrastruktur.

    Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Industrie und Mobilität sowie die Modernisierung bestehender Energie- und Transportnetze erfordern weltweit erhebliche Investitionen. Der daraus resultierende Investitionsbedarf in moderne, nachhaltige und resiliente Infrastruktur eröffnet MPC Capital attraktive Chancen für weiteres Wachstum, den Ausbau der Assets under Management sowie die konsequente Weiterentwicklung des Geschäftsmodells als spezialisierter Investment Manager und Dienstleister im Bereich maritimer und energiewirtschaftlicher Infrastruktur.

    Im maritimen Sektor zeigt sich ein nachhaltiger Erneuerungs- und Erweiterungsbedarf. Neben der erforderlichen Flottenerneuerung zur Reduktion von Emissionen und zur Erfüllung verschärfter regulatorischer Anforderungen steigt die Nachfrage nach spezialisierten Schiffstypen, etwa für den Transport von alternativen Kraftstoffen oder Komponenten für Offshore-Windparks. Parallel dazu gewinnen energieeffiziente und technologisch fort-schrittliche Neubauten an Bedeutung, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und den steigenden Anforderungen von Charterern und Investoren gerecht zu werden.

    ORGANISATION UND FÜHRUNGSSTRUKTUREN

    Die Geschäftsaktivitäten der MPC Capital-Gruppe sind in eine produktgenerierende Einheit ("MPC Capital") sowie in Investitionseinheiten ("Investment Business") und Dienstleistungs-einheiten ("Service Business") gegliedert.

    MPC Capital ist als Investment Manager und Co-Investor fokussiert auf die Initiierung und das Management von Investment-Lösungen in den Bereichen Maritime und Energy Infrastructure (Investment Business). MPC Capital verfolgt dabei das Ziel, sachwertbasierte Investitionen zu entwickeln, die exakt auf die Bedürfnisse der Investoren zugeschnitten sind. In der Regel beteiligt sich MPC Capital als Co-Investor an den Investment-Plattformen. Innerhalb der MPC Capital arbeiten auf die Asset-Sektoren spezialisierte Investment- und Transaktions-Teams. Sie werden unterstützt von bereichsübergreifenden Support-Funktionen wie Legal, HR, IT und Marketing.

    Zu den Investment-Plattformen der MPC Capital-Gruppe gehören zum Beispiel die an der Osloer Börse notierten Gesellschaften MPC Container Ships ASA ("MPCC") und MPC Energy Solutions N.V. ("MPCES") sowie die Plattform Offshore Service and Survey Vessels ("OSSV") oder der MPC Caribbean Clean Energy Fund ("CCEF").

    Zentraler Bestandteil der MPC Capital-Gruppe sind zudem die Einheiten im Service Business, deren Kernkompetenz das operative Management im maritimen Bereich ist. Sie verfügen über einen hohen Spezialisierungsgrad und sind zum Teil in Joint Venture-Strukturen eingebettet, um gemeinsam mit marktführenden Partnern wettbewerbsfähige Dienstleistungen anbieten zu können - sowohl für Investment-Plattformen der MPC Capital-Gruppe als auch für Dritte. Strategische Partnerschaften bringen zudem zusätzliche Wachstumsimpulse für das Investment- und Transaktionsgeschäft.

    Zu den Aktivitäten der Management Units im Service Business gehören im Wesentlichen:

    Technisches Management: Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management GmbH & Co. KG, Barber Ship Management Germany GmbH & Co. KG (Joint Ventures mit Wilhelmsen Ship Management).

    Kommerzielles Management: Harper Petersen & Co. GmbH & Co. KG und Harper Petersen Albis GmbH & Co. KG.

    Sonstige Dienstleistungen: BestShip GmbH & Cie. KG (Joint Venture mit Wilhelmsen Ship Management), Waterway IT Solutions GmbH & Co. KG.

    ZIELE UND STR ATEGIEN

    Die MPC Capital-Gruppe verfolgt das Ziel, in den strategischen Asset-Segmenten zu den führenden unabhängigen Investment Managern und Dienstleistern zu gehören. Zum

    31. Dezember 2025 verwaltete die Gruppe Sachwerte mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 5,4 Mrd. ("Assets under Management" / "AuM"). Ziel ist es, jährlich Assets im Volumen zwischen EUR 0,5 Mrd. und EUR 1,0 Mrd. neu anzubinden.

    Die Erwirtschaftung nachhaltiger Cashflows, eine solide Unternehmensfinanzierung und damit insbesondere eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung, sowie der verantwortungsvolle Umgang mit sozialen und ökologischen Belangen sind wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie.

    Fokus auf die Bereiche Maritime und Energy Infrastructure

    MPC Capital konzentriert sich auf Investment-Projekte und integrierte Dienstleistungen im Bereich Maritime und Energy Infrastructure. Im Fokus der Strategie stehen Märkte mit subs-tanziellen Wachstumschancen und einer starken Positionierung der MPC Capital-Gruppe.

    Hohe Bedeutung kommt dabei Projekten zu, die im Zusammenhang mit der Energiewende und der Dekarbonisierung des Welthandels stehen. In diesem Zusammenhang ergeben sich auch Synergiepotenziale zwischen den beiden Segmenten wie beispielsweise Schiffsan-triebe auf Basis von synthetischen Kraftstoffen, die mit erneuerbaren Energien erzeugt werden oder die Verknüpfung von maritimen Aktivitäten mit der Errichtung oder Wartung von Offshore-Anlagen.

    Wachsende strategische Bedeutung des maritimen Service Business

    Seit 2014 hat MPC Capital das Geschäft mit dem operativen Management von Handelsschiffen über die Gründung von Joint Venture-Strukturen und durch gezielte Unternehmensübernahmen sukzessive ausgebaut. Zuletzt konnte MPC Capital mit der Akquisition von 50 % der Zeaborn Ship Management GmbH & Co. KG (jetzt firmierend als Wilhelmsen Ahrenkiel Bulk GmbH & Co. KG, nachfolgend als "Zeaborn" oder "Zeaborn-Gruppe" bezeichnet) und der Anfang 2025 akquirierten BestShip GmbH & Cie. KG ("Bestship") den Service-Bereich stärken. Ziel ist es, auch weiterhin Marktchancen zu nutzen, um anorganisches Wachstum im Service Business zu generieren und die Wettbewerbsfähigkeit als Schiffsmanager zu stärken.

    Investment-Plattformen orientieren sich an der Strategie des Investors

    Die strukturelle Ausgestaltung der Investment-Plattformen orientiert sich neben den Marktgegebenheiten vor allem an der Strategie des jeweiligen Investors und dem zugrundeliegenden Asset. Die Assets können in Fund Solutions (zum Beispiel in Form eines Alternativen Investmentfonds), Listed Platforms (zum Beispiel in Form einer Börsennotiz) oder als Mandates (Direktmandate) strukturiert sein.

    Ein Teil der Assets under Management ist dem Drittkundengeschäft im Ship Management zuzuordnen.

    Die Verteilung der Assets under Management nach Kategorien stellte sich zum

    31. Dezember 2025 wie folgt dar:

    Co-Investment: MPC Capital beteiligt sich mit Eigenkapital

    Zum Gleichlauf der Interessen von Investoren und Fondsmanager investiert MPC Capital selbst einen Teil des Eigenkapitals ("Co-Investment"). Das Co-Investment liegt je nach Volumen und Art des Assets bei bis zu 10% bezogen auf das Eigenkapital des jeweiligen Investment-Vehikels, in Einzelfällen auch darüber. Die Co-Investments werden primär unter Finanzanlagen als Beteiligung, im Einzelfall auch als Ausleihung oder Darlehen bilanziert.

    Kern der Strategie ist es, aus der Wertsteigerung der Co-Investments über das operative Dienstleistungsgeschäft hinaus sonstige betriebliche Erträge (Wertaufholungen) und Erträge aus Beteiligungen (Dividenden) zu erzielen.

    ESG als Selbstverständnis und zentraler Bestandteil der Unternehmens-Strategie

    Mandates / Third-party Business

    66 %

    Listed Plattforms 24 %

    EUR 5,4 Mrd.

    Fund Solutions 10 %

    Verantwortungsbewusstes Asset- und Investmentmanagement ist im Kern der MPC Capital-Gruppe und ihrer Investments und Dienstleistungen verankert. In der Produktgenerie-rung und im laufenden Management der Assets dienen die ESG-Prinzipien der MPC Capital als Leitlinie für nachhaltige und verantwortungsvolle Investments in allen Asset-Klassen und spiegeln das Engagement der MPC Capital für sozial und ökologisch verantwortungs-volles Handeln wider.

    MPC Capital ist Signatory der Principles of Responsible Investment (PRI). Darüber hinaus sind Tochtergesellschaften oder Investment-Vehikel Mitglieder oder Unterstützer von verschiedenen weiteren Initiativen, Programmen und Organisationen.

    Die MPC Capital AG hat ihren ESG-Report für das Jahr 2024 im September 2025 veröffentlicht. Der ESG-Report für das Jahr 2025 wird voraussichtlich Mitte 2026 erscheinen.

    ‌STEUERUNGSSYSTEM

    Die Steuerung des MPC Capital-Konzerns ist auf eine nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtet. Zentrale Steuerungsgrößen sind dabei die Umsatzerlöse sowie umsatznahe sonstige betriebliche Erträge, die sich aus wiederkehrenden Erträgen aus dem Ship Management und dem Asset Management, der Beratung und Vermittlung im Zusammenhang mit Sach-wertinvestitionen sowie aus Projekt- und Transaktionserlösen und Erträgen im Rahmen von Exit-Strategien bestehender Investments zusammensetzen. Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern ("Earnings Before Taxes", EBT), das Erträge aus Beteiligungen und Equity-Ergebnisse assoziierter Unternehmen mit umfasst.

    Grundlage einer soliden und nachhaltigen unternehmerischen Planung sind darüber hinaus eine angemessene Eigenkapitalausstattung sowie das Vorhalten ausreichender Liquidität im Konzern über einen angemessenen Planungszeitraum.

    Die Steuerungsgrößen für die MPC Capital AG sind das EBT, die Eigenkapitalausstattung sowie die Liquidität.

    Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung herangezogen.

    Die Initiierung, Steuerung sowie die Einhaltung und Überwachung der unternehmerischen Aktivitäten obliegen auf Konzernebene dem Vorstand; auf operativer Ebene kommt diese Funktion den Geschäftsführern und Managing Directors der jeweiligen Tochtergesellschaften zu. Das Steuerungssystem ist zudem Bestandteil der Controlling- und Planungsprozesse im MPC Capital-Konzern.

    Der Konzernabschluss sowie der Jahresabschluss der MPC Capital AG wurden auf Basis des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt.

  2. Wirtschaftsbericht

    GESAMTWIRTSCHAF TLICHE UND BR ANCHENBEZOGENE R AHMENBEDINGUNGEN

    Moderates globales Wachstum vor anhaltenden Risiken

    Im Geschäftsjahr 2025 zeigte sich die Weltwirtschaft weiterhin robust, stand jedoch unter dem Einfluss geopolitischer Unsicherheiten, zunehmender Handelsspannungen und regionaler wirtschaftlicher Unterschiede. Nach Einschätzung führender Institutionen blieb das globale Wachstum auf einem moderaten Niveau, das die tiefgreifenden Herausforderungen jedoch nicht vollständig ausgleichen konnte. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierten für 2025 ein globales Wachstum auf dem Niveau des Vorjahres oder leicht darunter, bei unverändert nach unten gerichteten Risiken - insbesondere wegen erhöhter Unsicherheiten im Welthandel und geopolitischen Spannungen.

    Im Euroraum blieb die konjunkturelle Dynamik begrenzt, getragen von einer leichten Erholung der Binnenkonjunktur und einer moderaten Nachfrage, während Deutschland im Jahr 2025 nur ein geringes reales BIP-Wachstum verzeichnete. Nationale Prognosen und ifo-Daten deuten auf sehr geringe Wachstumsraten hin, die strukturelle Herausforderungen wie den fortschreitenden Energiesystemwandel und den demografischen Wandel reflektieren.

    Inflation und Geldpolitik - weitere Normalisierung

    Im Jahresverlauf 2025 setzte sich die Normalisierung der Inflationsraten in Richtung der langfristigen Ziele der Zentralbanken fort. In vielen bedeutenden Volkswirtschaften, darunter im Euroraum, näherten sich die Verbraucherpreissteigerungen wieder dem 2-Pro-zent-Ziel, was den Druck auf die Geldpolitik reduzierte und Raum für Zinssenkungen ließ. In den USA wurde zudem eine weitere Lockerung der restriktiven Geldpolitik beobachtet, begleitet von sukzessiven Leitzinssenkungen. Insgesamt trugen diese Entwicklungen zur Stabilisierung der Finanzierungsbedingungen bei, wenn auch mit regional unterschiedlichen Effekten.

    Alternative Investments - stabiler Trend bei zugleich heterogener Entwicklung

    Der Markt für alternative Vermögenswerte setzte seinen strukturellen Ausbau im Jahr 2025 fort. Globale Marktanalysen bestätigen, dass alternative Anlagen - darunter Private Equity, Infrastruktur, Private Debt und Immobilien - weiterhin ein wichtiger Bestandteil institutioneller Portfolios bleiben. Trotz eines herausfordernden Umfelds für traditionelle Private-Equity-Fundraising-Aktivitäten gewinnt die Assetklasse weiter an Bedeutung und passt sich über neue Vehikel und Strategien (z. B. Secondaries, Evergreen-Fonds) an aktuelle Marktbedingungen an.

    Institutionelle Investoren erhöhen tendenziell ihre Engagements in alternativen Märkten, da diese langfristige Ertragschancen und Diversifikation im Vergleich zu öffentlichen Märkten bieten. Gleichzeitig weisen einzelne Analysen auf das Spannungsfeld zwischen einem wachsenden Asset-Volumen und teils enttäuschenden Performance-Erwartungen einzelner alternativer Segmente hin, was eine differenzierte Bewertung erfordert.

    Containermärkte trotzen globalen Unsicherheiten

    Abermals kann die Containerschifffahrt auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Zwar ist die Nachfrage aktuellen Einschätzungen zufolge nur um 4,9 % angestiegen, aber unter den schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen ist dies durchaus beachtlich. Der Basis-Effekt aus dem Vorjahr, die Umgehung der Routen durch das Rote Meer, blieb erhalten und es handelt sich auf den ersten Blick somit um ein ausgesprochen starkes Nachfragewachstum. Gleichwohl merkt der Internationale Währungsfonds an, dass aufgrund von so genanntem Front Loading, also dem Vorziehen von Transportnachfrage in Erwartung steigender Zölle, im Jahr 2026 mit einer Verlangsamung des Handelswachstums zu rechnen ist.

    Obwohl die TEU-Kapazität der Flotte mit 7,1 % leicht stärker anstieg als die Nachfrage, blieben die Chartermärkte leergefegt und die Raten auf ausgesprochen hohen Niveaus. Erneut fand ein erheblicher Teil des Cashflows seinen Weg zu den Werften und es wurde mit 4,8 Mio. TEU ein neuer Rekord im Bestelleingang bei den Werften verzeichnet.

    In der Tankschifffahrt weist ein von Clarksons erstellter "Average Weighted Earnings All Tankers"-Index einen Ratenrückgang um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr aus. Dieser Jahres-vergleich verdeckt dabei die ausgesprochen starke Aufwärtsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Ende 2025 lag der von Clarksons ausgewiesene Wert erstmals seit 2023 wieder oberhalb von USD 50.000/Tag. Für die Nachfrage weist Clarksons einen Anstieg von 1,3 % in Tonnenmeilen und für das Angebot ein Kapazitätswachstum von 0,9% für das Jahr 2025 aus. Dabei ist in der Gesamtflotte, die Clarksons betrachtet, auch der steigende Anteil von sanktionierten Tankern enthalten.

    Auf den Bulkermärkten spielt das Thema sanktionierter Schiffe praktisch keine Rolle. Hier waren es im Jahr 2025 die Fundamentaldaten, die den Rückgang der Verdienste erklären

    können. Bei einem Kapazitätswachstum von 3,0% und einem Nachfragewachstum von 2,2% ist der Rückgang der von Clarksons geschätzten durchschnittlichen Verdienste aller Bulker um rund 8% auf rund USD 13.900/Tag nachvollziehbar. Auch hier lagen die Einnahmen aber noch etwas über dem Schnitt der vergangen zehn Jahre (rund USD 13.200/ Tag).

    Erneuerbare Energien und Strukturwandel

    Die weltweite Ausweitung der Kapazitäten erneuerbarer Energien setzte sich im Jahr 2025 fort - unterstützt durch staatliche Förderprogramme, sinkende Technologiepreise und verstärkte Investitionen in Netzinfrastruktur. In vielen Volkswirtschaften wuchs die installierte Kapazität bei Solar- und Windenergie deutlich, was auf eine langfristige strukturelle Transformation der Energiemärkte hin zu nachhaltigeren Energiesystemen deutet. Diese Trends wirken stabilisierend auf Energiepreise und Investitionsprognosen, auch wenn kurzfristige Herausforderungen wie Lieferengpässe und regulatorische Unsicherheiten bestehen bleiben.

    GESCHÄF TSVERL AUF

    MPC Capital konnte sein Geschäft im Berichtsjahr in einem weiterhin volatilen und herausfordernden makroökonomischen Marktumfeld erfolgreich ausbauen.

    Neben dem strategischen Ausbau des maritimen Service-Bereichs durch die Integration der 2024 erworbenen Zeaborn und der Anfang 2025 akquirierten Bestship war das Geschäftsjahr durch eine Reihe von Transaktionen geprägt. Darüber hinaus konnte MPC Capital auch erneut stabile Rückflüsse aus dem Co-Investment-Portfolio verzeichnen.

    Ausbau des maritimen Service-Geschäfts

    Einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum leistete der Ausbau des maritimen Servicegeschäfts. Mit der Akquisition des Schiffsmanagers Zeaborn im vergangenen Jahr und der Übernahme des Performance Managers Bestship im ersten Quartal 2025 hat MPC Capital sein Leistungsspektrum und die Asset-Basis weiter ausgebaut.

    Zusammen mit der norwegischen Wilhelmsen Ship Management Holding AS, dem Joint Venture-Partner der MPC Capital im Bereich des technischen Schiffsmanagements, wurde Ende Dezember 2023 die gemeinsame Übernahme von 100 % des in Hamburg ansässigen Schiffsmanagers Zeaborn vereinbart. Mit der komplementären Kundenbasis und dem Dienstleistungsspektrum von Zeaborn erwartet MPC Capital, seine Marktposition im Ship Management-Geschäft weiter ausbauen zu können. Bestship wiederum bietet IT-gestützte Bewertungen von Schiffen zur Energieeffizienz und Emissionsreduktion sowie Beratung zur Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen an, was zu einer weiteren Verbreiterung des Dienstleistungsangebots der MPC Capital-Gruppe beiträgt.

    Die Erstkonsolidierung der Zeaborn-Gruppe erfolgte zum 1. April 2024, die der Bestship zum 1. Januar 2025.

    Erfolgreicher Einstieg in das Offshore Service-Segment

    Im Februar 2025 gab MPC Capital bekannt, dass Eurazeo und ein europäisches Family Office in die Plattform für Offshore Service Vessels von MPC Capital rund EUR 70 Mio. investieren. Die Plattform wurde von einem Joint Venture von MPC Capital und O.S. Energy ("MPC OSE Offshore") initiiert, um speziell für den Einsatz in Offshore-Windparks konzi-pierte Service-Schiffe zu entwickeln, zu bauen und zu managen. Es ist geplant, zunächst eine Flotte von bis zu sechs Spezial-Schiffen aufzubauen.

    Verkauf von Solar-PV-Projekten in Lateinamerika

    Im April 2025 hat MPC Capital den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs des Paradise Park-Solarparks in Jamaika bekannt gegeben. Der mit 51 MWp größte Solarpark des Insel-staats wurde von der MPC Caribbean Clean Energy Limited veräußert. Der 2019 in Betrieb genommene Paradise Park war das erste Asset der MPC Caribbean Clean Energy Inc.

    Die MPC Energy Solutions N.V. (MPCES) hat im Laufe des Geschäftsjahres 2025 die Veräußerung von drei Projekten vereinbart. Aus Sicht von MPC Capital ist dies ein wichtiger Schritt zur Realisierung von Wert und Liquidität aus dem bestehenden Projektportfolio.

    Nach Abschluss der Transaktion plant MPCES, einen wesentlichen Teil der Verkaufserlöse sowie vorhandene freie Liquiditätsreserven an die Aktionäre auszuschütten.

    Transaktionen im Zusammenhang mit Verjüngung der Flotte

    Im Geschäftsjahr 2025 hat MPC Capital erneut eine Reihe von Transaktionen im maritimen Bereich begleitet. Die Projekte standen dabei regelmäßig im Zusammenhang mit einer Verjüngung der Flotte sowie alternativen Antriebstechnologien, wie zum Beispiel die Ablieferung der beiden Greenbox-Schiffe NCL VESTLAND und NCL NORDLAND. Die 1.300-TEU-Con-tainerschiffe sind mit modernen Dual Fuel-Motoren ausgestattet und können mit grünem Methanol angetrieben werden. Sie zählen somit zu den effizientesten und klimafreundlichs-ten Frachtern ihrer Klasse.

    Insgesamt wurden seit Dezember 2024 Neubauprojekte mit einem Gesamtinvestitions-volumen von mehr als USD 1,0 Mrd. vertraglich gesichert. Für die entsprechenden Schiffe konnten mittel- bis langfristige Charterverträge abgeschlossen werden, wodurch eine hohe Visibilität der künftigen Einnahmen gewährleistet ist. Mit der sukzessiven Auslieferung der

    Einheiten zwischen 2026 und 2028 wird das Projektvolumen die Assets under Management erhöhen und zu einem kontinuierlichen Anstieg der Fee-Einnahmen beitragen. Darüber hinaus befinden sich weitere Projekte in fortgeschrittenen Verhandlungen.

    Zudem konnten Erlöse aus dem Kauf und Verkauf von Schiffen im Rahmen von opportunis-tischen Transaktionen (S&P) realisiert werden.

    Erhöhung der Assets under Management auf EUR 5,4 Mrd.

    Die von der MPC Capital-Gruppe gemanagten Sachwerte (Assets under Management) lagen zum 31. Dezember 2025 bei EUR 5,4 Mrd. (31. Dezember 2024: EUR 5,1 Mrd.) und verteilten sich auf insgesamt knapp 240 einzelne Assets.

    Aus dem Neugeschäft resultierten Asset-Zugänge in Höhe von EUR 0,9 Mrd., die allesamt auf maritime Projekte entfielen. Demgegenüber standen Asset-Abgänge in Höhe von EUR 0,9 Mrd. Das Transaktionsvolumen lag 2025 somit bei EUR 1,8 Mrd. Die Bewertungs- und Währungseffekte lagen bei EUR +0,3 Mrd.

    Die Assets under Management verteilten sich zum 31. Dezember 2025 zu EUR 0,5 Mrd. auf Fund Solutions (Spezial-AIF, Geschlossene Fonds, etc.), zu EUR 1,3 Mrd. auf Listed Platforms (Assets von börsennotierten Gesellschaften) und zu EUR 3,6 Mrd. auf Separate Accounts (Einzel- oder Direkt-Investments, Club Deals, sonstige individuelle Investment-Strukturen und Drittmandate).

  3. ‌Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

    FINANZIELLE UND NICHT- FINANZIELLE LEISTUNGSINDIK ATOREN

    Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

    MPC Capital-Konzern MPC Capital AG

    Finanzielle 2025 2024 Veränderung 2025 2024 Veränderung

    ERTR AGSL AGE DES KONZERNS

    Die Umsatzerlöse des MPC Capital-Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2025 mit EUR 43,1 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (2024: EUR 43,0 Mio.). Dabei standen dem organischen Wachstum negative Währungseffekte aufgrund des schwachen US-Dollars gegenüber.

    Rund 83 % der Umsatzerlöse resultierten aus wiederkehrenden Management Services, die sich im Geschäftsjahr 2025 von EUR 34,8 Mio. um 3 % auf EUR 35,7 Mio. erhöhten. Der Anstieg ist dabei sowohl auf organisches Wachstum als auch auf die Integration der Bestship zurückzuführen, die Anfang 2025 akquiriert wurde. Dem gegenüber stand ein Rückgang durch die

    Leistungsindikatoren

    in EUR Tsd. in % in EUR Tsd. in %

    Entkonsolidierung der AVB.

    Umsatz 43.147 43.033 +0 % kein finanzieller Leistungsindikator

    Ergebnis vor Steuern (EBT) 25.275

    24.508

    +3 %

    9.193

    9.219

    -0 %

    Liquidität (Kassenbestand und 35.361

    Guthaben bei Kreditinstituten)

    33.218

    +6 %

    20.329

    19.867

    +2 %

    Eigenkapitalquote 86,8 %

    81,0 %

    +5,8 pp

    66,2 %

    72,2 %

    -6,0 pp

    Eine Analyse von nicht-finanziellen Leistungsfaktoren erfolgt nicht, da sie nicht zur internen Steuerung herangezogen werden.

    Die Erlöse aus Transaction Services lagen im Berichtsjahr mit EUR 6,5 Mio. rund 5 % über dem Vorjahreszeitraum (2024: EUR 6,2 Mio.). Sie setzten sich zusammen aus An- und Ver-kaufsvergütungen sowie anderen projektbezogenen Erträgen. Transaktionen betrafen verschiedene An- und Verkäufe im maritimen Segment sowie den Verkauf von Immobilien- und Solar-PV-Projekten.

    Die übrigen Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 0,9 Mio. (2024: EUR 2,0 Mio.). Der Rückgang ist auf Erstkonsolidierungseffekte im Rahmen der Übernahme der Zeaborn-Gruppe im Vorjahr zurückzuführen.

    Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 8,6 Mio. (2024: EUR 20,2 Mio.). Der Vorjahreszeitraum war geprägt durch Buchgewinne, die insbesondere aus Erträgen im Zusammenhang mit der Ablieferung von Containerschiffs-Neu-bauten resultierten. Entsprechend gingen die Buchgewinne aus Anlageverkäufen von EUR 16,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,4 Mio. im Berichtsjahr zurück. Aus Wechselkursänderungen stammten Erträge in Höhe von EUR 2,2 Mio. (2024: EUR 2,1 Mio.). Aus der Auflösung von Rückstellungen wurden im Berichtsjahr rund EUR 3,3 Mio. (2024: EUR 0,2 Mio.)

    realisiert, die primär für ehemalige Geschäftsaktivitäten gebildet worden waren. Erträge aus Wertberichtigungen und Forderungsabschreibungen erhöhten sich im Berichtsjahr auf EUR 1,5 Mio. (2024: EUR 0,9 Mio.).

    Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 3,7 Mio. (2024: EUR 4,0 Mio.). Der Rückgang ist primär bedingt durch die Entkonsolidierung der Beteiligung an der AVB. Gegenläufig führte die ganzjährige Berücksichtigung der Zeaborn Gruppe zu höheren Materialaufwendungen.

    Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 23,6 Mio. (2024: EUR 29,0 Mio.). Der Rückgang ist insbesondere auf Einmaleffekte im Vorjahreszeitraum sowie Synergieeffekte im Rahmen der Integration der Zeaborn-Gruppe und auf die Entkonsolidierung der AVB zurückzuführen.

    Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen verringerten sich auf EUR 2,3 Mio. (2024: EUR 3,9 Mio.) und betrafen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte auf Konzernebene im Bereich des kommerziellen Schiffs-Managements.

    Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 21 % auf EUR 16,2 Mio. (2024: EUR 20,4 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Synergieeffekte nach der Integration der Zeaborn-Gruppe sowie auf die Entkonsolidierung der AVB zurückzuführen.

    Im Einzelnen sind die Rechts- und Beratungskosten (2025: EUR 3,2 Mio.; 2024: EUR 4,4 Mio.), IT-Kosten (2025: EUR 2,5 Mio.; 2024: EUR 3,5 Mio.) sowie Raumkosten (2025: EUR 1,2 Mio.; 2024: EUR 1,8 Mio.) spürbar zurückgegangen. Aufwendungen aus Wechselkursänderungen lagen im Berichtsjahr bei EUR 2,4 Mio. (2024: EUR 2,0 Mio.).

    Das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern lag im Berichtsjahr mit EUR 6,1 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (2024: EUR 6,0 Mio.). Dabei konnten die geringeren sonstigen betrieblichen Erträge durch rückläufige Aufwandsposten ausgeglichen werden.

    Das Finanzergebnis verbesserte sich von EUR 18,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 19,2 Mio. im Geschäftsjahr 2025.

    Dabei lagen die Beteiligungserträge im Berichtsjahr bei EUR 1,8 Mio. (2024: EUR 4,4 Mio.). Der Rückgang resultiert aus niedrigeren Gewinnausschüttungen von Projektgesellschaften. Das Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen stieg wiederum von EUR 14,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 17,8 Mio. im Geschäftsjahr 2025 und reflektiert im Wesentlichen den Anstieg der Erträge aus der Beteiligung an der MPC Container Ships ASA.

    Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge lagen bei EUR 0,7 Mio. (2024: EUR 1,4 Mio.) und resultierten primär aus Zinserträgen auf den Liquiditätsbestand. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das allgemein geringere Zinsniveau zurückzuführen.

    Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden in Höhe von EUR 0,7 Mio. (2024: EUR 1,0 Mio.) vorgenommen. Sie reflektieren gesunkene Marktbewertungen von Beteiligungen.

    Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen lagen bei EUR 0,3 Mio.(2024: EUR 0,4 Mio.) und betrafen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Projekt- und Unternehmensfinanzierungen.

    Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich trotz des vergleichbaren Betriebsergebnisses durch das verbesserte Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen von EUR 24,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 25,3 Mio.

    Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige Steuern lag im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 1,6 Mio. (2024: EUR 3,6 Mio.). Der Rückgang resultiert aus höheren Steuererträgen aus Vorjahren (Steuererstattungen und Auflösung von Rückstellungen) sowie aus der Zusammensetzung des EBT im Berichtsjahr, die zu einer geringeren laufenden Besteuerung führt.

    Der Konzerngewinn erhöhte sich in der Folge auf EUR 23,7 Mio. (2024: EUR 21,0 Mio.).

    Nach Abzug nicht beherrschender Anteile in Höhe von EUR -0,4 Mio. (2024: EUR -4,1 Mio.) verblieb ein Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von EUR 23,3 Mio. (2024: EUR 16,8 Mio.). Der Anteil anderer Gesellschafter ist im Zuge der Entkonsolidierung der AVB sowie im Zusammenhang mit der Ablieferung von Containerschiffs-Neubauten im Vorjahr zurückgegangen.

    Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 0,66 (2024: EUR 0,48). Dies entspricht einem Anstieg von 38 %.

    ERTR AGSL AGE DER AG (MUTTERUNTERNEHMEN)

    Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die MPC Capital AG Umsatzerlöse in Höhe von EUR 9,3 Mio. (2024: EUR 9,5 Mio.). Hiervon entfielen EUR 1,6 Mio. (2024: EUR 0,8 Mio.) auf Management-und Transaktionserlöse sowie EUR 7,8 Mio. (2024: EUR 8,7 Mio.) auf Umlagen auf Kon-zerngesellschaften, die vor allem administrative Dienstleistungen der MPC Capital AG als Holding gegenüber den Tochtergesellschaften betreffen.

    Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen 2025 bei EUR 3,5 Mio. (2024: EUR 6,6 Mio.) und resultierten zum Großteil aus Erträgen aus Wechselkursänderungen und Erträgen aus der Zuschreibung von Finanzanlagen. Erträge aus der Auflösung von Forderungswertberichti-gungen im Verbundbereich führten im Vorjahr zu außergewöhnlich hohen Erträgen in Höhe von EUR 5,5 Mio.

    Der Personalaufwand ist infolge des Rückgangs der Mitarbeiterzahl im Jahr 2025 sowie geringerer Prämienzahlungen auf EUR 5,9 Mio. (2024: EUR 7,2 Mio.) gesunken. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MPC Capital AG lag am 31. Dezember 2025 bei 36 (2024: 40).

    Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund geringerer Aufwendungen aus Wechselkursänderungen auf EUR 5,9 Mio. (2024: EUR 7,5 Mio.) gesunken. Die Rechts- und Beratungskosten lagen mit EUR 0,8 Mio. (2024: EUR 0,8 Mio.) auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres.

    Im Geschäftsjahr 2025 realisierte die MPC Capital AG Erträge aus Beteiligungen und Ergeb-nisabführungsverträgen in Höhe von insgesamt EUR 11,1 Mio. (2024: EUR 10,0 Mio.), die aus Ausschüttungen von Tochtergesellschaften resultierten.

    Zinsen und ähnliche Erträge lagen bei EUR 0,9 Mio. (2024: EUR 1,4 Mio.). Der Rückgang resultierte aus dem veränderten Zinsumfeld. Zinsen und ähnliche Aufwendungen lagen bei EUR 2,8 Mio. (2024: EUR 2,9 Mio.).

    Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag im Geschäftsjahr 2025 mit EUR 9,2 Mio. (2024: EUR 9,2 Mio.) auf dem Niveau des Vorjahres. Der Steuerertrag aufgrund von Steuererstat-tungen aus den Vorjahren betrug 2025 EUR 0,5 Mio. (2024: EUR 0,1 Mio.).

    Der Jahresüberschuss der MPC Capital AG erhöhte sich auf EUR 9,7 Mio. (2024: EUR 9,3 Mio.). Nach Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von EUR 9,5 Mio. (2024: EUR 9,5 Mio.) verblieb ein ausschüttbarer Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von EUR 10,6 Mio. (2024: EUR 10,4 Mio.).

    VERMÖGENS- UND F INANZL AGE DES KONZERNS

    Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich durch den Anstieg des Umlaufvermögens zum

    31. Dezember 2025 auf EUR 166,2 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 161,4 Mio.).

    Das Finanzanlagevermögen, das im Wesentlichen das Co-Investment-Portfolio des MPC Capital-Konzernsabbildet, verringerte sich im Zuge der Ausschüttung eines Investment-Vehikels für maritime Assets auf EUR 83,6 Mio. zum 31. Dezember 2025 (31. Dezember 2024: EUR 84,1 Mio.). Entsprechend verringerte sich auch das gesamte Anlagevermögen von EUR 91,3 Mio. auf EUR 90,9 Mio. zum 31. Dezember 2025. Auf immaterielle Vermögensgegenstände entfielen EUR 5,6 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 5,3 Mio.). Der Anstieg ist auf die Akquisition der Bestship und die hierdurch erhöhten Geschäfts- oder Firmenwerte zurückzuführen.

    Das Umlaufvermögen erhöhte sich durch den Anstieg von Forderungen und der Liquidität von EUR 69,7 Mio. zum Jahresende 2024 auf EUR 74,8 Mio. zum 31. Dezember 2025. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen zum 31. Dezember 2025 auf EUR 39,4 Mio. zu (31. Dezember 2024: EUR 36,4 Mio.) und sind auf den Anstieg von Forderungen gegenüber Beteiligungen zurückzuführen.

    Die Liquidität im Konzern (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) erhöhte sich zum 31. Dezember 2025 auf EUR 35,4 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 33,2 Mio.).

    Das Eigenkapital erhöhte sich durch den gestiegenen Bilanzgewinn von EUR 130,7 Mio. zum

    31. Dezember 2024 auf EUR 144,3 Mio. zum 31. Dezember 2025. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich dadurch von 81,0% auf 86,8%.

    Rückstellungen waren zum 31. Dezember 2025 in Höhe von EUR 13,5 Mio. gebildet (31. Dezember 2024: EUR 21,6 Mio.). Der Rückgang steht zum einen im Zusammenhang mit der erfolgreichen Integration der Zeaborn-Gruppe und zum anderen mit geringeren Rückstellungen für Steuern und für Rechts- und Beratungskosten sowie mit der Auflösung sonstiger Rückstellungen für ehemalige Geschäftsaktivitäten.

    Die Verbindlichkeiten lagen zum 31. Dezember 2025 bei EUR 8,3 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 9,0 Mio.). Dabei stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Zuge der Aufstockung eines bestehenden Bankdarlehens um EUR 0,5 Mio. sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,4 Mio. an. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2,1 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 3,6 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen Stichtagseffekt in Verbindung mit Verbindlichkeiten aus C02-Zertifikaten zurückzuführen.

    Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 11,6 Mio. (2024: EUR 20,7 Mio.). Der positive Cashflow resultiert sowohl aus dem Dienstleistungsgeschäft als auch aus dem Co-Investment-Portfolio der MPC Capital. Der Vorjahreszeitraum war geprägt durch Einzahlungen, die im Zusammenhang mit der Ablieferung von Container-schiffs-Neubauten standen.

    Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 0,1 Mio.(2024: EUR -31,3 Mio.). Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von EUR 2,3 Mio. (2024: EUR 6,0 Mio.) betrafen im Wesentlichen die Beteiligung an der Bestship. Aus der Tätigkeit als Co-Investor an Investment-Projek-ten resultierten Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von EUR 2,5 Mio.

    (2024: EUR 34,9 Mio.). Das Vorjahr war geprägt von der Erhöhung der Beteiligung an der MPC Container Ships ASA. Dem gegenüber standen Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von EUR 3,7 Mio. (2024: EUR 5,4 Mio.). Im Geschäftsjahr 2025 erhielt MPC Capital Zinsen und Dividenden aus Beteiligungen und Ausleihungen in Höhe von EUR 0,6 Mio. (2024: EUR 2,9 Mio.).

    Im Geschäftsjahr 2025 hat MPC Capital Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,5 Mio. (2024: EUR 3,5 Mio.) durch die Aufstockung eines Bankdarlehens aufgenommen. Dem gegenüber standen Tilgungs- und Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. (2024: EUR 0,9 Mio.). Die Auszahlung der Dividende der MPC Capital AG in Höhe von EUR 9,5 Mio. (2024: EUR 9,5 Mio.) führte im Berichtsjahr zu einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR -9,6 Mio. (2024: EUR -17,3 Mio.). Das Vorjahr war zudem geprägt durch Auszahlungen und Dividendenzahlungen an andere Gesellschafter.

    Insgesamt erhöhte sich der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Jahres auf EUR 35,4 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 33,2 Mio.).

    VERMÖGENS- UND F INANZL AGE DER AG (MUTTERUNTERNEHMEN)

    Die Bilanzsumme der MPC Capital AG erhöhte sich zum 31. Dezember 2025 auf EUR 166,6 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 152,5 Mio.). Das Anlagevermögen, das im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Finanzanlagen) sowie in geringem Umfang Sachanlagen umfasst, verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 auf EUR 112,6 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 116,4 Mio.).

    Das Umlaufvermögen umfasste Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 33,6 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 16,1 Mio.). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme von Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten lagen zum 31. Dezember 2025 mit EUR 20,3 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2024: EUR 19,9 Mio.).

    Auf der Passivseite lag das Eigenkapital nahezu unverändert auf einem Niveau von EUR 110,2 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 110,1 Mio.). Die Eigenkapitalquote verringerte sich durch die gestiegene Bilanzsumme auf 66,2 % (31. Dezember 2024: 72,2 %).

    Die Rückstellungen lagen mit EUR 3,7 Mio. aufgrund geringerer Steuerrückstellungen unter dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2024: EUR 5,8 Mio.). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich auf EUR 52,6 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 36,6 Mio.). Sie resultierten im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

    GRUNDSÄTZE UND Z IELE DES F INANZMANAGEMENTS

    Ziel des Finanzmanagements der MPC Capital AG ist die Sicherstellung der finanziellen Stabilität und des unternehmerischen Handlungsspielraums der Gruppe. Das Liquidi-tätsmanagement des MPC Capital-Konzerns bildet auf Basis eines Planungsmodells den kurz- und langfristigen Liquiditätsbedarf des Konzerns ab. Die Liquiditätsplanung und die Liquiditätslage nehmen einen zentralen Stellenwert innerhalb des Risikomanagements des MPC Capital-Konzerns ein.

    GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAF TLICHEN L AGE

    Die wirtschaftliche Lage des MPC Capital-Konzerns als auch die des Mutterunternehmens hat sich im Geschäftsjahr 2025 erwartungsgemäß stabil entwickelt. Der Ausbau der Management-Plattformen und ein Transaktionsvolumen von EUR 1,8 Mrd. haben zu einem Umsatz geführt, der mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Negative Währungseffekte aufgrund einer schwachen Entwicklung des US-Dollars konnten dabei weitestgehend kompensiert werden.

    Ein noch einmal verbessertes Finanzergebnis mit anhaltend hohen Rückflüssen aus dem Co-Investment-Portfolio sorgten wiederum für einen Anstieg des Vorsteuerergebnisses um 3 %. Es lag mit EUR 25,3 Mio. im Rahmen des prognostizierten Korridors von EUR 25,0 Mio. bis EUR 30,0 Mio.

    Mit der erfolgreichen Integration von Zeaborn und der Akquisition von Bestship konnte MPC Capital seine Management-Plattform im Shipping-Bereich weiter ausbauen. Die Assets under Management stiegen zum Ende des Geschäftsjahres auf rund EUR 5,4 Mrd. Der Zuwachs wurde vollständig von maritimen Assets getragen.

    Dividendenvorschlag in Höhe von EUR 0,27 je Aktie

    Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2025 beabsichtigt der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der MPC Capital AG, der Hauptversammlung am

    28. August 2026 eine Dividende von EUR 0,27 für das Geschäftsjahr 2025 vorzuschlagen. Die Höhe des Vorschlags entspricht der im vergangenen Jahr ausgeschütteten Dividende. Ausgehend von einem durchschnittlichen Aktienkurs von 5,02 EUR im Jahr 2025 würde die Dividendenrendite 5,4 % betragen. Die Ausschüttungsquote läge bei 41 % und damit im Rahmen der in der Dividendenpolitik des Unternehmens angestrebten Ausschüttung einer Dividende von bis zu 50 % des Konzerngewinns nach Abzug nicht beherrschender Anteile (abhängig von bestehenden Wachstumschancen).

    MPC Capital Dividende

    Dividendenrendite**

Dividende gemäß Dividendenpolitik Sonderdividende

5,4 %

6,5 %

8,6 %

6,2 %

4,0 %

Die Liquidität im Konzern lag mit EUR 35,4 Mio. zum Bilanzstichtag auf einem aus Sicht des Managements weiterhin komfortablen Niveau, das die Basis für die weitere Entwicklung der Gesellschaft darstellt. Vor dem Hintergrund der Bestrebungen zur Erreichung der globalen Klimaziele und dem hiermit in Verbindung stehenden Investitionsbedarf in Sachwert-Projekte ergeben sich für MPC Capital zusätzliche Wachstumschancen.

Die wesentliche Herausforderung besteht weiterhin darin, unter den volatilen makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen attraktive Investitionsziele zu identifizieren sowie ausreichend Zugang zu institutionellen Investoren zu finden, um das Geschäft weiter auszubauen.

0,12€

0,03€

0,09€

2021

0,20€

0,13€

0,07€

2022 (adj.)*

0,27€

0,19€

0,08€

2023

0,27€

0,24€

0,03€

2024

0,27€

0,27€

2025 P

* adjustiert um den Sondererlös aus dem Verkauf des niederländischen Immobiliengeschäfts

** basierend auf dem durchschnittlichen Aktienkurs (Xetra) im jeweiligen Geschäftsjahr

  1. ‌Sonstige Angaben

    BERICHT DES VORSTANDS ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN GEMÄSS § 312 AKTG

    Die MPC Capital AG ist ein von der Thalvora Holdings GmbH, Hamburg, Deutschland, abhän-giges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der MPC Capital AG hat deshalb gemäß

    § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

    "Der Vorstand der MPC Capital AG erklärt hiermit, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht in irgendeiner Weise benachteiligt worden ist. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

  2. Chancen- und Risikobericht

GRUNDL AGEN

Die Geschäftsstrategie der MPC Capital ist auf ein nachhaltiges Wachstum und die Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Bei der Verfolgung dieses Ziels gilt es, unangemessene Risiken zu steuern oder zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Planung und Umsetzung dieser Strategie. Die grundlegenden Richtlinien werden durch den Vorstand festgelegt.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement beschäftigt sich mit der Identifikation der Risiken im MPC Capital-Konzern, deren Analyse und Bewertung, Überwachung und Steuerung.

In regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal pro Jahr, wird im Rahmen des Risiko-managementprozesses eine konzernweite Risikoinventur durchgeführt. Die Risikoinventur erfolgt nach einem "Bottom-up-Prinzip" durch die einzelnen Geschäftseinheiten. Verantwortlich dafür sind Risikomanagement-Verantwortliche innerhalb der jeweiligen Einheiten, die den potenziellen Risiken Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen zuordnen. Diese Informationen werden im Bereich Konzerncontrolling aggregiert und im Rahmen eines Berichtswesens erfasst und wiedergegeben.

Durch das integrierte, regelmäßige Berichtswesen wird der Vorstand über die Entwicklung der Risikosituation der einzelnen Einheiten und des gesamten MPC Capital-Konzerns informiert. Bei außergewöhnlichen und /oder außerplanmäßigen Veränderungen der Risiko-position ist der Vorstand zudem unverzüglich im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems zu informieren; dieser muss gegebenenfalls auch den Aufsichtsrat umgehend über die Veränderung der Risikosituation in Kenntnis setzen.

Das Risikomanagementsystem des MPC Capital-Konzerns ermöglicht eine konzernweite, systematische Risikosteuerung und eine frühzeitige und ausreichende Risikovorsorge. Das Risikomanagement ist ein dynamischer und sich weiterentwickelnder Prozess. Erkenntnisse, die im täglichen Umgang mit Risiken und der Risikovorsorge gewonnen werden, leisten einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Optimierung des Systems.

Darstellung der Chancen und Risiken

Die Kategorisierung der wesentlichen Chancen und Risiken des MPC Capital-Konzerns entspricht der für Zwecke des Risikomanagements intern vorgegebenen Struktur und folgt der Bruttobetrachtung. Die MPC Capital AG ist als Mutterunternehmen des MPC Capital-Kon-zerns in das Risikomanagementsystem eingebunden. Die Angaben gelten grundsätzlich auch für den Jahresabschluss der MPC Capital AG.

Folgende wesentliche Chancen und Risiken für das Geschäft des MPC Capital-Konzerns wurden identifiziert:

CHANCEN

Umfeld- und marktbezogene Chancen

Der weltweit hohe Investitionsbedarf im Zuge der ökologischen Transformation, der Dekarbonisierung von Industrie und Transport sowie des Ausbaus resilienter Energie- und Lieferketten eröffnet MPC Capital zusätzliche Wachstumschancen. Nach Schätzungen der International Energy Agency (IEA) sind zur Erreichung der globalen Klimaziele weltweit jährliche Energieinvestitionen in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar erforderlich, wobei insbesondere erneuerbare Energien, Netzinfrastruktur und Speicherlösungen überproportional wachsen.

Auch im maritimen Sektor führen verschärfte regulatorische Vorgaben zur Reduktion von CO2-Emissionen (u. a. IMO-Strategie zur Dekarbonisierung der Schifffahrt) zu einem erheblichen Modernisierungs- und Investitionsbedarf. Die Erneuerung und Umrüstung bestehender Flotten, Investitionen in alternative Antriebstechnologien sowie Effizienzsteigerungen bei Neubauten schaffen langfristige Investitionsopportunitäten in maritimen Assets.

Parallel hierzu gewinnt der Markt für alternative Assets weiter an Bedeutung. Marktanalysen gehen davon aus, dass die globalen Assets under Management (AuM) in alternativen Anlageklassen bis 2030 auf über USD 30 Billionen ansteigen könnten. Institutionelle Investoren planen dabei, insbesondere ihre Allokationen in Infrastruktur und Real Assets zu erhöhen, da diese Anlageklassen stabile Cashflows, Inflationsschutz und Diversifikation gegenüber traditionellen Assetklassen bieten. Laut aktuellen Branchenstudien plant ein signifikanter Anteil institutioneller Anleger, das Engagement im Bereich Infrastruktur in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Vor diesem Hintergrund sieht die MPC Capital-Gruppe ein strukturell attraktives Markt-potenzial für sachwertbasierte Investmentlösungen in den Bereichen Maritime und Energy Infrastructure. Die Fähigkeit, Investoren und geeignete Investitionsobjekte strukturiert zusammenzuführen, maßgeschneiderte Investmentstrukturen zu entwickeln und Assets über ihren gesamten Lebenszyklus technisch und kommerziell zu managen, stellt dabei einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar.

Zudem können sich in Phasen erhöhter Marktvolatilität und temporärer Marktkorrekturen Opportunitäten für attraktive Einstiegsniveaus ergeben. Bewertungsanpassungen, restriktivere Kreditvergaben oder Konsolidierungstendenzen im Markt können - bei disziplinierter Investitionsprüfung - zusätzliche Wachstumschancen eröffnen.

Insgesamt sieht MPC Capital in den langfristigen Megatrends Energiewende, nachhaltige Modernisierung maritimer Flotten sowie globaler Infrastrukturentwicklung substanzielle Wachstumsperspektiven für das eigene Geschäftsmodell.

Wettbewerbschancen

MPC Capital ist ein global agierender Investment Manager für Infrastrukturprojekte. In den Bereichen Maritime und Energy Infrastructure initiiert und verwaltet MPC Capital Investmentlösungen für institutionelle Investoren. Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen werden dabei individuelle Investitionsmöglichkeiten und Dienstleistungen für nationale und internationale institutionelle Investoren, Family Offices und dritte Unternehmen entwickelt und angeboten.

Das Produkt- und Dienstleistungsangebot konzentriert sich dabei auf die Bereiche Maritime und Energy Infrastructure. In beiden Geschäftsfeldern verfügt die MPC Capital-Gruppe über einen nachweisbaren, umfassenden Track Record. Bei der Sicherung attraktiver Projekte sowie deren Umsetzung kann sich die Gruppe zudem auf ein breites internationales Netzwerk aus Geschäftspartnern und Partnerunternehmen stützen.

Chancen aus der Co-Investmentstrategie

Um den Gleichlauf der Interessen von Investor und Investment Manager sicherzustellen, beteiligt sich die MPC Capital-Gruppe in Abstimmung mit den Investoren in Bezug auf das jeweilige Projekt in der Regel mit maximal bis zu 10 % des Eigenkapitals des Investitions-projekts ("Co-Investment"). Kern der Strategie ist es, prinzipiell keine Assets vollständig zu bilanzieren, sondern lediglich den Co-Investment-Anteil, um die Abhängigkeit von möglichen Markt- und Bewertungsschwankungen so gering wie möglich zu halten ("asset light"). Die aus der Wertsteigerung der Beteiligungen erzielten Erlöse werden als sonstige betriebliche Erträge oder Erträge aus Beteiligungen in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet.

RISIKEN

Umfeld- und marktbezogene Risiken

Umfeldbezogene Risiken

Die wirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 2026 und 2027 ist mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Internationale Organisationen weisen darauf hin, dass die globale Konjunktur anfällig für politische, geopolitische und finanzwirtschaftliche Störungen bleibt.

Ein zentrales Risiko besteht in einer möglichen Verschärfung handelspolitischer Spannungen zwischen großen Wirtschaftsblöcken. Protektionistische Maßnahmen, insbesondere zusätzliche Zölle oder handelspolitische Restriktionen, könnten zu einer Beeinträchtigung des Welthandels und zu einer Abschwächung des globalen Wachstums führen. Eine zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft könnte darüber hinaus Kapitalströme und Investitionsentscheidungen negativ beeinflussen.

Geopolitische Konflikte - insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie Spannungen im Nahen Osten - bergen weiterhin das Risiko steigender Energiepreise, unterbrochener Lieferketten und erhöhter Marktvolatilität. Eine Eskalation bestehender Konflikte oder das Entstehen neuer geopolitischer Krisen könnte sich unmittelbar auf die Finanzmärkte und die Realwirtschaft auswirken.

Zudem bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Inflations- und Zinsentwicklung. Zwar wird von einer weiteren Normalisierung der Inflationsraten ausgegangen, jedoch können erneute Preissteigerungen - etwa infolge geopolitischer Ereignisse oder angebotsseitiger Schocks - restriktivere geldpolitische Maßnahmen erforderlich machen. Ein höheres Zinsniveau oder erneute Zinserhöhungen könnten die Finanzierungsbedingungen verschlechtern, Bewertungen von Vermögenswerten beeinflussen und Investitionsentscheidungen verzögern.

Marktbezogene Risiken

Der wirtschaftliche Erfolg des MPC Capital-Konzerns ist von den Entwicklungen auf den globalen Finanz- und Kapitalmärkten abhängig. Starke Marktverwerfungen können Unternehmen wie die MPC Capital in ihrer Existenz bedrohen. Negative Entwicklungen können dabei nicht nur die Initiierung neuer Investmentprojekte und Dienstleistungen gefährden, sondern auch den Verlauf bestehender sachwertbasierter Kapitalanlagen und Investitionen beeinträchtigen und die Reputation der Marke MPC Capital schädigen.

Ferner kann sich ein nachhaltig hohes Zinsniveau positiv auf andere Anlageformen auswirken und dazu führen, dass die Nachfrage nach sachwertbasierten Investitionen und Kapitalanlagen stagniert oder sich sogar rückläufig entwickelt.

Der MPC Capital-Konzern entgegnet den marktbezogenen Risiken, indem bei der Identifizierung von Anlagezielen stets auch Argumente der Diversifikation und Konjunkturzyklen berücksichtigt werden.

Steigende Nachhaltigkeitsanforderungen

Zunehmende Anforderungen von Regierungen, Investoren und Geschäftspartnern in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte sowie Finanzierungsbeschränkungen für treibhausgasintensive Assets könnten für die MPC Capital-Gruppe zu zusätzlichen Kosten führen. Neue regulatorische Rahmenbedingungen oder aber auch eine Selbstverpflichtung gegenüber eigenen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen bergen zusätzliche Haftungsrisiken. Darüber hinaus kann ein geschäftliches Engagement in Bereichen, die im Fokus gesellschaftlicher Diskussion zur Nachhaltigkeit stehen, negativ wahrgenommen werden und negative Medien-aufmerksamkeit auslösen. Dies könnte zu Reputationsschäden führen und sich negativ auf die Erreichung der Geschäftsziele auswirken.

MPC Capital entgegnet diesen Risiken unter anderem mit dem Ausbau der eigenen ESG-Prozesse und einer entsprechenden ESG-Berichterstattung unter Einbindung marktfüh-render Standards und Rahmenwerke. MPC Capital verfolgt in diesem Zusammenhang die Umsetzung der europäischen Rahmenvorgaben eng und bereitet sich entsprechend auf die Anforderungen auf das Risikomanagement und die (nicht-) finanzielle Berichterstattung vor.

Verfügbarkeit von Sachwerten

Als Investment Manager für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen ist MPC Capital auf eine geeignete Auswahl an attraktiven Sachwerten aus den Bereichen Maritime und Energy Infrastructure angewiesen. Weltwirtschaftliche, wettbewerbliche und regulatorische Veränderungen können hier einen wesentlichen Einfluss auf die Verfügbarkeit haben. Durch Diversifikation, ein umfangreiches Portfolio an Bestandsfonds und Investment-Plattformen, ein breites Netzwerk an Partnern und gute Marktzugänge kann das Risiko einer mangelnden Verfügbarkeit von geeigneten Assets bei MPC Capital als gering eingestuft werden.

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MPC Münchmeyer Petersen Capital AG published this content on April 09, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on April 09, 2026 at 05:07 UTC.