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EVONIK INDUSTRIES AG

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Deutscher Konzern Evonik kommt besser durch die Corona-Krise als befürchtet

15.10.2020 | 15:16

ESSEN (awp international) - Kostensenkungen sowie gute Geschäfte mit Produkten für Hygieneanwendungen und die Bauwirtschaft helfen dem Spezialchemiekonzern Evonik durch die Corona-Krise. Hinzu kommt die Erholung der Autobranche, die zuletzt an Schwung gewann. Insgesamt verbesserte sich laut dem Unternehmen der positive Trend im abgelaufenen dritten Quartal von Monat zu Monat. Evonik-Chef Christian Kullmann traut sich nun nach einer überraschend robusten Gewinnentwicklung einen präziseren Jahresausblick zu. Für den freien Mittelzufluss wird er sogar optimistischer.

Die Evonik-Aktien dämmten ihre Verluste auf die Nachrichten hin am Donnerstagnachmittag ein wenig ein, notierten im Sog eines schwachen Aktienmarktes aber immer noch mehr als zwei Prozent im Minus. Zudem hatten bereits andere Chemieunternehmen wie Covestro und BASF über bessere Geschäfte berichtet als erwartet.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Evonik sank im dritten Quartal im Jahresvergleich um etwas mehr als 4 Prozent auf 519 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen in Essen mitteilte. Der Rückgang sei damit deutlich geringer ausgefallen als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Zudem war das Minus im Jahresvergleich im zweiten Quartal viel höher gewesen. Das bereinigte Konzernergebnis sank im dritten Jahresviertel den Angaben zufolge um rund 5 Prozent auf 186 Millionen Euro.

Robust liefen weiterhin die Geschäfte mit Produkten für die Windkraftbranche sowie mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Aber auch die Bauindustrie fragte rege nach. So litt der Bauboom in der Corona-Krise bislang kaum. Hier stellt Evonik unter anderem Stoffe her, die Böden und andere Oberflächen unempfindlich machen.

Insgesamt hielten sich die Sparten Specialty Additives, Nutrition & Care und Smart Materials, die Evonik als Wachstumsbereiche sieht, denn auch vergleichsweise gut. Sie bedienen unter anderem die Tierfutter- und Lebensmittelindustrie und die Pharmabranche, stellen aber auch Desinfektionsmittel, Materialien für den 3D-Druck und Flammschutzmittel her.

Im vierten Segment Performance Materials brach der ohnehin schon niedrige Gewinn am stärksten ein. Allerdings haben die Essener in diesem Bereich erst in diesem Jahr die Geschäftsfelder neu zusammengefasst, für die im Grunde keine Wachstumsinvestitionen mehr geplant sind. Dazu zählt auch das Baby-Care-Geschäft rund um saugstarke Materialien etwa für Windeln, das verkauft werden soll.

Im Gesamtjahr 2020 peilt Evonik-Chef Kullmann nun ein bereinigtes operatives Konzernergebnis zwischen 1,8 und 2,0 Milliarden Euro erreichen, nach 2,15 Milliarden im Vorjahr. Damit wurde der Ausblick auf der Ober- und der Unterseite um je 100 Millionen Euro eingeengt. Die Umsatzprognose bleibt bei 11,5 bis 13 Milliarden Euro. Hier waren es 2019 noch 13,1 Milliarden Euro gewesen.

Beim freien Mittelzufluss (Free Cashflow) sollen es 2020 nun rund 700 Millionen Euro werden. Bislang lautete das Ziel ein Drittel des bereinigten Ebitda, was auf Basis der alten Jahresziele nur im besten Fall rund 700 Millionen gewesen wären.

In den ersten neun Monaten erzielte Evonik hier bereits 417 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen neben Kostensenkungen auch von geringeren Bonuszahlungen an die Mitarbeiter und niedrigeren Steuern./mis/eas/jha/


© AWP 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ALTEN -0.50%88.8 Realtime Kurse.-20.67%
BASF SE -1.26%60.2 verzögerte Kurse.-9.47%
COVESTRO AG -0.85%46.6 verzögerte Kurse.13.39%
EVONIK INDUSTRIES AG 0.12%25.4 verzögerte Kurse.-6.76%
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Finanzkennziffern
Umsatz 2020 12 174 Mio 14 746 Mio -
Nettoergebnis 2020 568 Mio 688 Mio -
Nettoverschuldung 2020 3 450 Mio 4 179 Mio -
KGV 2020 21,4x
Dividendenrendite 2020 4,53%
Marktkapitalisierung 11 801 Mio 14 258 Mio -
Marktkap. / Umsatz 2020 1,25x
Marktkap. / Umsatz 2021 1,17x
Mitarbeiterzahl 32 822
Streubesitz 41,1%
Chart EVONIK INDUSTRIES AG
Dauer : Zeitraum :
Evonik Industries AG : Chartanalyse Evonik Industries AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse EVONIK INDUSTRIES AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 21
Mittleres Kursziel 26,86 €
Letzter Schlusskurs 25,37 €
Abstand / Höchstes Kursziel 30,1%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 5,86%
Abstand / Niedrigstes Ziel -21,2%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Christian Kullmann Chairman-Executive Board
Bernd Tönjes Chairman-Supervisory Board
Ute Wolf Chief Financial Officer
Andreas Fischer Chief Innovation Officer
Siegfried Luther Independent Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
EVONIK INDUSTRIES AG-6.76%14 258
SHIN-ETSU CHEMICAL CO., LTD.46.97%70 400
BASF SE-9.47%67 657
DUPONT DE NEMOURS, INC.-0.37%46 937
ROYAL DSM N.V.17.74%28 006
FMC CORPORATION19.14%15 332