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MÄRKTE EUROPA/Zinserhöhungen lösen weiteren Schwächeanfall aus

16.06.2022 | 16:18

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen zeigen sich am Donnerstagnachmittag in einer sehr schwachen Verfassung. Der DAX verliert 3,1 Prozent auf 13.071 Punkte und steht auf dem tiefsten Stand seit dem 8. März. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 2,7 Prozent auf 3.437 Punkte nach. "Die durchgreifende Zinswende trübt die Stimmung kräftig ein", so ein Marktteilnehmer. "Wir müssen drei Zinserhöhungen verarbeiten: in den USA, in der Schweiz und in Großbritannien", sagt er.

Am Anleihemarkt schießen die Renditen wieder nach oben, womit der steile Rückgang des Vortages direkt wieder umgekehrt wird. Auch sehr schwache US-Konjukturdaten konnten die Anleihenmärkte nur vorübergehend stützen. Ein Einbruch der Baubeginne und ein unerwartet deutlicher Rückgang der Kojunkturerwartungen in der Umfrage der Notenbankfiliale in Philadelphia schüren stattdessen die Rezessionsängste am Markt. Profiteuer ist der Goldpreis, der sich deutlich vom Tagestief gelöst hat und wieder über 1.830 Dollar je Feinunze steht.

Am Vormittag hat auch noch die Schweizer Notenbank (SNB) hat den Leitzins erhöht, und zudem auch noch überraschend kräftig um 0,5 Prozentpunkte. Eine Zinserhöhung galt im Vorfeld zwar als möglich, aber nicht ausgemacht, zumal die Inflation in der Schweiz zuletzt zwar gestiegen war, aber längst nicht so sehr wie in anderen Regionen der Welt. Der Franken schießt darauf um 2 Prozent nach oben und nähert sich mit 1,070 Franken je Euro der Parität. Der Schweizer Börsenindex SMI knickt um 2,9 Prozent ein. Die Zinserhöhung um 25 Basispunkte in Großbritannien am Mittag lag dagegen im Rahmen der Erwartungen.

Schon zum Start hatte die Erleichterung über die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank (Fed) nur kurz gehalten, nachdem am Vorabend die US-Börsen noch deutlich zugelegt hatten. Inzwischen sind die US-Börsen aber mit deutlichen Verlusten in den Handel gestartet, weil die Sorgen vor einem Abgleiten in die Rezession angesichts der starken Zinserhöhungen wieder die Oberhand gewinnen.

   Konsumabhängige Titel brechen ein - und Eon 

Vor den Aktienmärkten liegen laut Marktteilnehmern voraussichtlich weitere schwierige Monate, geprägt von steigenden Leitzinsen und Liquiditätsentzug bei zugleich steigenden Risiken einer Rezession. Die zinssensiblen Technikwerte fallen gemessen an ihrem Stoxx-Branchenindexx um 3,1 Prozent, die von der Konsumstimmung und den wegen der Inflation schrumpfenden Budgets der Verbraucher abhängenden Einzelhandelsaktien verlieren 3,3 Prozent, Öl- und Gaswerte 4,3 Prozent. Auch Chemie- und Bauwerte stehen stark unter Druck. Am besten halten sich noch die als defensiv und weniger zyklisch geltenden Aktien aus den Sektoren Telekommunikation, Nahrungsmittel und Pharma.

Bei den Einzeltiteln zeigt sich die Angst, dass die steigenden Zinsen und die Inflation auf den Konsum drücken. Im DAX fallen Zalando um 10,4 Prozent, für den Zalando-Wettbewerber Boohoo geht es nach Geschäftszahlen in London gleich um 12 Prozent nach unten. Jefferies spricht von einem schwierigen ersten Quartal. Delivery Hero fallen um 7,4 Prozent und Hellofresh um 8,1 Prozent. In der dritten Reihe des deutschen Markts sacken Ceconomy um mehr als 7 Prozent ab.

Daneben stehen im DAX Covestro mit 7,7 Prozent stark unter Druck, Infineon fallen um 4,9 Prozent. Eon brechen um 6,9 Prozent ein: Damit leiden sie unter der geringeren Durchleitung russischen Gases durch ihre Netze. Im MDAX geben Uniper 11,3 Prozent ab. Der Gaspreis schießt weiter nach oben, aktuell um 17 Prozent auf über 141 Euro je Megawattstunde, nachdem er zu Wochenbeginn noch bei 82 Euro gelegen hat.

Südzucker setzen auch in dem schwachen Gesamtmarkt ihre Rally fort. Der Kurs gewinnt weitere 3,1 Prozent auf 13,89 Euro. Sowohl Goldman Sachs als auch Warburg haben die Kursziele erhöht, Warburg auf 13,90 und Goldman auf 15 Euro. Angetrieben wird der Kurs nach wie vor von der Prognoseerhöhung nach der starken Qurtalsentwicklung mit dem hohen Ergebnisbeitrag von Cropenergies. Diese steigen um weitere 1,3 Prozent.

   Nordex-Aktie fliegt aus SDAX und TecDAX 

Nordex (-3%) leiden nur leicht unter der außerplanmäßigen Entnahme aus TecDAX und SDAX. Ungewöhnlich ist die Erklärung des Indexanbieters Qontigo. Er begründet den Schritt mit der "Verletzung von Basiskriterien" wie der fristgerechten Veröffentlichung von Quartalsberichten oder Quartalsmitteilungen. Die Änderungen werden zum 20. Juni 2022 wirksam. Nachrücker im SDAX sind Medios (-2,6%), im TecDAX rücken SMA Solar (+2,1%) nach. Nordex hat unterdessen mitgeteilt, neue Aufträge über 369 MW aus Kolumbien erhalten zu haben.

Von Vinci (-0,9%) sind am Vorabend laut den Citi-Analysten erfreuliche Verkehrszahlen gekommen. Angesichts der höheren Tarife, die damit verbunden seien, hält Citi den Aufschwung im Schwerlastverkehr für den Konzessions- und Baukonzern für ermutigend. Im Flughafensegment habe sich das gesamte Passagieraufkommen verglichen mit den Vormonaten verbessert.

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Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.437,00      -2,7%      -95,32     -20,0% 
Stoxx-50                3.379,71      -1,8%      -63,66     -11,5% 
DAX                    13.070,80      -3,1%     -414,49     -17,7% 
MDAX                   26.819,38      -3,5%     -964,89     -23,6% 
TecDAX                  2.793,26      -2,9%      -84,85     -28,8% 
SDAX                   12.087,09      -3,3%     -414,62     -26,4% 
FTSE                    7.057,03      -3,0%     -216,38      -1,5% 
CAC                     5.890,83      -2,3%     -139,30     -17,7% 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite       1,78                  +0,14      +1,96 
US-Zehnjahresrendite        3,41                  +0,12      +1,90 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Do, 8:20  Mi, 17:20   % YTD 
EUR/USD                   1,0436      -0,1%      1,0444     1,0399   -8,2% 
EUR/JPY                   138,64      -0,8%      140,03     139,93   +5,9% 
EUR/CHF                   1,0154      -2,2%      1,0379     1,0413   -2,1% 
EUR/GBP                   0,8527      -0,6%      0,8587     0,8629   +1,5% 
USD/JPY                   132,84      -0,8%      134,32     134,58  +15,4% 
GBP/USD                   1,2238      +0,5%      1,2147     1,2050   -9,6% 
USD/CNH (Offshore)        6,7207      +0,7%      6,7097     6,7217   +5,8% 
Bitcoin 
BTC/USD                20.840,82      -6,1%   22.119,18  21.216,85  -54,9% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                 112,75     115,31       -2,2%      -2,56  +54,9% 
Brent/ICE                 116,00     118,51       -2,1%      -2,51  +53,8% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.825,63   1.834,30       -0,5%      -8,67   -0,2% 
Silber (Spot)              21,50      21,69       -0,9%      -0,19   -7,8% 
Platin (Spot)             944,65     943,95       +0,1%      +0,70   -2,7% 
Kupfer-Future               4,06       4,16       -2,4%      -0,10   -8,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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