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ANALYSE/Bei verhärteter Inflation könnten Zutatenhersteller verblüffen

20.01.2022 | 16:01

Von Carol Ryan

NEW YORK (Dow Jones)--Unbekannte Größen fallen manchmal schwer ins Gewicht. Die Lebensmittelhersteller mit den besten Chancen, die Inflation zu bekämpfen, sind diejenigen, die die Anleger am wenigsten kennen. Es geht dabei um die Zutatenhersteller.

Da die Kosten entlang der globalen Lebensmittelversorgungskette zulegen, müssen die Käufer auf beiden Seiten des Atlantiks mehr für Lebensmittel bezahlen. Laut den zuletzt vom britischen Statistikamt veröffentlichten Daten lag die Inflation der Lebensmittelpreise in Großbritannien im Dezember 2021 bei 4,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Jahres 2020. In den USA stiegen die Preise für Lebensmittel, die zu Hause konsumiert werden, im Dezember um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während sie in der Eurozone um 4,6 Prozent nach oben schnellten.

Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat der Preisanstieg bei Lebensmitteln zwar noch immer nicht das Niveau der Finanzkrise von 2008 erreicht. Damals markierte die Lebensmittelinflation in den USA einen Höchststand von 7,6 Prozent und in Großbritannien von 13 Prozent. Die steigenden Preise übertreffen nun jedoch das Lohnwachstum in beiden Märkten, was für die Supermärkte und die Hersteller von verpackten Waren, die sie beliefern, zu einem Problem werden könnte.

Bisher waren die Verbraucher bereit, höhere Rechnungen zu akzeptieren, da sie während der Pandemie gespart hatten und daher relativ stark im Geld schwimmen. Dennoch müssen die Supermärkte die Inflation vorsichtig steuern, wenn man sich an der Geschichte orientiert. Nach der Finanzkrise "kam es in Großbritannien zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise um 30 Prozent, während sich die Löhne nicht verbesserten, so dass die Kaufkraft stark abnahm", gibt HSBC-Analyst Andrew Porteous zu bedenken. Dies veranlasste die europäischen Kunden, zu Discountern wie Lidl und Aldi in Deutschland zu wechseln.

 
Zutatenhersteller verfügen über reichlich Verhandlungsmacht 
 

Die Supermärkte werden nun nicht mehr bereit sein, Marktanteile aufzugeben, die sie erst gerade durch jahrelange hohe Investitionen zurückgewonnen haben. Aber sie haben dieses Mal weniger Spielraum, um Kosten zu absorbieren. Zwei der größten europäischen Lebensmittelhändler nach Marktwert, Tesco und Carrefour, haben laut Factset-Daten zwischen 2008 und 2020 jeweils 1,1 und 1,3 Prozentpunkte ihrer ohnehin schon geringen operativen Margen verloren. Sofern die Kaufkraft der Verbraucher nachlässt, haben die Supermärkte gute Gründe, sich gegen die Preiserhöhungsforderungen der großen Lebensmittelkonzerne zu wehren. Unternehmen wie Nestlé, Unilever und Danone werden mit Sicherheit mehr Geld verlangen. Nach Schätzungen von Bernstein könnten die europäischen Konsumgüterhersteller in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit einer Inflation ihrer Umsatzkosten von 12 Prozent bis 15 Prozent konfrontiert sein. Für schwächere Marken werden die Preisverhandlungen mit den Lebensmittelhändlern besonders hart sein.

Werte aus dem Bereich der Lebensmittelzutaten wie der Kakaoverkäufer Barry Callebaut sind vor diesem Druck möglicherweise besser geschützt. Doch auch ihre Kosten steigen. Der irische Zutatenhersteller Kerry meldete für sein drittes Quartal eine Rohstoffinflation von 2 bis 3 Prozent. Ihre Kunden, die Zutaten zu Markennahrungsmitteln verarbeiten, haben jedoch einen höheren Bedarf an Verpackungen und Transportmitteln, wo die Preise in die Höhe schießen. Die Hersteller von Zutaten haben außerdem häufiger die Möglichkeit, Preiserhöhungen durchzusetzen, da die Verhandlungsfenster weniger streng geregelt sind. Auf vielen europäischen Märkten finden Preisverhandlungen zwischen Lebensmittelmarken und Supermärkten nur einmal im Jahr statt. Und da sie in der Lage sind, die hochspezialisierten Zutaten, die globale Lebensmittelhersteller benötigen, in sehr großen Mengen zu liefern, können sie die Kosten weitergeben.

 
Supermärkten stehen bei weiterhin hoher Inflation schwere Zeiten bevor 
 

Sollte sich die Lebensmittelinflation unerwartet abschwächen oder durch ein starkes Lohnwachstum ausgeglichen werden, gibt es weniger Grund zur Sorge. Supermarktaktien könnten in diesem Szenario eine gute Wahl sein, da die Nachfrage nach Lebensmitteln hoch bleibt. Laut Bernstein rangierten die europäischen Lebensmittelumsätze 2021 in vielen Märkten um 10 Prozent über dem Niveau vor der Pandemie. Das trug dazu bei, dass die lokalen Lebensmittelaktien den MSCI Europe Index um 6 Prozent - einschließlich Dividenden - übertrafen. Dieses rosige Szenario erscheint jedoch zunehmend unwahrscheinlich. Da sich die Inflation durchsetzt, müssen die Anleger in der Nahrungskette weiter nach oben schauen.

Kontakt zur Autorin: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/axw/jhe

(END) Dow Jones Newswires

January 20, 2022 10:00 ET (15:00 GMT)

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