Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Nasdaq  >  Facebook    FB

FACEBOOK

(FB)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Entsetzen und große Sorge - Debatte über Alkoholverbot für Kneipen

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
11.08.2020 | 15:05

BERLIN (dpa-AFX) - Bis in die Morgenstunden steht die heiße Sommerluft derzeit in den Straßen der Berliner Innenstadt. Die Bänke vor Kneipen und Bier-Kiosken (in Berlin: "Spätis") sind in Kreuzberg, Neukölln und Mitte voll junger Menschen. Corona-Abstände, Masken, Kontaktlisten? Selten ist das die Priorität in den Partykiezen im heißen August. Eher kommt dem Beobachter 2raumwohnung in den Sinn: "36 Grad, und es wird noch heißer - mach den Beat nie wieder leiser - (...) das Leben kommt mir gar nicht hart vor".

Nach der Debatte um sorglose Partys in Parks bringt die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nun ein Alkoholverbot für Kneipen und Bars ins Spiel - zumindest wenn die ständigen Verstöße gegen die Corona-Verordnungen nicht enden. Unterstützung bekommt sie vom Neuköllner Bezirksbürgermeister, der sich gut auskennt in seinem Kiez und über manche Entwicklungen "entsetzt" ist. Aber eine seltene Koalition aus Linken, Grünen, FDP und Wirtschaft reagiert empört.

Die nachlässigen Kneipen würden ihr große Sorgen machen, hatte Kalayci bereits am Montag der "Berliner Morgenpost" gesagt. Bußgelder müssten "konsequent" verhängt werden. Konkreter wurde sie dann am Dienstag im RBB-Inforadio. Es gehe nicht um ein allgemeines Alkoholverbot. Problematisch seien aber bestimmte Straßen, wo sich "enge Menschenmassen" aufhielten und beim Trinken "ein sehr naher Kontakt" und "Partyatmosphäre" entstünde. "Das ist auf jeden Fall ein Infektionsrisiko."

Andere Bundesländer setzten ähnliche Strategien bereits um. So ist in Hamburg der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen in Szenevierteln am Wochenende seit Juli verboten, um die üblichen Massen-Partys auf der Straße zu verhindern. Im partyverwöhnten Berlin halten viele Einschränkungen beim Alkohol hingegen für undenkbar.

So twitterte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) ungewöhnlich harsch: "Diese #Alkoholverbot-Nummer ist eine Räuberpistole. Trägt nichts bei zur Pandemieeindämmung." Derartige Vorschläge solle man lieber "wenigstens drei Tage" bedenken und diskutieren.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sprach von mündigen Bürgern, die selbst entscheiden könnten. Und der Berliner FDP-Fraktionsvorsitzende Sebastian Czaja forderte, Alkohol lieber öffentlich zu trinken. Dort hätten Ordnungsamt und Polizei wenigstens etwas Kontrolle über das Geschehen.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) monierte erst, "Prohibitionsdiskussionen" würden nicht weiterhelfen. Am Dienstag betonte sie, auch die "gebeutelte Gastronomie" müsse die Regeln einhalten. Durchsetzten müssten sie aber Polizei und Ordnungsämter.

Genau daran hapert es oft in Berlin. Kontrollen fallen in der Hauptstadt ohne Sperrstunde, mit hunderten Spätis und Bars sowie jungen Touristen, die wegen billiger Kneipen, Clubs und Drogen anreisen, grundsätzlich schwer. Harte Sanktionen werden kaum verhängt.

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hatte am Wochenende sein Ordnungsamt zusammen mit der Polizei losgeschickt. Samstagnacht konnte man in der für ihre Kneipendichte bekannten Weserstraße beobachten, wie die Uniformierten von Bar zu Bar und Späti zu Späti zogen. Gäste mussten aufstehen, Kellner die eng auf dem Bürgersteig stehenden Tische wegräumen. Geschlossen wurde keine Bar.

Letztlich wurden laut Hikel aber nur 13 Bars kontrolliert. Sein Fazit am Dienstag bei Facebook: Er sei "entsetzt", "genau in einer Bar gab es keinerlei Beanstandung - in allen anderen hatten Ordnungsamt und Polizei alle Hände voll zu tun". Es gab demnach 15 Verstöße, weil keine Kontaktlisten geführt oder kein Mundschutz getragen wurde. Die meisten Kneipen hatten viel zu viele Tische oder Stühle auf dem Gehweg stehen. Statt auf Einsicht bei den trinkenden Menschen zu stoßen, hätten sich seine Leute "von vielen Gästen Vorträge über Corona-Verschwörungstheorien anhören" müssen.

Allein in Neukölln entstanden in den vergangenen Monaten in drei Kneipen neue Infektionsherde. In einem Fall suchte das Gesundheitsamt wegen unvollständiger Kontaktlisten mit einem Aufruf nach den Gästen. Mindestens 22 Infektionen wurden so bekannt.

Auch in Berlin-Mitte kontrollierte der Bezirk Ende Juli auf der Trinkmeile rund um Rosenthaler Platz und Torstraße. Das Ergebnis: 50 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Hygienevorschriften. Zuvor waren mindestens zehn Gäste einer Bar unter dem Berliner Fernsehturm positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Unterstützung für ein mögliches Alkoholverbot und Unmut über die Gegner findet sich im Internet schnell. Gerade die strikten Regeln für die Schüler und die Lockerheit vor den Kneipen versteht nicht jeder. "Lieber Schulen offen als betrunkene Touristen - warum hängt ein Kultursenator so am Alkoholausschank?", antwortet bei Twitter ein Schreiber. Lederer betont: "Aber rational müssen wir bleiben. Und kommunizieren. Sonst wird es chaotisch und niemand hält sich mehr an irgendwas."/rab/DP/fba


© dpa-AFX 2020
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
Alle Nachrichten auf FACEBOOK
22.09.Aktien New York Ausblick: Stabilisierung nach Kursrutsch
AW
21.09.Mitte-Links verteidigt die Toskana - Ja zu kleinerem Parlament in Rom
DP
21.09.CORONA-VORSORGE : Italien verlangt von Franzosen Virus-Tests
DP
21.09.Springer - Tesla-Chef Musk kommt zur Preisverleihung nach Deutschland
RE
21.09.ELON MUSK : Axel Springer Award geht an Elon Musk
DP
21.09.Facebook gegen Fake News im US-Wahlkampf
RE
20.09.ANTISEMITISMUSBEAUFTRAGTER : QAnon-Bewegung mehr in den Blick nehmen
DP
18.09.Keine Downloads von Tiktok mehr in den USA nach Sonntag
DP
18.09.EU : Mit Supercomputern und schnellem Netz ins 'digitale Jahrzehnt'
DP
18.09.Heftiger Streit über Lage in Belarus im UN-Menschenrechtsrat
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu FACEBOOK
02:08Asian stocks set to gain after Wall Street's tech bounce
RE
00:40Trump administration plans two meetings on Big Tech on Wednesday
RE
00:25Trump administration plans two meetings on Big Tech on Wednesday
RE
22.09.BÖRSE WALL STREET : U.S. Stocks End Higher as S&P 500 Snaps Losing Streak
DJ
22.09.Wall Street closes higher on Amazon boost, despite economic worries
RE
22.09.FACEBOOK : removes Chinese accounts active in Philippines and U.S. politics
RE
22.09.BÖRSE WALL STREET : U.S. Stocks End Higher as S&P 500 Snaps Losing Streak
DJ
22.09.FACEBOOK : Takes Down Two Networks for 'Inauthentic Behavior' on Behalf of a For..
DJ
22.09.Facebook says inauthentic chinese accounts in u.s. posted pro-trump and anti-..
RE
22.09.Facebook says inauthentic chinese accounts in philippines actively supported ..
RE
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 80 179 Mio - 68 471 Mio
Nettoergebnis 2020 23 254 Mio - 19 859 Mio
Nettoliquidität 2020 62 496 Mio - 53 370 Mio
KGV 2020 31,8x
Dividendenrendite 2020 -
Marktkapitalisierung 726 Mrd. 726 Mrd. 620 Mrd.
Marktkap. / Umsatz 2020 8,27x
Marktkap. / Umsatz 2021 6,47x
Mitarbeiterzahl 52 534
Streubesitz 83,8%
Chart FACEBOOK
Dauer : Zeitraum :
Facebook : Chartanalyse Facebook | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse FACEBOOK
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendAnsteigendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung KAUFEN
Anzahl Analysten 49
Mittleres Kursziel 291,00 $
Letzter Schlusskurs 254,75 $
Abstand / Höchstes Kursziel 31,5%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 14,2%
Abstand / Niedrigstes Ziel -52,9%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Mark Elliot Zuckerberg Chairman & Chief Executive Officer
Sheryl Kara Sandberg Chief Operating Officer & Director
David M. Wehner Chief Financial Officer
Michael Todd Schroepfer Chief Technology Officer
Atish Banerjea Chief Information Officer
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
FACEBOOK24.12%706 934
TWITTER24.49%31 471
MATCH GROUP, INC.30.13%27 783
LINE CORPORATION0.37%12 345
SINA CORPORATION0.78%2 631
NEW WORK SE-17.47%1 589