Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Covestro AG    1COV   DE0006062144

COVESTRO AG

(1COV)
  Report  
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
News-ÜbersichtNewsOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalysten Empfehlungen zu

Handelskonflikte bremsen BASF aus - Ziele kassiert

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
09.07.2019 | 14:15
The chemical company BASF building in Levallois-Perret is seen at sunset

- von Patricia Weiss

Für 2019 erwartet BASF jetzt einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns (Ebit) um bis zu 30 Prozent. Zuvor war der Vorstand von einem Zuwachs von ein bis zehn Prozent ausgegangen, wobei er das untere Ende der Spanne als realistischer eingeschätzt hatte. Analysten hatten aber schon daran ihre Zweifel, so dass die Gewinnwarnung nicht überraschend kam. Allein das Ausmaß fiel unerwartet hoch aus: "Die Senkung der Prognose ist extrem heftig, vor allem, wenn man überlegt, was das für die zweite Jahreshälfte bedeutet", sagte Arne Rautenberg vom Großinvestor Union Investment, der Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken.

Die Aktien von BASF fielen am Dienstag um mehr als fünf Prozent auf 59,17 Euro und waren damit sowohl im Dax als auch im EuroStoxx50 die größten Verlierer. Im Sog von BASF fielen auch die Papiere von Konkurrenten wie Covestro oder Lanxess. Das Kölner Chemieunternehmen Lanxess bekräftigte jedoch seine Ziele, worauf die Aktien ihre Verluste eingrenzten.

Bei BASF gingen Experten schon seit Wochen davon aus, dass die Ziele nicht zu halten sind. Analysten hatten zuletzt im Schnitt einen Ergebnisrückgang um gut sieben Prozent erwartet. Nun baut Brudermüller offenbar vor. "Jetzt hat man die Latte so tief gelegt, dass es nicht noch einmal eine Senkung der Prognose gibt", hieß es von einem führenden Fondsanbieter. Denn für Brudermülller, seit Mai vergangenen Jahres im Amt, war es bereits die zweite Gewinnwarnung, nachdem sich das Unternehmen Ende 2018 von seinen Jahreszielen verabschieden musste. Beim Umsatz rechnet BASF nun für 2019 mit einem leichten Rückgang statt mit einem Plus von bis zu fünf Prozent.

"FEHLSTART"

BASF hatte in seiner Prognose für diese Jahr eine leichte Erholung der Autoindustrie, eine Entspannung des Handelskonflikts zwischen den USA und China und einen Brexit ohne größere Verwerfungen unterstellt. "Im Laufe des Jahres bekommen wir etwas wirtschaftlichen Aufschwung", hatte er auf der Jahrespressekonferenz gesagt. Doch es kam anders. Die Hängepartie um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hält an, vor allem haben sich aber die Handelskonflikte nicht entschärft. "Der G20-Gipfel Ende Juni hat vielmehr gezeigt, dass nicht mit einer schnellen Entspannung im zweiten Halbjahr 2019 zu rechnen ist. Insgesamt bleibt die Unsicherheit hoch", teilte BASF nun mit.

Dem Konzern macht zudem die schwache Autoindustrie, insbesondere in China, zu schaffen. Sie ist mit einem Umsatzanteil von knapp 20 Prozent die größte Kundengruppe der Pfälzer. Im chinesischen Automarkt - dem weltgrößten - war der Absatz im Mai um mehr als 16 Prozent gefallen und damit so stark wie noch nie in einem Monat. Es war der elfte Rückgang in Folge. Gleichwohl bekräftigte BASF noch im Mai seine Ziele. "Brudermüller hat sich von der positiven Stimmung zu Jahresbeginn hinreißen lassen, er wollte es etwas positiver, dynamischer anpacken", sagte Fondsmanager Rautenberg. Er sprach von einem "Fehlstart" des promovierten Chemikers. Dieser kratze aber nicht nachhaltig am Vertrauen. "Das wird nicht das letzte große deutsche Unternehmen sein, dass seine Annahmen nach unten korrigieren muss."

Die Chemiebranche gilt als wichtiger Konjunkturindikator, da ihre Produkte praktisch in allen großen Industriezweigen benötigt werden. Der Branchenverband VCI hatte erst in der vergangenen Woche seine Prognose für dieses Jahr gesenkt und rechnet mit einem Produktionsrückgang von vier Prozent. Viele Forschungsinstitute haben angesichts der Industrierezession ihre Schätzungen für das deutsche Wirtschaftswachstum 2019 bereits gesenkt. Die Bundesregierung erwartet nur noch ein mageres BIP-Plus von 0,5 Prozent. Die Investment-Beratungsfirma Sentix, die den Börsianern regelmäßig den Puls fühlt, befürchtet sogar, dass eine Rezession der Gesamtwirtschaft unausweichlich erscheint. Mit der Autoindustrie kämpft eine der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft mit heftigem Gegenwind: die Folgen der Dieselaffäre, Unsicherheit im Zusammenhang mit möglicherweise drohenden US-Strafzöllen sowie hohe Anlaufkosten für die Umstellung auf Elektromobilität setzen ihr zu.

"KEIN STRUKTURELL ANGESCHLAGENES UNTERNEHMEN"

BASF bekommt zusätzlich auch noch Naturkatastrophen zu spüren. Den Konzern belastet ein schwaches Agrargeschäft nach den Überschwemmungen in den Farmstaaten im Mittleren Westen der USA im Frühjahr. Sie führten zu einer schwächeren Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln. Im zweiten Quartal sank der Umsatz von BASF nach vorläufigen Zahlen insgesamt um vier Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei voraussichtlich eine Milliarde Euro und damit um 47 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Endgültige Zahlen will der Konzern am 25. Juli veröffentlichen.

Brudermüller ist bereits dabei, BASF mit einer neuen Konzernstrategie wetterfest zu machen. Dazu gehört auch ein Sparprogramm. Diese Schritte wurden bereits im November bekannt gegeben und sollen ab Ende 2021 einen Ergebnisbeitrag von jährlich zwei Milliarden Euro bringen. Vor knapp zwei Wochen kündigte BASF an, weltweit 6000 der 122.000 Stellen zu streichen. Fondsmanager Rautenberg lobte: "Das, was er angepackt hat, hat er richtig gemacht. Die Umstrukturierung gefällt uns inhaltlich sehr gut." Und die eingeleiteten Maßnahmen sollten ausreichend sein. "Wir sprechen nicht über ein schrumpfendes oder strukturell angeschlagenes Unternehmen."

(Mitarbeit von Reinhard Becker, Hakan Ersen, redigiert von Kathrin Jones. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168.)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BASF SE -0.57%61.31 verzögerte Kurse.2.17%
COVESTRO AG -0.98%42.5 verzögerte Kurse.-0.60%
DAX 0.05%12433.71 verzögerte Kurse.17.73%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) 0.12%0.90427 verzögerte Kurse.0.04%
EURO STOXX 50 0.14%3525.64 verzögerte Kurse.16.69%
LANXESS -1.32%55.22 verzögerte Kurse.39.20%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu COVESTRO AG
16.07.Sicherheit mit Dividende - LBBW filtert Dividendenchampions aus
DP
16.07.COVESTRO : Keimzelle für technischen Fortschritt
PU
16.07.COVESTRO : Yolanda übernimmt die Covestro-Niederrheinwerke
PU
15.07.COVESTRO : Anziehen mit CO2
PU
15.07.AKTIEN-FLASH : Chemiesektor im Erholungsmodus
DP
12.07.COVESTRO : Windenergie im Aufwind
PU
12.07.AKTIEN IM FOKUS : Dax-Wochenverlierer Covestro, Deutsche Bank, Conti erholen sic..
DP
10.07.COVESTRO : Gas geben mit flammgeschützten Polycarbonaten
PU
10.07.COVESTRO : Nächste Generation elektronischer Pflaster
PU
09.07.Aktien Frankfurt Schluss: Gewinnwarnung von BASF drückt auf die Kurse
AW
Mehr News
News auf Englisch zu COVESTRO AG
10.07.ELECTRIC RACING CARS FOR THE FORMULA : Full throttle with flame-retardant polyca..
PU
09.07.Materials Down as BASF Warning, Rate Outlook Weigh - Materials Roundup
DJ
09.07.German shares drag Europe lower as BASF profit warning bites
RE
09.07.COVESTRO : DIP competition winner praised for research into breast cancer examin..
PU
09.07.BÖRSE WALL STREET : U.S. Stocks Open Lower, Following Europe Down
DJ
09.07.COVESTRO AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the German..
EQ
09.07.BASF shares tumble after chemicals giant slashes outlook
RE
09.07.European Stocks Slip, Led Lower by Chemical and Bank Shares
DJ
09.07.European Stocks Slip, Led Lower by Chemical and Bank Stocks
DJ
09.07.Europe Stocks Slip Amid Losses in Chemicals Shares
DJ
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (EUR)
Umsatz 2019 13 103 Mio
EBIT 2019 991 Mio
Nettoergebnis 2019 657 Mio
Schulden 2019 1 165 Mio
Div. Rendite 2019 5,54%
KGV 2019 11,9x
KGV 2020 11,3x
Marktkap. / Umsatz2019 0,69x
Marktkap. / Umsatz2020 0,68x
Marktkap. 7 816 Mio
Chart COVESTRO AG
Dauer : Zeitraum :
Covestro AG : Chartanalyse Covestro AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse COVESTRO AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung HALTEN
Anzahl Analysten 23
Mittleres Kursziel 49,94  €
Letzter Schlusskurs 42,78  €
Abstand / Höchstes Kursziel 40,3%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 16,7%
Abstand / Niedrigsten Ziel -1,82%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Markus Steilemann Chief Executive Officer
Richard Pott Chairman-Supervisory Board
Thomas Toepfer Chief Financial Officer
Klaus Schäfer Chief Technology Officer
Petra Kronen Vice Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
COVESTRO AG-0.60%8 280
LG CHEM LTD--.--%21 262
FORMOSA PLASTICS CORPORATION--.--%21 030
FORMOSA CHEMICALS & FIBRE CORPORATION--.--%18 483
LOTTE CHEMICAL CORP--.--%7 064
HENGYI PETROCHEMICAL CO LTD--.--%5 597