1. Startseite
  2. Aktien
  3. Russland
  4. Moscow Micex - RTS
  5. PJSC Gazprom
  6. News
  7. Übersicht
    GAZP   RU0007661625

PJSC GAZPROM

(766162)
  Bericht
Schlusskurs Moscow Micex - RTS  -  08.07.2022
198.00 RUB   +0.04%
08.08.Gas-Notfallplan tritt in Kraft - Bundesländer wollen mitbestimmen
DP
08.08.MODELLRECHNUNG BUNDESNETZAGENTUR : Gasnotlage kann vermieden werden
DP
08.08.EU-Notfallplan für Gas tritt am Dienstag in Kraft
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionen 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

Geywitz: 'Gesetzlich verordnetes Frieren' unsinnig

17.06.2022 | 15:26

(neu: Dena, Regierungsberater Kenning)

BERLIN (dpa-AFX) - In der Debatte über mögliche Gasengpässe in Deutschland hat sich Bauministerin Klara Geywitz gegen niedrigere Mindesttemperaturen für Wohnungen ausgesprochen. "Gesetzlich verordnetes Frieren halte ich für unsinnig", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Wirtschaftsminister Robert Habeck schließt als Konsequenz auf gesenkte Gaslieferungen durch Russland auch gesetzliche Maßnahmen zum Energiesparen nicht aus. "Wenn die Speichermengen nicht zunehmen, dann werden wir weitere Maßnahmen zur Einsparung, zur Not auch gesetzlich, vornehmen müssen", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstagabend in den ARD-"Tagesthemen".

Auf die Frage, ob das auch die Herabsetzung der vorgeschriebenen Mindesttemperatur in Wohnungen sein könne, antwortete Habeck: "Damit haben wir uns noch nicht intensiv auseinandergesetzt. Wir werden uns alle Gesetze, die dort einen Beitrag leisten, anschauen". Neben der Bundesnetzagentur haben die Wohnungswirtschaft sowie der Städte- und Gemeindebund niedrigere Vorgaben zu Mindesttemperaturen in Wohnungen gefordert, um auf Engpässe reagieren und Gas sparen zu können.

Der russische Staatskonzern Gazprom hat seine Lieferungen nach Deutschland durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream deutlich verringert. Damit in großem Umfang gespart werden kann, hatte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, auch die Absenkung von Vorgaben zum Heizen vorgeschlagen. Vermieter sollten die Heizungsanlage während der Heizperiode nicht mehr auf mindestens 20 bis 22 Grad hochstellen müssen, sondern die Vorgaben könnten zeitweise sinken.

Geywitz erwiderte nun: "In der Rechtsprechung sind 20 Grad Minimum festgelegt." Alles darunter könne sogar gesundheitsgefährdend sein und sei auch gebäudetechnisch zu kurz gedacht. Die Debatte führe ins Leere, weil mit einer Novellierung der Heizkostenverordnung Anfang Januar bereits monatliche Informationen über den Verbrauch an die Mieter gingen. "Sie können ihren Verbrauch also regelmäßig überprüfen und tun das allein aufgrund der Preise doch schon zunehmend." Sinnvoller seien praktische Informationen der Verbraucherzentralen und der Bundesregierung.

"Zum anderen müssen wir auch bei denen an die Tür klopfen, die die Heizungsanlagen im Blick haben, also zum Beispiel Hausmeister", sagte Geywitz. "Da werden wir gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft etwas bereitstellen."

Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) forderte bei einem Gasmangel eine Absenkung der Mindesttemperatur in den Wohnungen um bis zu 6 Grad: "Sollten die Gaslieferungen nach Deutschland künftig weiter deutlich eingeschränkt werden und es zu einer Mangelsituation kommen, sollte der Rechtsrahmen so angepasst werden, dass weitere Absenkungen der Mindesttemperatur auf eine maximale Untergrenze von 18 Grad tagsüber und 16 Grad nachts möglich werden", hatte GdW-Präsident Axel Gedaschko der Funke-Mediengruppe gesagt.

Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte andere Rahmenbedingungen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Rheinischen Post", die Mindesttemperatur von 20 Grad müsse geändert werden. "Auch eine Wohnung mit 18 oder 19 Grad kann noch gut bewohnt werden, und dieses vergleichsweise kleine Opfer sollten alle mittragen können."

Die bundeseigene Deutsche Energie-Agentur äußerte sich dagegen über eine gesetzlich verankerte Absenkung der Temperatur in Mietwohnungen kritisch. Auseinandersetzungen mit Vermietern um die Einhaltung der Heizungstemperatur seien schon heute ein großes Ärgernis für Mieter und Familien. "Ein solcher Vorschlag ist verbraucherfeindlich und schadet der Akzeptanz und damit dem Gelingen der Energiewende", sagte Dena-Chef Andreas Kuhlmann. Er schlug vor, digitale Thermostate und Messsysteme schnell einzusetzen, damit im Winter viele Haushalte versorgt sind. Das Einsparpotenzial liege damit bei über 10 Prozent.

Der Verbraucherexperte Peter Kenning sprach sich für Prämien für jene Verbraucher aus, die ihren Gasverbrauch im kommenden Winter stark verringern. "Bevor man zu gesetzlichen Einsparmaßnahmen greift, könnte man die Potenziale heben, die durch Anreize möglich sind", sagte der Wirtschaftswissenschaftler dem "Handelsblatt"./shy/DP/nas


© dpa-AFX 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DENA CO., LTD. -2.36%1905 verzögerte Kurse.10.16%
PJSC GAZPROM 0.04%198 Schlusskurs.-42.32%
PUBLIC JOINT STOCK COMPANY GAZPROM NEFT 0.61%390.3 Schlusskurs.-28.36%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) 1.01%61.125 verzögerte Kurse.-18.87%
Alle Nachrichten zu PJSC GAZPROM
08.08.Gas-Notfallplan tritt in Kraft - Bundesländer wollen mitbestimmen
DP
08.08.MODELLRECHNUNG BUNDESNETZAGENTUR : Gasnotlage kann vermieden werden
DP
08.08.EU-Notfallplan für Gas tritt am Dienstag in Kraft
DP
08.08.Nord-Stream-Turbine noch in Deutschland - Diskussion um Verschiffung
DP
05.08.Kanadische Regierung verteidigt Turbinen-Lieferung für Nord Stream 1
DP
04.08.NORD STREAM 1 : Nur eine von sechs Turbinen in Betrieb, Gazprom sagt
MT
04.08.Gazprom wird Miteigentümer des neuen Betreibers des Sachalin-2 LNG-Projekts
MT
03.08.Baerbock dankt Kanada für Turbine und bietet engere Kooperation an
DP
03.08.ROUNDUP 4/SCHOLZ : Gas-Turbine für Nord Stream 1 kann jederzeit geliefert werden
DP
03.08.GESAMT-SCHOLZ : Gas-Turbine für Nord Stream 1 kann geliefert werden
DP
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen
News auf Englisch zu PJSC GAZPROM
08.08.German, French 2023 quarterly power contracts set highs in nervous market
RE
08.08.Eastward gas flows via Yamal-Europe pipeline rise after a brief drop
RE
07.08.Russia's Gazprom says it will ship 41.3 mcm of gas to Europe on Sunday
RE
05.08.EUROPE GAS-UK prompt prices rise on lower wind, undersupply
RE
05.08.Yamal-Europe pipeline's eastward gas flows rise
RE
04.08.Nord Stream 1 Operating Only One Out of Six Turbines, Gazprom Says
MT
04.08.EUROPE GAS-UK prompt prices rise on lower wind, Dutch prices decline
RE
04.08.Petropavlovsk To Sell $600 Million Russian Business To UMMC
MT
04.08.Russia to spend $30 billion on Northern Sea Route by 2035
RE
04.08.Gazprom To Co-own New Sakhalin-2 LNG Project Operator
MT
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen auf Englisch
Analystenempfehlungen zu PJSC GAZPROM
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2022 163 Mrd. - 160 Mrd.
Nettoergebnis 2022 56 293 Mio - 55 308 Mio
Nettoverschuldung 2022 23 071 Mio - 22 667 Mio
KGV 2022 1,72x
Dividendenrendite 2022 21,2%
Marktwert 74 282 Mio 76 310 Mio 72 982 Mio
Marktwert / Umsatz 2022 0,60x
Marktwert / Umsatz 2023 0,79x
Mitarbeiterzahl 468
Streubesitz 50,5%
Chart PJSC GAZPROM
Dauer : Zeitraum :
PJSC Gazprom : Chartanalyse PJSC Gazprom | MarketScreener
Vollbild-Chart
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 4
Letzter Schlusskurs 3,14 $
Mittleres Kursziel 4,76 $
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 51,4%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Alexei Borisovich Miller Deputy Chairman & Chairman-Management Board
Viktor Alexeevich Zubkov Chairman
Denis Vladimirovich Fedorov Head-Marketing & Administration Department
Yuri Stanislavovich Nosov Head-Administration Department
Timur Askarovich Kulibayev Independent Director
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
PJSC GAZPROM-42.32%77 350
SAUDI ARABIAN OIL COMPANY20.75%2 297 056
SHELL PLC32.57%189 639
PETROCHINA COMPANY LIMITED-1.15%130 149
TOTALENERGIES SE9.55%127 251
EQUINOR ASA50.36%115 300