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Wirtschaftsministerium - Staat sollte sich nicht in Lieferketten einmischen

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15.09.2020 | 12:34
Aerial view of containers in a loading terminal of the harbour during the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in Bremerhaven

Der Chefvolkswirt des Bundeswirtschaftsministeriums, Philipp Steinberg, lehnt in der Debatte um neue Lieferketten ein staatliches Eingreifen weitgehend ab.

Es sei nicht Aufgabe der Politik, eine Rückverlagerung von Produktion im Zuge der Corona-Krise vorzuschreiben, sagte Steinberg am Dienstag auf einer digitalen Veranstaltung der Industriestaaten-Gruppe OECD. "Ein allgemeines Reshoring wird seitens der Bundesregierung nicht verfolgt." Die Unternehmen müssten selbst entscheiden, ob sie sich nach dem Ausfall vieler Lieferungen während der Virus-Pandemie hier breiter oder anders aufstellen wollten. "Wenn Marktversagen herrscht, hat der Staat eine Rolle", sagte Steinberg zur Frage möglicher Ausnahmen. Er wies in dem Zusammenhang auf medizinische Produkte während der Corona-Krise hin, als der Staat sich etwa um Beschaffung gekümmert und Produktion gefördert habe.

Wegen der Virus-Pandemie sind der Welthandel und damit viele globale Lieferketten eingebrochen. Dies trifft die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart. Das Münchner Ifo-Institut macht derweil einen Trend zu regionaleren Lieferketten aus. Dieses sogenannte Nearshoring sei allerdings keine Alternative, die alle Probleme löse, sagte Ifo-Expertin Lisandra Flach. Denn dies bremse ebenso wie das Reshoring letztlich die Wettbewerbsfähigkeit. "Zwischengüter würden auch teurer werden. Das muss uns klar sein."

Steinberg sagte, um sich kurzfristig gegen ähnliche Krisen besser zu wappnen, müssten die Firmen selbst Entscheidungen treffen. Der Staat könne hier eher über digitale Infrastruktur helfen, die ein besseres Management der Lieferketten ermögliche. Langfristig könne die Politik Forschung und Innovation fördern - wie zuletzt bei der Batteriezellenproduktion. Dies könne zwar teilweise zu einem Reshoring der Lieferketten führen. Der Chefökonom des Wirtschaftsministeriums betonte aber: "Grundsätzlich wollen wir an unserem globalisierten, arbeitsteiligen Wertschöpfungsmodell festhalten."

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