Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  ThyssenKrupp    TKA   DE0007500001

THYSSENKRUPP (TKA)
Meine letzten Aufrufe
Populärste Aktien
  Report  
ÜbersichtKurseChartsNewsAnalysenTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionen 
News-ÜbersichtNewsOffizielle PublikationenBranchennachrichtenTweets
OFFRE

Sorge vor weltweitem Handelskonflikt - Trump kündigt Stahl-Zölle an

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
02.03.2018 | 10:29

(Neu: Weitere Details)

WASHINGTON/BRÜSSEL (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump muss sich nach der Ankündigung von Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte auf heftige Gegenwehr wichtiger internationaler Handelspartner einstellen. Trump will die heimische Stahlindustrie mit Strafzöllen auf alle Stahlimporte in Höhe von 25 Prozent abschirmen. Auf Aluminium-Einfuhren sollen zehn Prozent erhoben werden. Details will Trump in der nächsten Woche bekanntgeben, wie er am Donnerstag in Washington angekündigt hatte.

Der weltgrößte Stahlproduzent China forderte die USA zur Zurückhaltung bei der Nutzung von Instrumenten des Handelsschutzes auf und mahnte Washington, sich an internationale Handelsregeln zu halten. "?Würden alle Länder dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgen, hätte dies zweifellos schwerwiegende Auswirkungen auf den internationalen Handel"??, sagte eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums am Freitag.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte bereits am Donnerstagabend in Brüssel Vergeltung angedroht: "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Industrie durch unfaire Maßnahmen getroffen wird, die Tausende europäische Arbeitsplätze gefährden." Juncker zweifelte die US-Begründung an, die Zölle dienten der nationalen Sicherheit. "Dies scheint eine unverhohlene Intervention zum Schutz der eigenen Industrie zu sein." Auch der US-Nachbar Kanada kündigte mögliche Gegenmaßnahmen an. Außenministerin Chrystia Freeland in Ottawa und bezeichnete die Ankündigung Trumps als "absolut inakzeptabel". Auch Brasilien schließt "Maßnahmen auf multilateraler oder bilateraler Ebene" nicht aus. Brasilien ist nach Kanada der zweitwichtigste Stahllieferant für die USA. Ähnlich äußerte sich Mexiko, ebenfalls ein wichtiger Lieferant.

Mit seinen Maßnahmen will Trump die schwächelnde heimische Industrie wieder aufpäppeln. "Wir werden neue Jobs bekommen und pulsierende Unternehmen", sagte Trump unter dem Beifall eingeladener US-Unternehmer im Weißen Haus. Die Börsen reagierten umgehend: Die US-Stahlwerte stiegen deutlich, der Dow Jones schloss aber klar im Minus - die Anleger befürchten einen Handelskrieg und durch potenziell höhere Stahlpreise Einbußen, etwa im Auto- oder im Flugzeugbau. Die Talfahrt im Dax <DE0008469008> setzte sich am Freitag fort. Der zunehmende Protektionismus in den USA ist für Anleger - neben anderen Problemen - eine Quelle der Nervosität.

Die angekündigten Zölle auf Stahl dürften die EU-Stahlexporte nach Amerika "von einem auf den anderen Tag" drastisch einschränken. Der europäische Stahlverband Eurofer geht von einem Minus von 50 Prozent oder mehr aus - bei einem aktuellen Volumen von rund fünf Millionen Tonnen aus der EU, wie es in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump heißt. Laut Eurofer betrifft das eine Gesamtmenge von 35 Millionen Tonnen im Gesamtwert von 30 Milliarden Dollar (2017). "Wir erwarten, dass die Zölle die US-Einfuhren um etwa 20 bis 25 Millionen Tonnen beschneiden", sagte Eurofer-Generaldirektor Axel Eggert.

Der deutsche Stahlhersteller Thyssenkrupp <DE0007500001> sieht sich von den angekündigten US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte direkt nur wenig betroffen. "Wir haben nur ein geringes Engagement in den USA", sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag zu dpa-AFX. Abzuwarten bleibe allerdings, ob es zu möglichen "Kaskadeneffekten" kommen werde.

Diese negativen Folgen für den europäischen Stahlmarkt hatte bereits der Präsident des deutschen Stahlverbandes, Hans Jürgen Kerkhoff, benannt. Angesichts der geplanten Zölle in den USA würden Exporteure ihre Augen auf den offenen EU-Markt richten, der durch keine Importzölle oder andere Handelshemmnisse beschränkt sei, hatte Kerkhoff gewarnt, der daher eine neue "Stahlschwemme" aus nicht EU-Ländern befürchtet. Auch ein Sprecher von Salzgitter verwies auf die Aussagen Kerkhoffs.

Die Stahl-Politik ist elementarer Teil der "America First"-Politik der Trump-Administration. Die Zölle, mit denen die USA angeblichen Dumping-Praktiken im Ausland begegnen wollen, sollen für "eine lange Zeitspanne" gelten, sagte Trump. Im internen Streit innerhalb des Weißen Hauses hat sich damit nach Auffassung von US-Beobachtern der Handels-Hardliner Peter Navarro gegen moderatere Kräfte wie etwa Trump-Wirtschaftsberater Gary Cohn durchgesetzt.

Die Maßnahme gilt als juristisch heikel. "Die USA bauen eine Zollschranke auf, mit der sie sich gegen Stahlimporte aus aller Welt abschotten. Diese Maßnahme verstößt eindeutig gegen Regeln der Welthandelsorganisation WTO", sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff. Er befürchtet, dass Exporteure den offenen EU-Markt überschwemmen könnten, um die Zölle in den USA zu vermeiden.

Trump ist innenpolitisch unter schweren Druck geraten. Erst tags zuvor hatte seine Kommunikationschefin Hope Hicks ihren Rückzug bekanntgegeben, über die Ablösung des Nationalen Sicherheitsberaters Herbert Raymond McMaster und sogar die seines Beraters Jared Kushner, seinem Schwiegersohn, wird spekuliert. US-Medien mutmaßten, die mit harter Hand gefasste Entscheidung könne auch der Versuch eines Befreiungsschlags gewesen sein.

Handelsminister Wilbur Ross hatte dem Präsidenten einen Katalog mit drei Handlungsoptionen in Sachen Stahl und Aluminium vorgelegt. Er sah vor, beim Stahl entweder Strafzölle für alle Länder einzuführen oder höhere Zölle von 50 Prozent für zwölf ausgesuchte Länder - darunter China und Russland - und ein Einfrieren aller anderen Exporte auf dem Niveau von 2017. Dritte Option wäre der Verzicht auf Zölle, stattdessen eine Quotenregelung mit einer Deckelung der Importe auf 63 Prozent des 2017er Niveaus.

Hintergrund ist, dass sowohl die verbliebenen Aluminiumhütten als auch die Stahlwerke in den USA wegen der Billigkonkurrenz im Ausland ihre Kapazitäten nicht auslasten können. Die Stahlindustrie liegt derzeit nur bei 73 Prozent Auslastung und soll mit Hilfe der Zölle auf 80 Prozent gebracht werden. Beim Aluminium soll der Auslastungsgrad von derzeit nur 48 Prozent auf 80 Prozent gehoben werden.

In den USA mussten seit dem Jahr 2000 zehn Stahlwerke schließen. Die Beschäftigung ging in den vergangenen 20 Jahren um 35 Prozent zurück. Die weltweite Stahlproduktion sei seit 2000 um 127 Prozent gestiegen, während die Nachfrage langsamer gewachsen sei, heißt es vom Ross-Ministeriums. Allein China schaffe mehr Überkapazität am Weltmarkt als die USA insgesamt verbrauchten. An der Börse wurden die drohenden Zölle negativ aufgenommen. Die Anteile der deutschen Stahlhersteller Thyssenkrupp und Salzgitter gaben mehr als der ohnehin schwache Dax nach./dm/aha/DP/zb

Unternehmen im Artikel: thyssenKrupp, Salzgitter AG, ArcelorMittal
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ARCELORMITTAL -0.89%27.275 verzögerte Kurse.1.49%
DAX -0.64%12350.82 verzögerte Kurse.-3.77%
SALZGITTER AG 0.55%42.4 verzögerte Kurse.-11.40%
THYSSENKRUPP -0.93%20.27 verzögerte Kurse.-15.51%

© dpa-AFX 2018
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu THYSSENKRUPP
17:32ULRICH LEHNER : IG Metall in Sorge um Thyssen - Große Lösung gefordert
RE
17:25THYSSENKRUPP AG : Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europ..
EQ
17:00THYSSENKRUPP AG : Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europ..
EQ
12:49DAS NÄCHSTE MEGA-PROJEKT : thyssenkrupp-Technologie macht Hudson Yards in New Yo..
PU
21.09.G20-FORUM : Reduzierung von Stahl-Kapazitäten notwendig
DP
20.09.Thyssenkrupp testet Umwandlung von Hüttengas in Kraftstoff
AW
20.09.Thyssenkrupp-Chef Kerkhoff treibt Stahl-Bündnis mit Tata voran
RE
20.09.KONE OYJ : Elliott-Manager - Wollen keine Zerschlagung von Thyssenkrupp
RE
20.09.KLIMAGAS ZU WERTSTOFF : thyssenkrupp startet Produktion
PU
19.09.AKTIE IM FOKUS : Höhere Gewinnprognose sorgt bei Salzgitter für Erleichterung
DP
Mehr News
News auf Englisch zu THYSSENKRUPP
17:25THYSSENKRUPP AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the Ge..
EQ
17:00THYSSENKRUPP AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the Ge..
EQ
12:49THE NEXT MEGA PROJECT : thyssenkrupp confirmed as official vertical transportati..
PU
20.09.THYSSENKRUPP : Patent Issued for Elimination Of Ammonia And Lower Alkanes And/Or..
AQ
20.09.THYSSENKRUPP : Patent Issued for Steep-Angle Conveying Installation For Open-Cas..
AQ
20.09.TATA STEEL : Thyssenkrupp to keep on implementing steel JV with Tata - CEO
RE
20.09.TURNING GREENHOUSE GASES INTO VALUAB : thyssenkrupp starts production
PU
18.09.Thyssenkrupp overhaul must protect worker interests - labour boss
RE
18.09.THYSSENKRUPP AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the Ge..
EQ
18.09.THYSSENKRUPP : reorganizes Business Area Industrial Solutions
AQ
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (€)
Umsatz 2018 41 472 Mio
EBIT 2018 1 756 Mio
Nettoergebnis 2018 795 Mio
Schulden 2018 5 310 Mio
Div. Rendite 2018 0,92%
KGV 2018 17,05
KGV 2019 12,98
Marktkap. / Umsatz 2018 0,44x
Marktkap. / Umsatz 2019 0,45x
Marktkap. 12 737 Mio
Chart THYSSENKRUPP
Laufzeit : Zeitraum :
thyssenKrupp : Chartanalyse thyssenKrupp | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse THYSSENKRUPP
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 18
Mittleres Kursziel 27,2 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 33%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Vorstände
NameTitel
Guido Kerkhoff Chief Executive & Financial Officer
Martin Holz Chief Information Officer
Bernhard Pellens Independent Member-Supervisory Board
Wilhelm Segerath Member-Supervisory Board
Susanne Herberger Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
THYSSENKRUPP-15.51%14 963
ARCELORMITTAL1.49%33 114
POSCO--.--%23 840
NUCOR1.26%20 366
NIPPON STEEL & SUMITOMO METAL CORP-19.33%20 055
NOVOLIPETSK STEEL PAO--.--%15 802