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ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

28.01.2022 | 13:30

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Deutsches BIP sinkt im vierten Quartal um 0,7 Prozent

Die Wirtschaftsleistung Deutschlands hat sich im vierten Quartal 2021 etwas schwächer als erwartet entwickelt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent und lag kalenderbereinigt um 1,4 (drittes Quartal: 2,9) Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einen Zuwachs auf Jahressicht von 1,3 Prozent prognostiziert.

Commerzbank: Deutsche BIP-Revision wegen Biontech

Der Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal ist mit 0,7 Prozent deutlicher als von vielen Volkswirten erwartet ausgefallen. Allerdings wurden die BIP-Zahlen für das erste und zweite Quartal deutlich nach oben revidiert. Nach Aussage von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer lag das daran, dass das Mainzer Unternehmen Biontech am Jahresende Lizenzgebühren erhielt, die rund 0,5 Prozent der jährlichen deutschen Wirtschaftsleistung entsprechen und die als Dienstleistungsexport verbucht werden.

Hauck Aufhäuser Lampe: Deutsches BIP-Minus 1Q nicht sicher

Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, glaubt trotz des BIP-Rückgangs im vierten Quartal 2021 nicht an eine "technische Rezession" in Deutschland im Winterhalbjahr 2021/2022. "Dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal sinkt, ist alles andere als ausgemacht", sagt Krüger. Der Ökonom baut dabei vor allem auf eine anhaltende Stärke der Industrie, der es besser gelinge, ihre Aufträge abzuarbeiten.

LBBW: Relative BIP-Schwäche Deutschlands frappierend

Die Volkswirte der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) finden die Schwäche der deutschen Wirtschaft im vierten Quartal - das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,7 Prozent - frappierend, besonders wegen der relativen Stärke anderer Volkswirtschaften (Frankreichs BIP stieg um 0,7 Prozent). Dies zeige wie stark die Corona-Einschränkungen die eine Volkswirtschaft belasteten und die andere nicht, heißt es in einem Kommentar.

KfW: BIP für 4Q könnte noch nach oben revidiert werden

KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib macht darauf aufmerksam, dass zum unerwartet deutlichen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal (minus 0,7 Prozent) womöglich noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde. "Die heute veröffentlichte Schnellmeldung für das vierte Quartal ist revisionsanfällig, denn es fehlen noch Daten von Dezember", schreibt sie in einem Kommentar.

Habeck: Erwarten 2023 Wachstum von 2,3 Prozent

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat den jüngsten Jahreswirtschaftsbericht der Regierung als einen "Bericht der vorsichtigen Hoffnung" bezeichnet und ein Erreichen des Vorkisenniveaus beim Wachstum "im zweiten Quartal" vorhergesagt. "Wir erwarten dann ein Wachstum 2023 von 2,3 Prozent", erklärte er. Für 2022 sei die Prognose der Regierung mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 3,6 Prozent etwas reduziert gegenüber der der Vorgängerregierung, "was an der Corona-Pandemie liegt", hob der Grünen-Politiker hervor. "Wir haben eine robuste Wirtschaft und einen stabilen Arbeitsmarkt", sagte Habeck.

Wirtschaftsstimmung im Euroraum sinkt im Januar

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist im Januar weiter gesunken. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung fiel auf 112,7 Punkte von revidiert 113,8 (zuvor: 115,3) im Vormonat. Volkswirte hatten auf der Basis des alten Vormonatswerts mit einem Indexrückgang auf 114,0 Zähler gerechnet.

EZB: Kreditvergabe an Unternehmen beschleunigt sich deutlich

Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum hat sich im Dezember deutlich beschleunigt. Nach Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg die Buchkreditvergabe an nicht-finanzielle Unternehmen mit einer Jahresrate von 4,2 (Vormonat: 2,9) Prozent. Das war das höchste Niveau seit März. Das Volumen der an private Haushalte ausgereichten Kredite wuchs um 4,1 (4,2) Prozent, darunter die Kredite für den Hauskauf um 5,4 (5,5) Prozent und die Konsumentenkredite um 1,2 (1,6) Prozent.

Rabobank: EZB handelt nicht vor März oder April

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Geldpolitik bei der Ratssitzung in der nächsten Woche nach Überzeugung der Rabobank-Volkswirte Bas van Geffen und Elwin de Groot unverändert lassen. "Nach den im Dezember vorgenommenen Änderungen an den Ankaufprogrammen - Beendigung des PEPP im März und Erhöhung des APP-Tempos im zweiten und dritten Quartal - erwarten wir keine weiteren Änderungen der EZB-Politik vor März oder April", schreiben sie in ihrem Ausblick auf die Ratssitzung.

Morgan Stanley: EZB-Zinserhöhung 2022 unwahrscheinlich

Die Analysten von Morgan Stanley halten eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) in diesem Jahr trotz der überraschend hohen Inflation für unwahrscheinlich. "Die jüngste Geschichte und die erwartete Entwicklung der Inflation im Euroraum unterscheiden sich deutlich von der in den USA - unter anderem ist die Inflation in den USA deutlich höher, und auch die langfristigen Inflationserwartungen haben sich erheblich stärker verändert als in Europa", geben die Volkswirt in ihrem Ausblick auf die EZB-Ratssitzung in der nächsten Woche zu bedenken.

RWI: In chinesischen Häfen zeichnen sich neue Belastungen des Welthandels ab

Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat vor Belastungen des Welthandels aus der chinesischen Wirtschaft gewarnt. Der Containerumschlag-Index des RWI und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) sei nach der aktuellen Schnellschätzung im Dezember zwar saisonbereinigt um 0,8 Punkte auf 122,8 gestiegen. Der Anstieg des Index gehe auf eine deutliche Ausweitung des Umschlags in den Häfen außerhalb Chinas zurück. In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag jedoch laut RWI kräftig zurückgegangen.

Belgische Wirtschaft wächst im vierten Quartal um 0,5 Prozent

Die belgische Wirtschaft ist im vierten Quartal trotz eines Anstiegs der Coronavirus-Fälle gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Belgische Nationalbank in einer ersten Schätzung mitteilte. Sie revidierte auch die Daten für das dritte Quartal 2021: Demnach ist das BIP um 2,0 (vorläufig: 1,8) Prozent gewachsen.

Spanische Wirtschaft übertrifft Prognosen für viertes Quartal

Spaniens Wirtschaft ist im vierten Quartal 2021 stark gewachsen und hat damit die Prognosen übertroffen. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone wuchs um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Statistikbehörde INE in einer ersten Schätzung mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur ein Plus von 1,5 Prozent prognostiziert. Im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,6 Prozent gewachsen.

Brasiliens Justiz lädt Präsident Bolsonaro zur Aussage bei der Polizei vor

Die brasilianische Justiz hat Präsident Jair Bolsonaro für Freitag zu einer Aussage bei der Polizei vorgeladen. Der rechtsradikale Staatschef soll sich am Nachmittag (Ortszeit) zu seinen Vorwürfen äußern, mit denen er die Glaubwürdigkeit des elektronischen Wahlsystems in Zweifel zog.

+++ Konjunkturdaten +++

Schweden Jan Verbrauchervertrauen 90,1 (Dez: 98,3)

Schweden Jan Verbrauchervertrauen PROGNOSE: 97,5

Belgien Jan Verbraucherpreise +7,59% (Dez: +5,71%) gg Vorjahr

DJG/DJN/AFP/apo

(END) Dow Jones Newswires

January 28, 2022 07:30 ET (12:30 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUSTRALIAN DOLLAR / EURO (AUD/EUR) -0.45%0.66487 verzögerte Kurse.4.29%
BIONTECH SE 0.76%164.02 verzögerte Kurse.-36.77%
BRITISH POUND / EURO (GBP/EUR) -0.49%1.17696 verzögerte Kurse.-0.63%
CANADIAN DOLLAR / EURO (CAD/EUR) -0.83%0.732134 verzögerte Kurse.5.94%
COMMERZBANK AG 6.55%7.71 verzögerte Kurse.8.18%
EURO / BRAZILIAN REAL (EUR/BRL) -0.73%5.1212 verzögerte Kurse.-18.76%
INDIAN RUPEE / EURO (INR/EUR) -0.54%0.012079 verzögerte Kurse.3.10%
MORGAN STANLEY 4.14%82.51 verzögerte Kurse.-19.14%
US DOLLAR / EURO (USD/EUR) -0.98%0.936838 verzögerte Kurse.7.79%
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