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Anleger in Europa halten sich vor Berichtssaison zurück

12.10.2021 | 14:57
ARCHIV: DAX-Logo auf dem Handelsparkett der Deutschen Börse in Frankfurt, Deutschland, 29. Dezember 2017. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - Vor dem Start der Berichtssaison sind die Anleger an Europas Börsen in Deckung gegangen.

Dax und EuroStoxx50 gaben am Dienstag rund ein halbes Prozent auf 15.135 und 4052 Zähler nach. Die US-Futures deuteten ebenfalls auf einen verhaltenen Handelsstart an der Wall Street hin. Investoren fürchteten, dass die steigenden Energiepreise das Wirtschaftswachstum ausbremsen und sich bei den Unternehmensergebnissen bemerkbar machen werden. Zudem werde im November der Start zur Reduzierung der Notenbankhilfen erwartet.

"Aus diesem Grund sind die Prognosen der Unternehmen für die Anleger derzeit so wichtig", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Mit den Geschäftszahlen zum dritten Quartal gibt die US-Bank JPMorgan am Mittwoch den Startschuss für die US-Bilanzsaison.

ÖLPREIS-RALLY GEHT WEITER

Für Verunsicherung sorgten die weiter steigenden Ölpreise. Der Preis für die Sorte Brent lag nahe 84 Dollar je Barrel und damit in Sichtweite zu einem Drei-Jahres-Hoch. Ölproduzenten kämpfen damit, sich von den massiven Kürzungen während der Coronavirus-Pandemie zu erholen. Wegen der drastisch gestiegenen Gaspreise werde zudem vermehrt auf Öl als Energiequelle ausgewichen, was die Nachfrage zusätzlich anheize, erläuterten Börsianer.

"Die Märkte hatten die Botschaft, dass die Inflation vorübergehend sei, geglaubt und stellen sie nun infrage", sagte Sarah Hewin, Ökonomin bei Standard Chartered. Untermauert wurden die Befürchtungen durch einen Anstieg der Großhandelspreise in Japan auf ein 13-Jahres-Hoch. Im deutschen Großhandel stiegen die Verkaufspreise im September so stark wie seit über 47 Jahren nicht mehr.

"Dies ist Teil eines Phänomens, das wir weltweit beobachten, nämlich die Sorge, dass die Inflation aufgrund der höheren Energiepreise weiter ansteigen könnte", sagte Shane Oliver, Chefökonom bei AMP Capital in Sydney. Anleger fürchteten, dass die anziehende Inflation den Druck auf die US-Notenbank erhöht, die Zinsen früher anzuheben.

Dies setzte den Anleihemarkt erneut unter Druck. Im Gegenzug stiegen die Renditen zweijähriger US-Bonds mit 0,356 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als 18 Monaten. Dagegen zeigten sich die Staatsanleihen in der Euro-Zone wenig verändert.

EVERGRANDE VERPASST ERNEUT ZAHLUNG

Sorge bereitete zudem der taumelnde Immobilienentwickler China Evergrande. Nach zwei verpassten Zinszahlungen im September blieb der Immobilienriese zum dritten Mal seinen Anleihegläubigern eine Zahlungsverpflichtung schuldig. Damit sinken die Aussichten weiter, dass der unter einer Schuldenlast von mehr als 300 Milliarden Dollar ächzende Konzern nach einer eingeräumten Zahlungsfrist die Gläubiger bedienen kann. Gleichzeitig wächst die Furcht vor einem Flächenbrand am Immobiliensektor.

"Für die Weltwirtschaft ist die Evergrande-Affäre nachteilig, weil sie die chinesische Wirtschaftstätigkeit zu bremsen droht, die immer noch stark von den Ereignissen im Immobiliensektor abhängt", sagte Francois Savary, Investmentchef des Schweizer Vermögensverwalters Prime Partners.

Bei den Einzelwerten sorgte die Tübinger Biotechfirma Curevac für Schlagzeilen. Curevac zog den ersten Corona-Impfstoffkandidaten aus dem laufenden Zulassungsverfahren zurück. In Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline wollen sich die Tübinger nun auf die Entwicklung von Corona-Impfstoff der zweiten Generation konzentrieren. Anleger zeigten sich geschockt. Die Aktie brach in Frankfurt fast 16 Prozent ein. Die in den USA notierten Titel gaben im vorbörslichen Handel 14 Prozent nach.


© Reuters 2021
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