FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag weiter zugelegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1730 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Händler führten die Gewinne vor allem auf den schwächeren US-Dollar zurück. Der japanische Yen verlor dagegen an Boden. Händler verwiesen als Grund auf neue Entscheidungen der Bank of Japan.

Die japanische Notenbank bestätigte nach ihrer Zinssitzung einerseits ihre extrem lockere Geldpolitik. Zugleich gestaltete sie diese etwas flexibler. So darf der Zins der zehnjährigen Staatsanleihe jetzt etwas stärker als bislang um das von der Notenbank anvisierte Ziel von null Prozent schwanken. Händler begründeten die Verluste des Yen aber vor allem mit dem neuen Versprechen der Bank of Japan, die lockere Geldpolitik noch lange fortsetzen zu wollen. Ein ähnliches Zinsversprechen hatten vor der Bank of Japan auch andere große Notenbanken abgegeben.

Neue Wachstums- und Inflationszahlen aus dem Euroraum sorgten an den Devisenmärkten nicht für besonders starke Kursbewegung. So hat sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal abgeschwächt, während die Inflation etwas anzog. Mit 2,1 Prozent liegt die Inflationsrate über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die knapp zwei Prozent anstrebt. Die EZB hat bereits avisiert, ihre Anleihekäufe gegen Jahresende auslaufen lassen zu wollen.

Im weiteren Handelsverlauf steht in den USA eine Reihe von Konjunkturdaten auf dem Programm. Veröffentlicht wird unter anderem das von der amerikanischen Notenbank präferierte Inflationsmaß PCE. Außerdem beginnt die Zentralbank mit ihrer zweitägigen Sitzung, deren Ergebnisse am Mittwochabend erwartet werden./bgf/jsl/fba