Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Rohstoffe  >  LME Aluminium Cash       

LME ALUMINIUM CASH
Meine letzten Aufrufe
Populärste Aktien
ÜbersichtChartsNews 
News-ÜbersichtNewsTweets

Das sagen Ökonomen zu den US-Zöllen auf Stahl und Aluminium

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
09.03.2018 | 11:45

FRANKFURT (dpa-AFX) - Donald Trump macht Ernst: Der wohl größte Außenhandelskritiker unter allen bisherigen US-Präsidenten verhängt Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium. Ausnahmen gibt es zunächst nur für die (noch) Nafta-Partner Kanada und Mexiko. Alle anderen werden mit 25 beziehungsweise 10 Prozent Zoll belegt. Eine Hintertür gibt es noch, denn die Länder dürfen versuchen, die Zollbelastung "wegzuverhandeln". Was sagen Ökonomen zum wachsenden US-Protektionismus?

THOMAS GITZEL, CHEFVOLKSWIRT VP BANK:

"Jetzt kommt es auf eine besonnene Reaktion der Handelspartner an. Eine Spirale aus Maßnahmen und Gegenmaßnahmen kann weder im Interesse der EU noch eines anderen Landes sein. Die EU hat selbst zahlreiche und umfangreiche Zölle in Kraft - übrigens mehr als die USA. Wenn die EU-Kommission nun mit dem Finger auf die USA zeigt, ist dies nicht angebracht. Wünschenswert wäre, dass die WTO ihrer Aufgabe gerecht wird und gerade im gegenwärtigen Konflikt als Vermittler und auch Richter fungiert."

RALPH SOLVEEN, COMMERZBANK:

"Donald Trump hat Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Damit ist das Risiko eines weltweiten Handelskriegs spürbar gestiegen, zumal er als US-Präsident bei Handelsfragen weitgehende Vollmachten hat. Wahrscheinlicher ist aber angesichts des starken Widerstands in den USA, dass es bei einigen zusätzlichen Zöllen bleiben wird. Damit wäre seine Politik im Endeffekt ein Teil des allgemein zu beobachtenden Trends hin zu einem stärkeren Schutz heimischer Produzenten gegen ausländische Konkurrenz. Ein Konjunktureinbruch droht somit wohl nicht."

HARM BANDHOLZ, US-CHEFVOLKSWIRT UNICREDIT:

"Die Zölle scheinen ein verzweifelter Versuch der US-Regierung zu sein, andere Länder, vor allem Verbündete, unter Druck zu setzen, um ihre Handelsungleichgewichte mit den USA zu beseitigen. Als Resultat befinden wir uns jetzt auf dem Weg des Protektionismus hin zu einem globalen Handelskrieg. Die einzige Gewissheit in diesen unsicheren Zeiten ist, dass die Zölle weder die nationale Sicherheit stärken noch zusätzliche Arbeitsplätze für die Wirtschaft schaffen. Es ist der falsche politische Ansatz."

HOLGER SCHMIEDING, CHEFÖKONOM BERENBERG BANK:

"Mit Blick auf die blanken Zahlen sind die neuen US-Zölle zu klein, um für die wirtschaftlichen Aussichten von Bedeutung zu sein. Die USA können bis zu 7 Milliarden Dollar einnehmen, was 0,04 Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung entspricht. Die Hauptfrage ist, wie weit sich die sich anschließende Sanktionsspirale drehen wird. Zwar werden andere Länder reagieren, allerdings erwarten wir eine verhaltene Reaktion. Wenn der Kongress Trump daran hindert, den Konflikt weiter zu führen, wird der gesamtwirtschaftliche Schaden gering sein und wahrscheinlich nur einen vorübergehenden Vertrauensverlust auslösen."

GABRIEL FELBERMAYR, LEITER AUSSENWIRTSCHAFT IFO-INSITUT:

"Donald Trump hat Recht, wenn er auf hohe Einfuhrzölle der EU bei Autos (10 Prozent) und anderen Produkten verweist. Im Durchschnitt liegen die Importzölle der USA in der Tat unter jenen der EU. (...) Die Bundesregierung und die EU sollten den USA bei Verzicht auf Schutzzöllen die Verhandlung eines Abkommens in Aussicht stellen. (...) Die EU muss außerdem entschieden mit Vergeltungszöllen reagieren, die durch die WTO erlaubt sind. (...) Damit beginnt ein Handelskonflikt, der nur Verlierer kennt. Dies ist eine extrem bedauerliche und auch gefährliche Entwicklung. Auf Vergeltung zu verzichten, ist aber keine Option. (...) Europa würde sich unglaubwürdig machen, verhielte es sich jetzt passiv. Andere Länder könnten sich ermutigt fühlen, ebenfalls unliebsame Regeln zu brechen."/bgf/jsl/jha/


© dpa-AFX 2018
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu LME ALUMINIUM CASH
01.06.US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium in Kraft
DP
31.05.WDH/USA verhängen Strafzölle auf Stahl und Aluminium gegen EU-Länder
DP
31.05.USA verhängen Strafzölle auf Stahl und Aluminium gegen EU-Länder
DP
31.05.ALCOA : WSJ - USA verhängen Zölle auf Stahl und Aluminium aus EU
RE
02.05.Argentinien einigt sich mit USA auf Quote für Stahl- und Aluminium
DP
01.05.WEIßES HAUS : EU weiter von US-Zöllen auf Stahl und Aluminium befreit
DP
23.03.Trump nimmt EU-Länder von erhöhten Zöllen auf Stahl und Aluminium aus
DP
09.03.Das sagen Ökonomen zu den US-Zöllen auf Stahl und Aluminium
DP
08.03.USA verhängen Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium
DP
02.03.ZYPRIES : Geplante US-Zölle auf Stahl und Aluminium sind 'unfair'
DP
Mehr News
News auf Englisch zu LME ALUMINIUM CASH
09:06U.S. willing to exempt Indian steel, aluminium exports from high tariff with ..
RE
14.09.Rio Tinto PLC Hydro terminates offer for aluminium assets
DJ
12.09.The Bear Mauls Another Market -- WSJ
DJ
11.09.Hong Kong's $2.1 Trillion Benchmark Stock Index Enters Bear Market--Update
DJ
11.09.Hong Kong's $2.1 Trillion Benchmark Stock Index Enters Bear Market--Update
DJ
11.09.Copper Prices Steady as Investors Await New Round of Tariffs
DJ
06.09.LME ALUMINIUM CASH : Exclusive - Customers to shun Rusal at Berlin 'mating seaso..
RE
31.08.Beijing summons aluminium foil makers for talks on Mexico anti-dumping probe ..
RE
30.08.Correction to Global Car Sales Hit Speed Bump Story
DJ
29.08.Global Auto Sales Slow, Pressuring Profits -- WSJ
DJ
Mehr News auf Englisch
Chart LME ALUMINIUM CASH
Laufzeit : Zeitraum :
LME Aluminium Cash : Chartanalyse LME Aluminium Cash | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse LME ALUMINIUM CASH
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendNeutralNeutral