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Industrieschwäche verheißt wenig Gutes für deutsche Konjunktur

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07.08.2019 | 16:16

(Neu: Ökonomenstimmen)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Anzeichen für eine Konjunkturflaute in Deutschland mehren sich: Die seit geraumer Zeit schwächelnde Industrie produzierte im zweiten Quartal weniger als im ersten Vierteljahr, auch im Juni gab es ein Minus, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Die exportorientierte deutsche Industrie leidet unter internationalen Handelskonflikten, den Unwägbarkeiten des Brexits und dem Strukturwandel in der Autoindustrie.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sank im Juni nach Angaben der Wiesbadener Behörde im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent. Der Rückgang war um ein Vielfaches stärker als Analysten im Mittel angenommen hatten. "Die Produktionsdaten für den Juni verheißen nichts Gutes für die deutsche Konjunktur. Der deutliche Rückgang der weltweiten Industrienachfrage trifft die deutsche Wirtschaft härter als erwartet", sagte Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Erzeugung um 5,2 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit November 2009 - als im Verlauf der internationalen Finanzkrise die Wirtschaft einbrach. Im gesamten zweiten Quartal schrumpfte die Produktion im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um 1,8 Prozent. Sowohl die Industrie als auch das Baugewerbe und die Energieerzeugung verzeichneten Rückgänge. "Die Industrie bleibt konjunkturell im Abschwung", resümierte das Bundeswirtschaftsministerium.

Aus Sicht des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) ist die Entwicklung nicht überraschend. "Die globale Investitionsschwäche und ein sehr schwacher weltweiter Automobilmarkt sind ursächlich", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Die Lage drohe wegen der eskalierenden Handels- und Währungskonflikte von Herbst an noch schlimmer zu werden. "Sie vergrößern die Unsicherheit, bremsen den Außenhandel und dämpfen das weltwirtschaftliche Wachstum erheblich."

Auch Carsten Brzeski, ING-Chefvolkswirt für Deutschland, sieht aktuell keinen "Silberstreifen am Horizont". Aussicht auf Besserung scheint in der Tat vorerst nicht in Sicht. Die deutsche Industrie rechnet mit einem weiteren Rückgang ihrer Produktion in den nächsten drei Monaten, wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des ifo-Instituts hervorgeht.

"Immer mehr Firmen vermelden, dass sie ihre Produktion im kommenden Vierteljahr drosseln wollen", sagte ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. Die pessimistischen Stimmen überstiegen die optimistischen inzwischen deutlich. "Derzeit ist ein Ende der Rezession in der deutschen Industrie nicht absehbar."

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental kündigte am Mittwoch an, nach dem jüngsten Gewinneinbruch Stellen zu streichen. Am Vortag hatte bereits Bosch mitgeteilte, dass die schwächere Nachfrage vor allem nach Dieselmotoren Stellen kosten werde. Der Autozulieferer ElringKlinger rutschte wegen der Flaute an den Automärkten weltweit im zweiten Quartal in die roten Zahlen.

Bislang wurde die Konjunktur in Deutschland vom Bauboom und der Konsumfreude der Verbraucher am Laufen gehalten. Zuletzt hatte sich die Konsumlust der Menschen allerdings etwas eingetrübt. Die Bundesbürger werden beim Geldausgeben zunehmend vorsichtiger. Vom Bau dürften im zweiten Vierteljahr nach dem unerwartet starken Jahresauftakt wenig Impulse ausgegangen sein.

Angesichts der andauernden Schwäche der deutschen Industrie gehen Volkswirte davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresanfang nicht mehr gewachsen, möglicherweise sogar leicht geschrumpft ist. Eine erste Schätzung dazu veröffentlicht das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch (14. August). Im ersten Quartal war Europas größte Volkswirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen./mar/DP/jsl

© dpa-AFX 2019

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