STOCKHOLM (AFP)--Russlands Botschaft in Schweden hat angesichts des Nato-Beitritts das skandinavischen Landes "Gegenmaßnahmen" angekündigt. Russland werde "Gegenmaßnahmen politischer und militärisch-technischer Art ergreifen, um die Bedrohungen seiner nationalen Sicherheit zu minimieren", erklärte die Botschaft am Dienstagabend im Onlinedienst Telegram. Der "konkrete Inhalt" der Maßnahmen hänge von dem Ausmaß der schwedischen Integration in das Militärbündnis ab, wie etwa die "mögliche Stationierung von Nato-Truppen, militärischen Mitteln und Waffen".

Schweden hatte am Montag die letzte Hürde auf dem Weg zur Nato-Mitgliedschaft genommen: Das ungarische Parlament ratifizierte als letztes Mitglied den Beitritt. Schweden hatte sich nach zwei Jahrhunderten militärischer Blockfreiheit infolge der russischen Invasion der Ukraine zusammen mit Finnland um den Beitritt beworben. Finnland wurde bereits im April vergangenen Jahres das 31. Nato-Mitglied.

Die russische Botschaft in Stockholm erklärte, Schweden könne seine Sicherheitspolitik zwar selber bestimmen, doch werde der Beitritt "zu einer Militärallianz, die Russland gegenüber feindlich gesinnt ist, negative Konsequenzen für die Stabilität in Nordeuropa und an der Ostsee haben". Die Ostsee werde nie ein "Nato-See" sein, hieß es weiter. Nach Schwedens Beitritt sind mit Ausnahme Russlands alle Ostsee-Anrainer Nato-Mitglieder.

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February 28, 2024 11:26 ET (16:26 GMT)