Israel, das in den letzten Jahren zu einem wichtigen Gasexporteur geworden ist, hat mehrere wichtige Energieanlagen stillgelegt, seit militante Hamas-Kämpfer am 7. Oktober den Süden Israels angegriffen und damit einen größeren Konflikt im Gazastreifen ausgelöst haben.

Im Folgenden sind die bisher von dem Konflikt betroffenen Anlagen aufgeführt:

DAS TAMAR-GASFELD

Israel hat am 9. Oktober das von Chevron betriebene Tamar-Gasfeld, dessen Plattform sich etwa 25 Kilometer (km) vor der Stadt Ashdod an der südlichen Mittelmeerküste Israels befindet, gesperrt.

Tamar produzierte im Jahr 2022 10,25 Milliarden Kubikmeter (bcm) Gas, wovon 85% für den heimischen Markt verwendet wurden, während die restlichen 15% nach Ägypten und Jordanien exportiert wurden.

Chevron besitzt einen Anteil von 25% an Tamar, während Isramco 28,75%, Mubadala Energy aus den Vereinigten Arabischen Emiraten 11%, Union Energy 11%, Tamar Petroleum 16,75%, Dor Gas 4% und Everest 3,5% halten.

DIE EMG-PIPELINE

Chevron teilte am 10. Oktober mit, dass es die Erdgasexporte über die East Mediterranean Gas (EMG) zwischen Israel und Ägypten gestoppt hat und dass es Gas über eine alternative Pipeline durch Jordanien liefert.

Die EMG-Pipeline verläuft von der südisraelischen Stadt Ashkelon, die etwa 10 km nördlich des Gazastreifens liegt, nach El-Arish in Ägypten, wo sie an eine Onshore-Pipeline angeschlossen ist.

Die 90 km lange Pipeline ist die Hauptverbindung zwischen dem von Chevron betriebenen Offshore-Gasfeld Leviathan und Ägypten. Zum Leviathan-Konsortium gehören der Betreiber Chevron, das israelische Unternehmen NewMed Energy und Ratio Energies.

DER HAFEN VON ASHKELON

Aus Schifffahrts- und Handelskreisen verlautete am 9. Oktober, dass der Hafen von Aschkelon und sein Ölterminal geschlossen worden seien. Der Hafen liegt etwas mehr als 10 km vom Gazastreifen entfernt.

Die Häfen von Haifa und Ashdod blieben offen, so die Quellen.