Der Inflationsmonitor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) zeigt einen leichten Anstieg der Teuerungsraten für alle Haushaltstypen im Mai, der Trend nach unten bleibt aber nach Einschätzung des Instituts intakt. Der Unterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten haushaltsspezifischen Inflationsrate betrug im Mai demnach wie im April 0,9 Prozentpunkte. Für einkommensschwache Haushalte war die Inflationsrate laut IMK wie in den Vormonaten unterdurchschnittlich. Der Warenkorb von Alleinlebenden mit niedrigen Einkommen verteuerte sich hingegen um 1,6 Prozent, der von Familien mit niedrigen Einkommen um 1,8 Prozent.

Trotz des leichten Wiederanstiegs der Teuerungsrate sei im weiteren Jahresverlauf eine weitere Abschwächung bei der Preisdynamik absehbar, analysierte das IMK. Da gleichzeitig die Konjunkturentwicklung auch aufgrund der hohen Zinsen schwach sei, hielten die Fachleute des Instituts weitere Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) für dringend nötig.

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June 21, 2024 03:46 ET (07:46 GMT)