FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Mittwoch bis zum Mittag nachgegeben und ist wieder unter 1,10 US-Dollar gefallen. Zuletzt kostet die Gemeinschaftswährung 1,0985 Dollar. In der Nacht war sie dagegen bis auf 1,1017 Dollar gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit August markiert.

Auch gegenüber dem Franken hat der Euro seit dem frühen Geschäft leicht an Wert verloren und wird derzeit zu 0,9628 Franken nach 0,9640 gehandelt. Dagegen hat sich das Währungspaar USD/CHF seit dem Morgen per Saldo nicht bewegt und kostet 0,8764 Franken. Am gestrigen Vormittag notierte das Währungspaar noch über 0,88 Fr.

Belastet wurde der Euro von Inflationsdaten aus Spanien und den deutschen Bundesländern. Sowohl in Spanien als auch in Deutschland schwächt sich der Preisauftrieb demnach weiter ab. Die Entwicklung spricht für Entlastung auf Seiten der EZB. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Währungshüter ihre Geldpolitik weiter straffen müssen, nimmt mit den Daten ab. Unter den rückläufigen Zinserwartungen leidet der Euro.

Am Vortag erging es dem US-Dollar ähnlich. Fed-Direktor Christopher Waller hatte sich nicht nur mit der geldpolitischen Ausrichtung der US-Zentralbank Fed grundsätzlich zufrieden gezeigt, was gegen weitere Zinsanhebungen spricht. Auch brachte er die Möglichkeit von Zinssenkungen in den kommenden Monaten ins Spiel, soweit die Inflation weiter fällt. Waller gilt normalerweise als Befürworter einer straffen Geldpolitik, was seine Bemerkungen zusätzlich unterstreicht.

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