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MÄRKTE EUROPA/DAX kurz über 14.000 Punkten - Geschäftszahlen im Blick

04.02.2021 | 10:27

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen sind mit leichten Gewinnen in den Handel gestiegen. Stützend wirken insgesamt positiv aufgenommene Geschäftszahlen von Unternehmen. Im Handel werden Gewinnmitnahmen im weiteren Verlauf aber nicht ausgeschlossen. Diese zeigen sich bereits im frühen Geschäft: "Anleger nehmen Geld vom Tisch", so ein Marktteilnehmer, auch wegen der Pandemie. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 13.994, im Tageshoch stand der Index bereits bei 14.019 Punkten. In der Vergangenheit ist der DAX schon mehrfach an der 14.000er Marke gescheitert. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent auf 3.619 Zähler nach oben.

Deutsche Bank sinken nach Zahlenausweis um 2,6 Prozent. Dieser ist auf der Ergebnisseite besser als erwartet ausgefallen. Allerdings weist die Citigroup darauf hin, dass dies nur auf geringere Rückstellungen zurückzuführen sei. Die Analysten bemängeln zudem die fehlenden Details zum Ausblick. Für Commerzbank geht es nach Zahlenvorlage sogar um 3,7 Prozent nach unten. Die Bank hat einen Milliardenverlust ausgewiesen. Die Titel der Deutschen-Bank-Tochter DWS steigen dagegen um 3,5 Prozent. Im Handel werden die Mittelzuflüsse positiv kommentiert.

Bayer gewinnen gleich 5 Prozent. Der Konzern hat sich im Rechtsstreit über die vermeintlich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat in den USA mit den Klägeranwälten auf ein neues Verfahren zur Abwicklung und Beilegung künftiger Fälle geeinigt. "Jetzt muss man erst mal sehen, ob die Gerichte das Verfahren akzeptieren", so der Händler.

   Infineon-Zahlen überzeugen - Fulminanter Börsenstart von Auto1 

Noch besser als erhofft ist es im ersten Quartal für Infineon (plus 1,5 Prozent) gelaufen. Die Knappheit an Chips für die Autoindustrie zeigt sich hier von ihrer fröhlichen Seite und treibt den Gewinn nach oben. Sowohl Segmentergebnis als auch -marge konnte der Chiphersteller noch stärker steigern als erhofft.

Unilever starten dagegen mit minus 3,6 Prozent sehr schwach in den Donnerstag. "Der Nettogewinn enttäuscht", sagt ein Händler. Mit 5,58 Milliarden Euro habe er die Prognose von gut 7 Milliarden deutlich verfehlt. "Angesichts der weitgehend geöffneten Märkte in den Schwellenländern ist das eine starke Enttäuschung", so der Händler. Analysten dürften nun ihre Prognosen senken.

OMV notieren nach ihren detaillierten Geschäftszahlen sehr fest mit plus 3,2 Prozent. Der Nettogewinn habe die Schätzungen übertroffen, heißt es bei Jefferies. Zwar liege der Cashflow einen Tick unter den Prognosen. Die Dividendenerhöhung stütze aber den Kurs, und die Verselbständigung des Chemiegeschäfts könnte zu einer Neubewertung führen.

Der Berliner Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 legt ein fulminantes Börsendebüt aufs Parkett. Mit 50,50 Euro liegt der Kurs im frühen Geschäft weit über dem Ausgabepreis von 38 Euro - und dieser hatte bereits am oberen Rand der Angebotsspanne von 32 bis 38 Euro je Aktie gelegen. Mit dem Ausgabepreis ergibt sich eine Marktkapitalisierung von rund 7,9 Milliarden Euro.

   Dassault fester - Tomtom brechen ein 

Dassault gewinnen nach Zahlenvorlage 5,2 Prozent. Diese ist nach Einschätzung der Citigroup etwas besser als erwartet ausgefallen. Die Umsätze lägen mit 1,22 Milliarden Euro im vierten Quartal leicht über der Schätzung der Analysten von 1,20 Milliarden. Die operative Marge von 36 Prozent ist derweil besser als die Prognose von 34,5 Prozent ausgefallen. Auch der Cashflow liegt über der Erwartung der Citigroup. ABB geben nach Zahlenpräsentation indes um 2,7 Prozent nach.

Trotz eine Milliardenabschreibung notieren Delivery Hero wenig verändert. Diese finde nur in der Bilanz statt und habe keine operative Bedeutung, heißt es im Handel. Wichtiger dürfte sein, dass nun mit der schriftlicher Genehmigung der Kartellbehörde zum Gemeinschaftsunternehmen mit dem koreanischen Marktführer Woowa alle Unsicherheiten beseitigt seien. Nach besseren Geschäftszahlen steigen Rational um 1,3 Prozent. Cancom machen nach positivem Zahlenausweis einen Satz von 8 Prozent.

Kräftig abwärts um 13,6 Prozent geht es in Amsterdam mit Tomtom. Das schwache vierte Quartal wird dem Hersteller von Navigationssystemen doch übler genommen als zunächst erwartet. Vor allem der Ausblick sei schwächer als ohnehin befürchtet ausgefallen und zeige, dass die Erholung der Autoindustrie sich noch nicht wie gewünscht wieder beschleunigt habe, meinen die Analysten der ING. Der Ausblick impliziere Umsatzerwartungen, die rund 6 Prozent unter denen des Konsens lägen und sogar 30 Prozent unter den Erwartungen an den freien Cashflow.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.618,51       0,24          8,76           1,85 
Stoxx-50                3.159,34       0,03          1,06           1,64 
DAX                    13.994,43       0,44         60,80           2,01 
MDAX                   32.420,06       0,70        226,41           5,27 
TecDAX                  3.511,55       0,45         15,79           9,30 
SDAX                   15.733,80       0,37         57,23           6,56 
FTSE                    6.528,76       0,32         20,94           0,73 
CAC                     5.586,21       0,42         23,16           0,63 
 
Rentenmarkt              zuletzt                  absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,47                     0,00          -0,71 
US-Zehnjahresrendite        1,13                    -0,01          -1,55 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %  Do, 8:28 Uhr  Mi, 17:25 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1989     -0,36%        1,2014         1,2024   -1,8% 
EUR/JPY                   126,16     -0,19%        126,36         126,31   +0,1% 
EUR/CHF                   1,0815     -0,05%        1,0814         1,0810   +0,1% 
EUR/GBP                   0,8826     +0,08%        0,8831         0,8807   -1,2% 
USD/JPY                   105,24     +0,20%        105,17         105,05   +1,9% 
GBP/USD                   1,3584     -0,45%        1,3604         1,3653   -0,6% 
USD/CNH (Offshore)        6,4656     +0,09%        6,4627         6,4614   -0,6% 
Bitcoin 
BTC/USD                37.319,50     -0,02%     38.062,25      36.729,25  +28,5% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  55,96      55,69         +0,5%           0,27  +15,1% 
Brent/ICE                  58,70      58,46         +0,4%           0,24  +13,5% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.813,59   1.833,80         -1,1%         -20,21   -4,4% 
Silber (Spot)              26,39      26,93         -2,0%          -0,53      0% 
Platin (Spot)           1.083,80   1.106,15         -2,0%         -22,35   +1,3% 
Kupfer-Future               3,58       3,57         +0,4%          +0,01   +1,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 04, 2021 04:26 ET (09:26 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ABB LTD -1.78%31.28 verzögerte Kurse.29.50%
BAYER AG 0.73%47.64 Schlusskurs.-1.79%
CANCOM SE -3.96%50.42 verzögerte Kurse.15.65%
COMMERZBANK AG -0.37%5.633 verzögerte Kurse.7.20%
DASSAULT SYSTÈMES SE -4.47%45.595 Realtime Kurse.43.55%
DAX -1.97%15276.85 verzögerte Kurse.13.52%
DELIVERY HERO SE -1.80%114.5 Schlusskurs.-8.19%
DEUTSCHE BANK AG 0.22%10.968 verzögerte Kurse.24.06%
DWS GROUP GMBH & CO. KGAA 0.22%36.2 verzögerte Kurse.3.74%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) 1.18%0.8626 verzögerte Kurse.-4.00%
EURO / JAPANESE YEN (EUR/JPY) 0.26%130.111 verzögerte Kurse.3.07%
INFINEON TECHNOLOGIES AG -5.01%35.735 Schlusskurs.19.85%
MDAX -2.20%34544.87 verzögerte Kurse.14.54%
OMV AG -0.23%51.7 verzögerte Kurse.59.27%
RATIONAL AG -3.45%830 verzögerte Kurse.12.04%
S&P GSCI CRUDE OIL INDEX -1.41%412.9671 verzögerte Kurse.52.47%
SDAX PERFORMANCE INDEX 9:00-20:00 0.46%16523.6 verzögerte Kurse.14.07%
TECDAX PERFORMANCE INDEX 9:00-20:00 -2.79%3738.13 verzögerte Kurse.19.71%
TOMTOM NV -2.48%6.885 Realtime Kurse.-16.35%
UNILEVER PLC 1.39%4023 verzögerte Kurse.-9.72%
WTI -0.12%75.32 verzögerte Kurse.55.27%
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