Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Watchlisten für Ihre Werte
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

NYMEX HENRY-HUB GAS

ÜbersichtNews 
ÜbersichtAlle NewsAndere Sprachen

MÄRKTE EUROPA/Schwächer - DAX fällt unter 16.000 Punkte

23.11.2021 | 18:15

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten hat sich der Rücksetzer am Dienstag ausgeweitet. Der DAX konnte die 16.000er Marke nicht mehr verteidigen, er verlor 1,1 Prozent auf 15.937 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gab 1,3 Prozent auf 4.284 Punkte ab. Dabei litt Markt unter einer breiten Schwäche der Wachstumstitel, ausgelöst von den zunehmenden Spekulationen um unerwartet schnell steigende Leitzinsen. Aktien der klassischen Industrie oder auch der Banken legten dagegen zum Teil deutlich zu.

Händler verwiesen erneut darauf, dass der amtierende US-Notenbank-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit nominiert wurde und nicht etwa die als etwas taubenhafter geltende Lael Brainard, die ebenfalls für den Posten in Frage kam. Aus Marktsicht ist die US-Geldpolitik damit weiter auf Straffungskurs. Dabei mehrten sich die Signale aus Notenbankerkreisen, dass die Zinsen schneller und stärker angehoben werden könnten als bisher erwartet. Inzwischen werden an den Märkten 2023 bis zu drei US-Zinserhöhungen erwartet.

"Außerdem hat nun auch noch die EZB Öl ins Feuer gegossen", sagte ein Marktteilnehmer. EZB-Direktorin Isabel Schnabel sieht das Risiko, dass die Verbraucherpreise im Euroraum stärker als erwartet steigen werden. Unerwartet gute Einkaufsmanagerindizes verpufften deshalb. "Auch wenn die EZB nach der schlimmen Erfahrungen der Eurokrise möglichst lange mit Leitzinerhöhungen warten wird: Abkoppeln von der US-Notenbank kann sie sich nicht", so ein Händler. Am Geldmarkt wird eine erste Leitzinserhöhungen im kommenden Jahr für möglich gehalten.

Unter den weiter steigenden Renditen litten vor allem die Technologieaktien, deren Stoxx-Branchenindex die Verliererseite mit einem Minus von 3,4 Prozent anführte. Auch der Index der Finanzdienstleister gab deutlicher nach um 2,3 Prozent. Im Plus schloss unter den Sektorindizes der Index der Rohstoffaktien, der um 0,6 Prozent anzog. Der Index der Öl- und Gaswerte legte um ein halbes Prozent zu, auch weil die Ölpreise im Verlauf wieder deutlich stiegen.

Bei den Technologie-Aktien fielen ASML um 5,5 Prozent, ST Micro um 4,0 Prozent und Infineon um 3,7 Prozent. Im DAX gaben Delivery Hero 4,8 Prozent ab, Zalando 3,7 Prozent und Hellofresh 2,5 Prozent. Bei den defensiven Wachstumstiteln fielen Merck KGaA um 2,7 Prozent, Symrise um 3 Prozent und Sartorius um 3,3 Prozent. Auf der anderen Seite gewannen Airbus 1,4 Prozent, BASF 1,6 Prozent, Deutsche Bank 2,9 Prozent und Heidelbergcement 1 Prozent. Auch Bayer, Munich Re und MTU schlossen deutlich im Plus. Deutsche Telekom konnten sich mit dem näher rückenden Vergleich um den dritten Börsengang nach anfänglicher Schwäche gut behaupten.

   Eon nach Kapitalmarkttag unter Druck 

Die von Eon zum Kapitalmarkttag genannten Kennziffern bewegten sich nach Einschätzung von Jefferies im Rahmen der Erwartungen. Eon verloren 4,2 Prozent. Der Versorger plant für das Kerngeschäft ein Gesamtinvestitionsvolumen für die Jahre 2022 bis 2026 von rund 27 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA will Eon jährlich um durchschnittlich 4 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro im Jahr 2026 steigern.

Morgan Stanley hat Eon laut Händlern nach dem Kapitalmarkttag auf "Untergewichten" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. "Das Haus sieht die Eon-Aussagen nicht als Anlass für eine bessere Einstufung", so ein Händler.

   Thyssenkrupp nach Platzierung sehr schwach 

Thyssenkrupp verloren 6,1 Prozent auf 10,60 Euro. Der aktivistische Fonds Cevian hat seine Beteiligung reduziert und 43 Millionen Aktien am unteren Rand der Spanne von 10,20 bis 11,29 Euro platziert. Eine Platzierung von Altaktionären drückte auch auf Synlab (-13%). In der fünften Reihe zogen Kuka um 10 Prozent an, der Großaktionär Midea will die Aktien von der Börse nehmen und bereitet deshalb ein Abfindungsangebot vor.

CRH legten um 3,4 Prozent zu. Davy äußerte sich angetan zu den Neunmonatszahlen des Baustoff-Konzerns. CRH rechne nun für das Gesamtjahr mit einem operativen Ergebnis von mehr als 5,25 Milliarden Dollar, was mindestens 2 Prozent über der bisherigen Schätzung liege.

   Lira im freien Fall 

Am Devisenmarkt ging das Debakel für die Lira weiter. Nachdem sie in der jüngsten Zeit bereits von einem Rekordtief auf das nächste gefallen war, brach der Kurs regelrecht ein um rund 13 Prozent. Der Dollar kostete damit 12,87 Lira. Zu Jahresbeginn hatte der Kurs noch bei rund 7,40 Lira gelegen.

Hintergrund für den massiven Schwächeanfall dürfte laut Marktteilnehmern sein, dass in den USA die Marktzinsen gerade erst wieder einen deutlichen Schub nach oben gemacht haben und weiter steigen dürften, während die türkische Notenbank trotz extrem hoher Inflation im eigenen Land die Zinsen zuletzt immer wieder gesenkt und auch für Dezember nochmals eine Zinssenkung signalisiert hat. Als eigentlicher Treiber der türkischen Geldpolitik gilt für viele Marktbeobachter Präsident Erdogan, der sich immer wieder mit klaren Worten gegen Zinserhöhungen ausgesprochen hat, gerade erst wieder am Montag.

=== 
Index                  Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                         stand      absolut         in %          seit 
.                                                          Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50          4.283,82       -54,87        -1,3%        +20,6% 
Stoxx-50               3.733,94       -35,62        -0,9%        +20,1% 
Stoxx-600                479,25        -6,21        -1,3%        +20,1% 
XETRA-DAX             15.937,00      -178,69        -1,1%        +16,2% 
FTSE-100 London        7.266,69       +11,23        +0,2%        +12,3% 
CAC-40 Paris           7.044,62       -60,38        -0,8%        +26,9% 
AEX Amsterdam            802,24       -13,10        -1,6%        +28,4% 
ATHEX-20 Athen         2.144,58       -36,45        -1,7%        +10,9% 
BEL-20 Brüssel         4.152,11       -51,42        -1,2%        +14,7% 
BUX Budapest          51.424,26      +940,27        +1,9%        +22,1% 
OMXH-25 Helsinki       5.433,21       -78,32        -1,4%        +18,5% 
ISE NAT. 30 Istanbul   1.944,99       +34,12        +1,8%        +18,9% 
OMXC-20 Kopenhagen     1.817,26       -56,15        -3,0%        +24,0% 
PSI 20 Lissabon        5.519,58       -22,05        -0,4%        +12,2% 
IBEX-35 Madrid         8.815,10        -6,20        -0,1%         +9,2% 
FTSE-MIB Mailand      26.939,40      -443,47        -1,6%        +23,0% 
RTS Moskau             1.662,38       +34,28        +2,1%        +19,8% 
OBX Oslo               1.082,13        -6,85        -0,6%        +26,0% 
PX  Prag               1.364,16        +6,25        +0,5%        +32,8% 
OMXS-30 Stockholm      2.334,31       -34,25        -1,4%        +24,5% 
WIG-20 Warschau        2.261,15       +13,33        +0,6%        +14,0% 
ATX Wien               3.738,44        -5,35        -0,1%        +33,4% 
SMI Zürich            12.366,73      -144,08        -1,2%        +15,5% 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %   Di, 8:30   Mo,17:24   % YTD 
EUR/USD                1,1262      +0,2%     1,1253     1,1263   -7,8% 
EUR/JPY                129,47      +0,3%     129,06     129,22   +2,7% 
EUR/CHF                1,0503      +0,2%     1,0470     1,0479   -2,8% 
EUR/GBP                0,8415      +0,3%     0,8399     0,8398   -5,8% 
USD/JPY                114,95      +0,1%     114,68     114,73  +11,3% 
GBP/USD                1,3383      -0,1%     1,3398     1,3412   -2,1% 
USD/CNH (Offshore)     6,3918      +0,0%     6,3849     6,3842   -1,7% 
Bitcoin 
BTC/USD             57.495,76      +1,3%  56.134,11  58.004,26  +97,9% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settl.      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               78,17      76,75      +1,9%       1,42  +64,6% 
Brent/ICE               82,06      79,70      +3,0%       2,36  +57,1% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.783,36   1.804,67      -1,2%     -21,31   -6,0% 
Silber (Spot)           23,36      24,19      -3,4%      -0,83  -11,5% 
Platin (Spot)          965,71   1.014,90      -4,8%     -49,19   -9,8% 
Kupfer-Future            4,43       4,40      +0,7%      +0,03  +25,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros

(END) Dow Jones Newswires

November 23, 2021 12:14 ET (17:14 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AIRBUS SE -2.00%113.4 Realtime Kurse.0.93%
ALLIANZ SE -1.38%221.7 verzögerte Kurse.6.77%
ASML HOLDING N.V. -1.67%629.3 Realtime Kurse.-10.95%
BASF SE -1.87%66.18 verzögerte Kurse.7.12%
BAYER AG -2.05%51.62 verzögerte Kurse.9.83%
CRH PLC -2.20%45.26 Realtime Kurse.-0.52%
DELIVERY HERO SE -5.55%74.6 verzögerte Kurse.-23.88%
DEUTSCHE BANK AG -1.70%11.478 verzögerte Kurse.4.18%
E.ON SE -1.37%12.064 verzögerte Kurse.-1.05%
GOLD -0.34%1832.6 verzögerte Kurse.0.53%
HEIDELBERGCEMENT AG -3.08%63 verzögerte Kurse.5.85%
INFINEON TECHNOLOGIES AG -3.44%36.53 verzögerte Kurse.-10.38%
KUKA AG 0.28%72.6 verzögerte Kurse.-0.55%
MERCK KGAA -0.54%193.55 verzögerte Kurse.-14.74%
MTU AERO ENGINES AG -2.37%193.25 verzögerte Kurse.7.72%
MUNICH RE -2.02%266.3 verzögerte Kurse.2.23%
SARTORIUS AG -1.48%400 verzögerte Kurse.-19.84%
STMICROELECTRONICS N.V. -1.80%40.685 Realtime Kurse.-6.19%
SYMRISE AG -2.03%113.3 verzögerte Kurse.-13.05%
SYNLAB AG -0.48%20.78 verzögerte Kurse.-11.20%
THYSSENKRUPP AG -7.16%9.516 verzögerte Kurse.-1.73%
WTI 0.84%84.763 verzögerte Kurse.12.73%
ZALANDO SE -2.01%67.16 verzögerte Kurse.-5.59%
Alle Nachrichten zu NYMEX HENRY-HUB GAS
21.01.Führende SPD-Politiker wollen Nord Stream 2 bei Invasion stoppen
DJ
21.01.CORONA-BLOG/Eon bereitet wegen Omikron Unterbringung von Beschäftigten direkt am Stando..
DJ
21.01.HABECK : Bei Lizenzverweigerung keine Entschädigung für Nord Stream 2
DJ
21.01.MÄRKTE ASIEN/Börsen gehen mit Verlusten ins Wochenende
DJ
21.01.MÄRKTE ASIEN/Börsen folgen Wall Street nach unten
DJ
21.01.PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
DJ
19.01.RWE baut Solarparks mit Gesamtkapazität von 20 MWac in Polen
DJ
19.01.MÄRKTE ASIEN/Tokio sehr schwach - Sony-Kurs stürzt ab
DJ
19.01.MÄRKTE ASIEN/Abwärts im Sog der Wall Street - Sony-Kurs knickt ein
DJ
19.01.BHP senkt Prognose für Kohleförderung in Australien wegen Corona
DJ
Weitere Nachrichten und Newsletter
News auf Englisch zu NYMEX HENRY-HUB GAS
21.01.Front Month Nymex Natural Gas Fell 6.17% This Week to Settle at $3.9990 -- Data Talk
DJ
20.01.BHP Shareholders Approve Unification Resolutions
DJ
20.01.Front Month Nymex Natural Gas Fell 5.68% to Settle at $3.8020 -- Data Talk
DJ
20.01.Woodside 4Q Sales Revenue Jumps, Outlines $582 Million Impairment Reversals
DJ
19.01.Santos Achieves Record Annual Output, Boosted by Oil Search Assets
DJ
19.01.Front Month Nymex Natural Gas Fell 5.88% to Settle at $4.0310 -- Data Talk
DJ
19.01.BHP : Iron-Ore Mines May Face Covid-19 Disruption When Western Australia Eases Border Rule..
DJ
18.01.BHP Metallurgical Coal Operations Disrupted by Australia Covid-19 Surge -- Update
DJ
18.01.BHP 1st Half Production Lower on Weak Copper, Met Coal Output
DJ
18.01.Front Month Nymex Natural Gas Rose 0.49% to Settle at $4.2830 -- Data Talk
DJ
Weitere Nachrichten und Newsletter auf Englisch