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MÄRKTE EUROPA/Gewinnmitnahmen nach DAX-Rekordstand

09.11.2021 | 16:08

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Am Dienstagnachmittag geben die Kurse an den europäischen Börsen ihre bescheidenen Gewinne wieder ab. Der Euro-Stoxx-50 stagniert bei 4.351 Punkten. Beim DAX haben kleine Aufschläge bereits für ein neues Allzeithoch gereicht; am Nachmittag zeigt sich aber der deutsche Leitindex unverändert bei 16.050 Punkte. Dabei hat er im Verlauf nun erstmals an der 16.100er Marke gekratzt.

"Auch wenn der Markt nach der starken Rally der vergangenen Wochen geradezu nach einer Konsolidierung schreit - die Grundstimmung bleibt trotz der nachlassenden Dynamik freundlich", so ein Marktteilnehmer. Einerseits leiden viele der jüngsten Gewinner unter Gewinnmitnahmen, so Infineon vor ihrem Quartalsbericht oder auch Munich Re nach ihren Geschäftszahlen. Andererseits werden im Zuge einer Rotation so genannte Nachzügler gekauft, allen voran Conti und - nach Zahlenausweis - Bayer. "Diese Rotation spricht eher für eine Verschnaufpause auf hohem Niveau als für deutlichere Rücksetzer", meint der Marktteilnehmer.

Star des Tages ist allerdings Bitcoin, der neue Allzeithochs über 68.000 Dollar markiert. "Die Kryptowährungen gelten als Absicherung gegen die hohe Inflation", so ein Analyst. Er meint, Bitcoin könne nun möglicherweise schnell Richtung 100.000 Dollar steigen. Allerdings gibt es auch warnende Stimmen: Das sei eine "extrem riskante Strategie", da Kryptowährungen extrem schwankungsanfällig seien, sagt Marktstrategin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown. Das zuletzt ebenfalls als Inflationssicherung wieder gesuchte Gold verteidigt zunächst die jüngsten Aufschläge.

Gestützt wird die Stimmung bei Aktien auch vom wieder zunehmenden Konjukturoptimismus. Nach dem Sentix-Konjunkturindikator am Montag zeigt nun auch die Erwartungskomponente im ZEW-Konjunkturindex deutlich nach oben. Bei der aktuellen Konjunkturschwäche könnte es sich demnach lediglich um eine Delle handeln. Und in den USA sind die Erzeugerpreise wenigstens nicht noch stärker gestiegen als befürchtet, in der Kernrate ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise sogar etwas langsamer.

   Bayer-Zahlen kommen sehr gut an 

Sehr gut kommen die Geschäftszahlen von Bayer (+1,7%) zum dritten Quartal an, sowohl Gewinn als auch Umsatz liegen über Erwartung. "Keine negativen Überraschungen reicht fast schon und der Ausblick ist dazu noch zuversichtlich", sagt ein Händler. Ein anderer Marktteilnehmer lobt vor allem die Ertragsstärke im Bereich Crop Science, der voll von der steigenden Attraktivität der Agrarrohstoffe profitiere. "Es zeigt sich wieder einmal, dass Bayer ohne den Monsanto-Klotz am Bein ein gutes Investment wäre", so der Händler.

Die endgültigen Drittquartalszahlen von Munich Re enthalten nach Einschätzung der Citigroup wenig Überraschendes. Stören könnten sich einige Anleger allerdings an dem nur bestätigten Gewinnziel von rund 2,8 Milliarden Euro. Dieses ist nach Einschätzung der Analysten eher konservativ zu werten nach dem Verkauf der Admiral-Aktien, der schätzungsweise 300 Millionen Euro in die Kasse spülen sollte. Munich Re verlieren 2,5 Prozent. Schwach liegen auch Fresenius Medical Care (-3,6%) im Markt - hier drückt eine Studie von JP Morgan.

Einsetzende Gewinnmitnahmen werfen Infineon von den neuen 20-Jahreshochs vom Vormittag zurück. Der Kurs fällt um 1,8 Prozent. "Neben den Zahlen werden vor allem Aussagen zu den Lieferkettenproblemen im Blick stehen", so ein Händler.

Als klar besser als erwartet werden im Handel die Drittquartalszahlen von Schaeffler (+8,1%) eingestuft. Sowohl Umsätze als auch Erträge seien klar über den Schätzungen ausgefallen, heißt es im Handel. Ein gesenkter Ausblick belastet entgegen der vorbörslichen Erwartung nicht.

Als sehr gut werden die Geschäftszahlen des österreichischen Bauunternehmens Wienerberger (+4,4%) bezeichnet. "Sie scheinen ihre Kosten besser im Griff zu haben als die Konkurrenz, vor allem über Hedging", meint ein Händler. Das EBITDA auf vergleichbarer Basis sprang in den ersten neun Monaten um 19 Prozent nach oben.

Trotz Margendrucks wegen hoher Einkaufspreise sind Nordex nun mit 1,4 Prozent ins Plus gedreht. Der Windanlagenbauer gab eine Gewinnwarnung aus. Ein Händler hält das allerdings nicht für überraschend: "Das ist genau das, was man seit Vestas erwartet hatte", sagt er. Die Dänen hatten bereits vergangene Woche ihre Margenerwartung reduziert. Trotz leicht erhöhter Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2021 erwartet Nordex nur noch eine Marge von 1,0 nach zuvor 4,0 bis 5,5 Prozent.

Aktien von Rolls-Royce bauen ihre Gewinne auf 4 Prozent aus. Der Triebwerkhersteller will künftig auch bei kleinen Atomreaktoren mitmischen. Diese werden als Lösung künftiger Stromversorgungsprobleme gesehen. Ein Kleinreaktor im Wirkbereich unter 500 MW könnte 150 Windturbinen ersetzen. Rolls-Royce konnten am Morgen zwei Finanzierungen dafür von 195 Millionen Pfund vermelden. Dazu verspricht man sich noch von der britischen Regierung einen 210 Millionen Pfund Kredit.

   Fraport erhöht den Ausblick 

Als "sehr stark" bezeichnen Händler die Quartalszahlen und besonders den erhöhte Ausblick von Fraport (+0,5%). Gerade vor dem Hintergrund des Allzeithochs bei den Corona-Inzidenzen wirke der Ausblick optimistisch. Den Gewinnausblick beim EBITDA für das Gesamtjahr nähme Fraport um "rund ein Viertel" im Schnitt nach oben, heißt es.

Positiv kommen auch die Aussagen der Swiss Life (+0,4%) im Handel an. Der Versicherer will die hauseigenen Jahresziele mindestens erreichen oder sogar überschreiten. Die Erträge liegen in den ersten neun Monaten 15 Prozent über Vorjahr in lokaler Währung. In allen Divisionen sei es rundgelaufen, heißt es.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           4.350,69      -0,0%         -1,84         +22,5% 
Stoxx-50                3.754,12      -0,0%         -0,52         +20,8% 
DAX                    16.050,48      +0,0%          3,96         +17,0% 
MDAX                   36.101,97      -0,1%        -21,25         +17,2% 
TecDAX                  3.913,31      -0,3%        -13,73         +21,8% 
SDAX                   17.364,01      -0,3%        -48,56         +17,6% 
FTSE                    7.283,69      -0,2%        -16,71         +13,0% 
CAC                     7.059,29      +0,2%         11,81         +27,2% 
 
Rentenmarkt              zuletzt                  absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,30                    -0,05          +0,28 
US-Zehnjahresrendite        1,44                    -0,05          +0,52 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %  Di, 8:22 Uhr  Mo, 18:12 Uhr    % YTD 
EUR/USD                   1,1607      +0,2%        1,1598         1,1591    -5,0% 
EUR/JPY                   130,90      -0,2%        130,87         131,17    +3,8% 
EUR/CHF                   1,0587      +0,1%        1,0578         1,0584    -2,1% 
EUR/GBP                   0,8560      +0,2%        0,8544         0,8547    -4,2% 
USD/JPY                   112,78      -0,4%        112,84         113,17    +9,2% 
GBP/USD                   1,3560      -0,0%        1,3571         1,3562    -0,8% 
USD/CNH (Offshore)        6,3895      -0,0%        6,3919         6,3881    -1,7% 
Bitcoin 
BTC/USD                67.458,01      +1,4%     68.095,51      65.867,26  +132,2% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  82,69      81,93         +0,9%           0,76   +73,4% 
Brent/ICE                  84,10      83,43         +0,8%           0,67   +66,2% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.827,50   1.824,13         +0,2%          +3,37    -3,7% 
Silber (Spot)              24,29      24,45         -0,7%          -0,16    -8,0% 
Platin (Spot)           1.064,35   1.058,77         +0,5%          +5,58    -0,6% 
Kupfer-Future               4,39       4,40         -0,3%          -0,01   +24,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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