NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch zugelegt. Bis zum Mittag bauten sie die Gewinne aus dem frühen Handel aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete 82,58 US-Dollar. Das waren 90 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 92 Cent auf 77,33 Dollar.

Am Markt wurden die höheren Ölpreise auch mit Kursverlusten des Dollar erklärt. Die amerikanische Währung verlor im Handel mit anderen wichtigen Währungen in den vergangenen Handelstagen an Wert. Zum Euro erreichte der Dollar zeitweise den tiefsten Stand seit drei Monaten. Das macht das in Dollar gehandelte Rohöl auf dem Weltmarkt günstiger, was für eine stärkere Nachfrage und zu höheren Ölpreisen führt.

Ein bestimmendes Thema bleibt die Förderpolitik des Förderverbunds Opec+, in dem Mitgliedsstaaten der Opec gemeinsam mit anderen Förderländern wie Russland organisiert sind. Die rund zwanzig Staaten beraten an diesem Donnerstag über ihre Produktionsziele im kommenden Jahr.

Das Treffen der Opec+ war ursprünglich für vergangenes Wochenende geplant, wurde aber wegen Unstimmigkeiten über die Förderpolitik verschoben. Laut Angaben aus Delegiertenkreisen muss noch ein Streit über die Fördermenge einiger afrikanischer Mitgliedstaaten beigelegt werden./jkr/bgf/mis