Europäische Aktienmärkte haben am Montag mit Gewinnen geschlossen, angetrieben von Kurszuwächsen bei Technologie- und Bankaktien. Zu Beginn einer Woche, in der Anleger gespannt auf neue Schlagzeilen rund um den Welthandel warten, steht insbesondere die Frist für US-Präsident Donald Trumps angekündigte Zollerhöhungen im Fokus.
Der gesamteuropäische STOXX 600-Index schloss 0,4 % im Plus und konnte damit einen Teil der Verluste der Vorwoche wettmachen.
Die meisten regionalen Indizes legten zu: Der deutsche DAX gewann 1,2 %, der französische CAC 40 stieg um 0,4 % und der spanische IBEX legte um 0,7 % zu.
Der britische FTSE 100 hinkte hinterher, nachdem die Aktien von Shell um 2,9 % nachgaben. Der Energiekonzern hatte zuvor angekündigt, dass das Quartalsergebnis durch schwächere Geschäfte im Bereich integriertes Gas sowie Verluste im Chemie- und Produktsegment belastet werde.
Die globale Risikobereitschaft blieb angespannt, nachdem der US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Vereinigten Staaten würden in den kommenden 48 Stunden mehrere Handelsankündigungen machen.
Die Europäische Union strebt laut einem Sprecher der Kommission weiterhin an, bis zum 9. Juli ein Handelsabkommen zu erzielen, nachdem Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Trump einen ,,guten Austausch" gehabt hätten.
,,Handelsabkommen haben Jahre gebraucht, um vereinbart zu werden ... Es wäre überraschend, wenn sie sehr schnell umfassende und langfristige Verträge abschließen", sagte Andrew Lapping, Chief Investment Officer bei Ranmore Fund Management.
Trump sagte am Sonntag, die USA stünden kurz vor dem Abschluss mehrerer Handelsabkommen und würden andere Länder bis zum 9. Juli über höhere Zölle informieren. Diese sollen jedoch erst ab dem 1. August in Kraft treten - eine dreiwöchige Schonfrist.
Am Montag gehörten Technologiewerte zu den größten Gewinnern im STOXX: Sowohl SAP aus Deutschland als auch der niederländische Halbleiter-Ausrüster ASML legten jeweils rund 2 % zu.
Der Bankenindex der Eurozone stieg um 1,6 %. Besonders auffällig war die französische Société Générale mit einem Plus von 2,8 % - sie erreichte damit zeitweise den höchsten Stand seit 2017.
Capgemini hingegen verlor 5,6 %, nachdem das französische IT-Unternehmen die Übernahme des Technologiedienstleisters WNS für eine Barzahlung von 3,3 Milliarden US-Dollar vereinbart hatte.
Europäische Aktien sind mit einem starken Jahresauftakt gestartet: Der STOXX 600 erreichte im März ein Allzeithoch, getrieben von Rüstungsunternehmen und einer globalen Abkehr von US-Anlagen.
Seitdem ist der Index jedoch um mehr als 3 % von seinem Höchststand zurückgefallen, während der Tech-Boom in den Vereinigten Staaten dem S&P 500 geholfen hat, seine Verluste wieder auszugleichen.
Auf der Konjunkturseite zeigte eine Umfrage, dass sich die Anlegerstimmung in der Eurozone im Juli stärker als erwartet verbessert hat und den höchsten Stand seit über drei Jahren erreichte.
Im weiteren Wochenverlauf stehen Inflationsdaten für Juni aus Deutschland und Frankreich sowie BIP-Zahlen aus Großbritannien im Fokus.
Am Mittwoch werden zudem die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve veröffentlicht.




















