Europäische Aktien sind am Donnerstag gefallen und verzeichneten damit den vierten Verlusttag in Folge. Die zuvor aufgekommene Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China schwand, während zunehmende geopolitische Spannungen die Märkte zu mehr Vorsicht zwangen.
Der gesamteuropäische STOXX 600 notierte um 0,4% schwächer bei 549,41 Punkten um 07:07 GMT, während auch die meisten regionalen Börsen im Minus lagen.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, er sei bereit, die Frist für die Handelsgespräche zu verlängern, halte dies jedoch für nicht notwendig, da die USA in etwa einer Woche Angebotsschreiben an verschiedene Länder senden würden.
Allerdings zeigten sich die Märkte besorgt darüber, ob die Europäische Union noch vor Trumps Frist am 8. Juli - dem Ablauf des Zollaufschubs - eine Einigung erzielen kann.
Geopolitische Unsicherheiten sorgten für zusätzliche Vorsicht an den Märkten, die ohnehin bereits durch die von den USA verhängten Zölle und die ungelösten Handelsgespräche mit China belastet waren. Eine Lösung zur Entschärfung der langanhaltenden Spannungen war dabei nicht in Sicht.
US-Personal werde aus dem Nahen Osten abgezogen, da es dort ,,gefährlich werden könnte", sagte Trump am Mittwoch mit Blick auf die zunehmenden Spannungen mit Iran.
Am Aktienmarkt waren insbesondere Reise- und Freizeitwerte mit einem Minus von 1,7% die größten Verlierer, während Industrieminenaktien um 1,1% nachgaben.
Unter den Einzeltiteln stieg BE Semiconductor Industries (BESI) um 7,7%, nachdem das Unternehmen im Vorfeld seines Investorentages seine langfristigen Finanzziele angehoben hatte.
Tesco legte um 1,3% zu, nachdem das größte britische Lebensmittelunternehmen im ersten Quartal ein beschleunigtes Wachstum der Inlandsumsätze verzeichnete.

















