Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte zum Wochenstart erst einmal in den Konsolidierungsmodus einschwenken. Gegenüber Anfang Mai hat das Leitbarometer SMI mittlerweile mehr als 1000 Punkte hinzugewonnen. Das müsse nun erst einmal verarbeitet werden, heisst es im Handel. Zudem steht nach der EZB vergangene Woche an diesem Mittwoch nun die US-Notenbank Fed auf der Agenda, bevor nächste Woche dann die SNB den Notenbank-Reigen vervollständigt. Derweil dürfte der Rechtsruck der Europa-Wahlen wenig Einfluss auf die Märkte haben.

Auch die Vorgaben aus Übersee sprechen für einen zurückhaltenden Start. Nachdem die US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag deutlich besser als erwartet ausgefallen waren, werde einmal mehr klar, dass das Fed keine Eile haben dürfte, die Zinsen zu senken. Entsprechend hielten sich Investoren erst einmal zurück. Bevor das Fed am Mittwoch die Zinsentscheidung veröffentlicht, stehen aber zuvor noch Inflationsdaten an.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI notiert um 08.15 Uhr um 0,23 Prozent niedriger bei 12'226,34 Punkten. Vergangene Woche hat der Index 2,1 Prozent hinzugewonnen und sich am vergangenen Freitag bis auf wenige Punkte der 12'300er-Marke angenähert.

Von den 20 SMI-Werten geben alle bis auf Roche und Givaudan nach. Was den Nachrichtenfluss betrifft, hat der Pharmakonzern Roche (+0,7%) die Nase vorn. Am Freitagabend hatte der Basler Konzern zunächst positive Daten für sein Mittel Evrysdi zur Behandlung des erblich bedingten Muskelschwundes spinale Muskelatrophie (SMA) vorgelegt. Am Montagmorgen folgten dann gleich zwei Zulassungen.

Bei Givaudan (+0,2%) sorgen die Experten von Barclays mit einer Hochstufung für einen gewissen Rückenwind.

ABB (-0,3%) wiederum will mit dem Thema US-Listing abschliessen. Nachdem der Konzern seine Aktien vor gut einem Jahr von der New York Stock Exchange hat dekotieren lassen, könne er nun einen Antrag auf Befreiung von den Berichtspflichten einreichen.

Den grössten vorbörslichen Zuspruch erhält allerdings in der zweiten Reihe der Industriekonzern Sulzer (+1,6%). Er hat sich anlässlich eines Investorentages neue Mittelfristziele gegeben. Mit der Lancierung der Strategie "Sulzer 2028" will das Unternehmen "signifikanten Wert" schaffen.

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