Zürich (awp) - Nach dem schwachen Wochenauftakt zeichnet sich am Dienstag eine zaghaft freundliche Eröffnung für den Schweizer Aktienmarkt ab. Die Ergebnisse der Europa-Wahlen mit einem deutlichen Rechtsruck sorgen aber weiterhin für Unsicherheit und eine erhöhte Volatilität, heisst es im Handel. Die Vorgaben aus Übersee geben derweil keine klare Richtung vor.

Börsianer bereiteten sich auf einen ereignisreichen Mittwoch vor, sagt ein Händler. Bevor abends die US-Notenbank Fed die Zinsen voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau belässt, werden zuvor noch die jüngsten Konsumentenpreise veröffentlicht - ein seltenes Zusammenspiel dieser beiden wichtigen Datenpunkte. Es sei anzunehmen, dass sich die Marktteilnehmer bis dahin eher zurückhalten und abwarten, sagt ein Börsianer.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI notiert um 08.15 Uhr um 0,21 Prozent höher bei 12'162,73 Punkten. Zum Wochenstart war der Leitindex kurzzeitig unter die Marke von 12'100 Punkten gefallen.

Von den 20 SMI-Werten werden alle zunächst zwischen 0,1 und 0,3 Prozent etwas höher gestellt. Lediglich Partners Group scheren mit einem erwarteten Kursplus von mehr als 1 Prozent nach oben aus. Der Finanzdienstleister hat ein weiteres Private-Equity-Programm erfolgreich geschlossen. Das Ziel für Kundenzusagen von 15 Milliarden US-Dollar wurde dabei übertroffen. Vontobel-Analysten werten die Nachricht als positiv.

Kaum Bewegung verursachen die jüngsten Aussagen aus den Reihen der UBS (+0,3%). So zeigt sich die Chefin der UBS Schweiz, Sabine Keller-Busse, zuversichtlich, dass der Zusammenschluss der Schweizer Divisionen von UBS und Credit Suisse schon zum 1. Juli 2024 erfolgen könnte, wie sie im Interview mit der "NZZ" sagte.

Etwas mehr Bewegung ist in den hinteren Reihen auszumachen. Dort gewinnen etwa Avolta 1,3 Prozent hinzu. HMSHost, eine Avolta-Tochter, hat einen neuen 15-Jahres-Vertrag mit dem Flughafen Sacramento geschlossen.

Sulzer (+1,2%) erntet am Tag nach dem Kapitalmarkttag positive Analystenkommentare, was die Aktien stützt.

Dagegen sorgten eine Abstufung bei Komax (-1,6%) vorbörslich für schwächere Kurse.

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