Zürich (awp) - An der Schweizer Aktienbörse heisst das Motto zum Wochenschluss "Kommando zurück". Darauf lassen die positiven Vorgaben aus den USA und Fernost sowie die vorbörslichen Indikationen für den Leitindex SMI schliessen. Grund dafür ist die Erholung an den US-Aktienmärkten. Diese hatten sich vom Zinsschock vom Vortag erholt und ausserdem positiv auf Daten vom Arbeitsmarkt reagiert. Zudem gab es nachbörslich positive Daten der beiden Technologieriesen Amazon und Meta, während Apple leicht enttäuschten. Erste nachbörsliche Reaktionen waren bei Amazon und Meta positiv, bei Apple verhalten.

Ob dem SMI bei einem aktuellen Minus von fast 180 Punkten doch noch eine versöhnliche Wochenbilanz vergönnt ist, dürfte sich wohl am Nachmittag zeigen, wenn die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Die US-Daten sind wichtig für den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed. Eine schwache Zahl dürfte die Tauben des Fed wiederbeleben, heisst es in einem Kommentar von Swissquote. Und sie geben einen Hinweis, wann die erhofften Zinssenkungen denkbar werden.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI wird um 08.15 Uhr um 0,54 Prozent höher bei 11'274,20 Punkten gestellt. Dabei belaufen sich die Kursanstiege mehrheitlich auf rund ein halbes Prozent.

Höher gestellt werden die Akten von Sonova (+2,0%) nach einer Kurszielerhöhung von Partners Group.

Die Technologie- und Wachstumswerte Logitech (+1,5%), Lonza (+1,4%) und VAT (+1,5%) sowie die entsprechenden Vertreter im SMIM Comet, Inficon und U-Blox (je +1,5%) fallen ebenfalls positiv auf. Sie reflektierten die Gewinne der Nasdaq, heisst es.

Die Aktien von Julius Bär (+2,0%) knüpfen an die Gewinne vom Vortag an, als die Aktien zeitweise mit einem Kurssprung auf den Führungswechsel reagiert hatten. Zum Schluss blieb allerdings nur eine bescheidenes Plus von 0,9 Prozent.

Die Anteile der UBS (+0,4%) sind nach dem Kurseinbruch vom Vortag (-3,4%) etwas fester. Sie waren im Sog eines schwachen Ergebnisses der französischen Konkurrentin BNP unter Druck geraten.

Auch beim GS von Roche, der am Vortag nach Bilanzvorlage 5,5 Prozent verloren hatte, reicht es nur für ein moderates Plus von 0,4 Prozent.

Klar schwächer gestellt werden einzig Swatch (-0,9%), was laut Händlern am ehesten mit einem Analystenkommentar erklärt werden kann.

Die Aktien von Also (+2,0%) sind nach einer geplanten Übernahme in Italien gefragt.

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