Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch ganz leicht fester in den Tag gestartet. Die Mehrheit der Einzeltitel tendiert dabei etwas höher, die Ausschläge sind allerdings mehrheitlich gering. Die zu Wochenbeginn eingeleitete Konsolidierungsphase nach dem Rally seit Ende Oktober scheint sich damit vorerst fortzusetzen. Die Stimmung sei aber grundsätzlich weiter relativ gut, heisst es in Marktkreisen mit Blick auf die beiden zuletzt etwas schwächeren Börsentage. So ist etwa der Start ins Weihnachtsgeschäft in den USA gemäss den Meldungen der Händler mit Rekordumsätzen am Black Friday und am Cyber Monday gut gelungen. Die Befürchtungen, dass die Konsumenten wegen der Inflation ihr Geld horten würden, hätten sich nicht bewahrheitet, heisst es bei Ökonomen.

In Marktkreisen wird angesichts der dünnen Nachrichtenlage mit einem weiteren eher flauen Handelstag gerechnet. Nachdem die jüngste Hausse vor allem von Hoffnungen auf Zinssenkungen der US-Notenbank im kommenden Jahr getrieben war, werden von den Börsen neue Hinweise in diesem Zusammenhang mit Spannung erwartet. So liegt der Fokus der Investoren nun auf dem von der US-Notenbank Fed besonders beachteten Preisindex PCE, welcher am Donnerstag vorgelegt wird.

Der Leitindex SMI notiert um 09.15 Uhr 0,26 Prozent höher bei 10'788,21 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI legt 0,30 Prozent auf 1704,03 Punkte zu und der breite SPI 0,22 Prozent auf 14'136,76 Punkte. Innerhalb des SLI legen 23 Aktien zu und 7 geben nach.

Am meisten gesucht sind in der Startphase konjunkturempfindliche Aktien wie VAT (+1,4%), Sika (+1,3%) oder Kühne+Nagel (+1,0%). Ähnlich hoch sind die Gewinne etwa bei Geberit (+0,9%) oder Sonova (+1,0%).

Für Givaudan (+0,9%) hat JPMorgan das Kursziel klar erhöht.

Auch Swatch (+1,0%) und Richemont (+0,6%) sind gut nachgefragt. Richemont hat sich nach einem Medienbericht über ein mögliches Going Private von Farfetch öffentlich geäussert. Man habe "keine finanziellen Verpflichtungen" gegenüber der Luxusgüter-Plattform und beabsichtige nicht, dieser Kredite zu gewähren oder in sie zu investieren, so Richemont.

Etwas unter Druck stehen die Versicherer Zurich, Swiss Re (je -0,7%) und Swiss Life (-0,6%) sowie am Tabellenende Sandoz (-0,9%).

cf/uh