Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist auch in den Monat Dezember mit einer freundlichen Tendenz gestartet. Vor allem die Vorlagen aus den USA ziehen hierzulande die Kurse nach oben. Die Anleger honorierten den guten Job der US-Notenbank in der Inflationsbekämpfung, ohne dabei eine schwere Rezession hervorzurufen, sagten Börsianer. Marktteilnehmer setzten also vermehrt darauf, dass der nächste Zinsschritt eine Senkung sein werde.

Dabei werden am Berichtstag nicht nur konjunktursensible Titel gekauft, sondern vor allem auch verschiedene Pharmawerte. Im Fokus stehen nun US-Daten wie der ISM-Index am Nachmittag. Sollte auch er konjunktur-bullisher als erwartet ausfallen, könnte das die Aktien erneut beflügeln, hiess es im Handel.

Der Leitindex SMI notiert gegen 09.20 Uhr um 0,47 Prozent höher bei 10'905,47 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI rückt um 0,31 Prozent auf 1721,91 und der breite SPI um 0,39 Prozent auf 14'291,28 Punkte vor.

Swiss Re büssen gegen den Trend 1,2 Prozent ein, obschon die vom Rückversicherer im Vorfeld eines Investorentages genannten neuen Ziele bei vielen Analysten gut ankommen. Allerdings hätte sich manch einer eine etwas höhere Gewinnvorgabe gewünscht. Marktbeobachter sprechen zudem von Gewinnmitnahmen nach einem zuletzt guten Lauf.

Grössere Aufschläge gibt es für zuletzt eher geschmähte Pharmawerte wie Novartis (+1,0%), Roche (+1,0%) und Sandoz (+2,7%). Gekauft werden aber auch zyklische Papiere wie ABB (+1,2%) und SIG (+0,6%).

Für Richemont (+0,9%) hat Bernstein das Rating auf "Outperform" von "Market Perform" hochgestuft. Für Swatch (+0,4%) hat das gleiche Haus das Kursziel hingegen leicht gesenkt, die Kaufempfehlung aber bekräftigt.

Leonteq sacken nach einer Gewinnwarnung um 12,6 Prozent ab. Der Derivate-Spezialist spürt die deutlich geringere Marktvolatilität und wird daher im laufenden Jahr deutlich weniger Gewinn schreiben. Analysten gehen daher nun von einer tieferen Dividende für das Geschäftsjahr 2023 aus.

ra/tv