Die Goldpreise sprangen am Mittwoch in die Höhe, nachdem Medienberichte kursierten, wonach US-Präsident Donald Trump plane, den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, zu entlassen. Nachdem Trump dieses Gerücht jedoch dementierte, gab das Edelmetall einen Teil seiner Gewinne wieder ab.
Trump erklärte, er habe nicht vor, Powell zu entlassen, wollte jedoch nichts ausschließen und verwies auf eine Untersuchung zu Kostenüberschreitungen bei einem Renovierungsprojekt der Fed im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar. [USD/] [US/]
Der Spot-Goldpreis stieg um 1 % auf 3.354,01 US-Dollar je Unze (Stand: 21:53 Uhr MESZ), nachdem er zuvor zeitweise um bis zu 1,6 % zugelegt hatte.
Die US-Gold-Futures schlossen 0,7 % höher bei 3.359,10 US-Dollar.
,,Schlagzeilen, die suggerierten, Trump erwäge eine Entlassung Powells, haben den Goldpreis nach oben getrieben ... Später stellte er klar, dass dies höchst unwahrscheinlich sei. Die Goldmärkte wurden von diesem Hin und Her kräftig durchgeschüttelt", sagte Daniel Ghali, Rohstoffstratege bei TD Securities.
Israel startete unterdessen massive Luftangriffe in Damaskus, beschädigte das Verteidigungsministerium und traf Gebiete in der Nähe des Präsidentenpalasts. Dieser Angriff schürte geopolitische Sorgen und unterstützte die Nachfrage nach dem als sicheren Hafen geltenden Gold.
Auf der Handelsfront bereitete die Europäische Kommission Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von 84,1 Milliarden US-Dollar vor, falls die Gespräche mit Washington scheitern sollten. Trump hatte in der vergangenen Woche damit gedroht, 30 % Zölle auf Importe aus der EU zu erheben.
,,Mit den israelischen Angriffen und der verschärften US-Linie bei den Handelszöllen gibt es derzeit etwas mehr Unsicherheit am Markt", erklärte Jim Wyckoff, Senior Analyst bei Kitco Metals. ,,Das kommt Gold zugute."
,,Ich erwarte, dass Gold kurzfristig zwischen 3.250 und 3.476 US-Dollar gehandelt wird."
Unterstützung erhielt Gold zudem durch Daten, die zeigten, dass die US-Erzeugerpreise im Juni überraschend unverändert blieben, nachdem sie im Mai noch um 0,3 % gestiegen waren.
Am Dienstag hatten bereits Daten ergeben, dass die Verbraucherpreise im Juni um 0,3 % anzogen, nach einem Plus von 0,1 % im Mai. Dies signalisiert, dass die US-Notenbank bei Zinssenkungen weiterhin vorsichtig agieren dürfte.
Gold profitiert in unsicheren Zeiten und wird zudem von einem niedrigen Zinsumfeld weiter gestützt.
Der Spot-Silberpreis legte um 0,5 % auf 37,89 US-Dollar je Unze zu.
Platin gewann fast 3 % auf 1.412,55 US-Dollar und Palladium stieg um 1,8 % auf 1.227,73 US-Dollar.


















