Bergleute in Peru, die mit befristeten Genehmigungen arbeiten dürfen, haben ihre Proteste, die mehr als zwei Wochen lang eine wichtige Kupfertransitstrecke blockierten, vorübergehend ausgesetzt. Das teilte einer der Protestführer, Luis Huaman, am Dienstag gegenüber Reuters mit.
Huaman erklärte, die Proteste würden mindestens bis Freitag ruhen, während man weiterhin Druck auf die Regierung ausübe, um eine Verlängerung der Betriebsgenehmigungen zu erreichen.
Die peruanische Regierung arbeitet derzeit daran, das Programm für sogenannte ,,informelle" Betriebe zu beenden. Dieses Programm wurde vor über einem Jahrzehnt als Übergangslösung eingeführt, doch die Beschäftigten der Branche kritisieren, dass die strengeren Auflagen für eine legale Tätigkeit zu belastend seien.
Die Proteste hatten Ende Juni in ganz Peru begonnen, darunter auch die Blockade einer Straße in der Region Cusco. Diese Route wird von den Bergbaukonzernen MMG, Glencore und Hudbay Minerals genutzt, deren Minen zu den zehn größten Kupferproduzenten Perus zählen.
Das Andenland ist weltweit der drittgrößte Kupferproduzent.
Das Energieministerium strebt an, bis Jahresende mehr als 31.000 informelle Bergleute in die reguläre Gesetzgebung zu überführen, nachdem Anfang des Monats bereits über 50.000 andere aus dem Programm entfernt wurden. Laut Ministerium hätten mindestens 45.000 von ihnen in den letzten vier Jahren keine Aktivitäten registriert.
,,Es ist ein Waffenstillstand", sagte Huaman. Ein Komitee aus informellen Bergleuten und verschiedenen Regierungsvertretern soll am Freitag in Lima zusammenkommen, um über das Thema zu beraten. Sollte das Ergebnis nicht im Sinne der Protestierenden ausfallen, werde man ,,die Blockade des Minenkorridors wieder aufnehmen", so Huaman weiter.
Die Protestierenden fordern von der Regierung eine Lösung, die den Fortbestand informeller Betriebe ermöglicht. Sollte bis Freitag keine Einigung erzielt werden, wollen sie die Proteste erneut aufnehmen.
Chinas MMG und Kanadas Hudbay hatten vergangene Woche gegenüber hochrangigen Regierungsvertretern erklärt, ihre Produktion könne beeinträchtigt werden, falls die Proteste andauern sollten.




















