Die australischen Aktien stiegen am Donnerstag, wobei die Finanzwerte die Kursgewinne anführten, da die Konjunkturdaten die Befürchtungen vor weiteren Zinserhöhungen abschwächten, während die schwachen US-Arbeitsmarktdaten die Wetten auf eine Zinserhöhung im September festigten.

Der S&P/ASX 200 Index stieg bis 0029 GMT um 0,6% auf 7.812,9 und erreichte damit ein Neun-Sekunden-Hoch.

Die Daten vom Mittwoch zeigten, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Australiens im ersten Quartal um 0,1% gestiegen ist und damit knapp unter den Marktprognosen von 0,2% lag, da die hohen Kreditkosten und die immer noch hohe Inflation die Verbraucherausgaben bremsten.

Die Finanzmärkte haben das Risiko einer weiteren Anhebung des Leitzinses der Reserve Bank of Australia von 4,35% bereits ausgepreist, sehen aber auch keine großen Chancen für eine baldige Senkung. In den Futures ist eine Senkung auf 4,10% erst im Mai nächsten Jahres vollständig eingepreist.

In der Zwischenzeit haben die US-Arbeitsmarktdaten die Hoffnungen der Anleger auf eine Zinssenkung der Federal Reserve im September gestärkt, was zu Kursgewinnen an den Aktienmärkten weltweit führte.

In Sydney stiegen die zinssensiblen Finanzwerte um 0,6% und erreichten damit den höchsten Stand seit fast drei Monaten, was den fünften Anstieg in Folge bedeuten würde.

Alle "Big Four" Banken lagen im Plus, Commonwealth Bank um 1% und ANZ Group um 0,28%.

Schwergewichtige Bergbauwerte stiegen nach einem zweitägigen Rückgang um 0,4%. Der Bergbaugigant Rio Tinto verlor jedoch 1,1%.

Gold- und Energietitel legten um 1,9% bzw. 0,3% zu, da die zugrunde liegenden Rohstoffpreise sich erholten, nachdem US-Daten die Risikobereitschaft erhöht hatten.

In Anlehnung an die Gewinne an der Wall Street stieg der Technologie-Subindex um 1,3%. Aktien aus dem Gesundheitswesen legten um 0,8% zu, während Immobilienaktien um 0,7% stiegen.

Der neuseeländische S&P/NZX 50-Index verlor 0,6% auf 11.922,15, nachdem er drei Tage in Folge gestiegen war.

Die Aktien von SkyCity Entertainment fielen um bis zu 22,5%, nachdem der Kasinobetreiber seine jährliche Gewinnprognose gesenkt und die Dividende bis zum Geschäftsjahr 2026 ausgesetzt hatte.