Beginnen wir mit etwas Kontext. Die Wall Street begrüßte zunächst den Wahlsieg von Donald Trump im November 2024. Die großen Indizes erreichten ihren Höhepunkt, bevor sie ins Stocken gerieten und kurz nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten wieder anstiegen. Aber seit Ende Februar ist die Euphorie verflogen. Besonders seit der Einführung gegenseitiger Zölle, welche die Wall Street stark einbrechen ließen. So sieht der Jahresanfang an der New Yorker Börse aus:

Le Russell 2000, cette fausse bonne idée 2025

Ein ruhiger Jahresbeginn...

Bis Mitte Februar waren die Märkte relativ stabil mit leicht positiven Performances, insbesondere für den NASDAQ 100 (in Gelb), der die anderen leicht übertraf. Diese Phase scheinbarer Ruhe wich einer allmählichen Erosion, die sich im März verstärkte. Ab Ende März verschärfte sich die Lage ernsthaft. Alle Indizes verzeichneten einen deutlichen Einbruch, mit einem Tiefpunkt um den 7. April herum. Der Russell 2000 (weiße Linie), der die kleinen Kapitalisierungen repräsentiert, schnitt am schlechtesten ab und flirtete mit einem Minus von -20% oder sogar etwas mehr. Eine der konsensfähigsten Wetten der letzten sechs Monate, auf kleine Unternehmen zu setzen, die von der Rückkehr Donald Trumps profitieren sollten, endet also in einem Fiasko.

Bemerkenswert ist, dass der S&P 500 Equal Weighted (blaue Linie) besser abschneidet als die klassische Version, der S&P 500 (in Rot). Dies deutet darauf hin, dass der Rückgang stärker von den Schwergewichten der Börse getragen wurde - die großen Kapitalisierungen (wie die Tech-Giganten) haben stärker gelitten als der Marktdurchschnitt. Schließlich hat der Nasdaq 100, der reich an Technologiewerten ist, unter dieser Marktkorrektur gelitten, ohne jedoch den Russell 2000 einzuholen.