Die Aktienmärkte dürften sich in den nächsten Wochen anfällig für Rücksetzer erweisen, urteilt die DZ Bank. Mögliche Auslöser für eine Eintrübung des Stimmungsbildes sehen die Aktienstrategen der Bank zu genüge. Zum einen drohe weiterhin Gegenwind aus den USA, vor allem aus dem Weißen Haus. Schließlich sei der US-Präsident immer wieder für Zollüberraschungen gut- wie jüngst die überraschend angekündigten Abgaben auf Einfuhren aus Brasilien und für Kupfer deutlich gemacht hätten. Selbst wenn Donald Trump seine Maximalforderungen nicht umsetze, bleibe am Ende ein belastender Effekt für die weitere realwirtschaftliche Entwicklung übrig.
Bislang seien es zwar vor allem Umfragewerte und Stimmungsindikatoren, die sich deutlich eingetrübt hätten. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte dürfte sich dies aber ändern und eine merkliche Wachstumsverlangsamung des Bruttoinlandsprodukts sowohl in den USA als auch weltweit zu beobachten sein. Hinzu komme eine vorsichtige Geldpolitik der US-Notenbank und ein zu erwartender Anstieg der Staatsanleiherenditen, der die Aktienmärkte zusätzlich unter Druck setzen dürfte. Für Ende des Jahres sehen die Aktienstrategen daher den DAX leicht auf 23.000 Punkte fallen.
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July 11, 2025 08:52 ET (12:52 GMT)


















