FRANKFURT (Dow Jones)--Der Industrierecycler Befesa hat nach einem Rückgang des operativen Ergebnisses im dritten Quartal seine Jahresprognose gesenkt. Die Herausforderungen dürften im weiteren Jahresverlauf andauernd, teilte das im MDAX notierte Unternehmen mit Sitz in Luxemburg mit, betonte aber, dass die mittelfristigen Aussichten intakt seien.

"Die von uns erwartete Verbesserung des makroökonomischen Umfelds in der zweiten Jahreshälfte 2023 ist nicht eingetreten, und wir erwarten jetzt, dass die aktuellen herausfordernden Bedingungen auch bis Jahresende anhalten werden", sagte CEO Javier Molina laut der Mitteilung. "Dennoch sehen wir für das Jahr 2024 Aufwind, getrieben durch die Umkehrung vieler der Belastungen, die 2023 aufgetreten sind."

Im Zeitraum Juli bis September stieg der Umsatz um 8 Prozent auf 288,7 Millionen Euro. Dies sei hauptsächlich auf den Beitrag des Zinkschmelzgeschäfts in den USA zurückzuführen, teilte Befesa mit. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank dagegen um 8 Prozent auf 42,0 Millionen Euro, getrieben von niedrigeren Marktpreisen für Zink an der Londoner Metallbörse, gestiegenen Schmelzlöhnen sowie höheren Preisen für Kokskohle.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 284,7 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA auf dem Vorjahresniveau von 46 Millionen Euro gerechnet.

Unter dem Strich brach der Gewinn auf 7,3 Millionen Euro ein, von 37,2 Millionen im Vorjahresquartal. Pro Aktie verdiente Befesa 18 Cent, nach 93 Cent im Vorjahresquartal.

Im Gesamtjahr 2023 erwartet Besefa nun ein bereinigtes EBITDA von 180 Millionen Euro, bisher lag die Prognosespanne bei 200 und 230 Millionen Euro. Nach neun Monaten wurden davon 136,7 Millionen Euro erreicht

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October 26, 2023 01:30 ET (05:30 GMT)