TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (awp international) - Die grösseren asiatischen Börsen haben am Donnerstag zumeist geschwächelt. Dabei driftete die Entwicklung an den einzelnen Märkten allerdings auseinander. Während das Minus in Festlandchina und Hongkong etwas höher ausfiel, hielten sich andere Börsen wesentlich besser.

Die vergleichsweise deutlichen Verluste an den chinesischen Börsen begründeten die Marktstrategen der Deutschen Bank mit enttäuschenden Ergebnisse aus der Technologiebranche. Die Zahlen von Baidu und Bilibili hatten Sorgen um die weitere Entwicklung der Werbeumsätze entfacht. Die Aktie von Evergrande gab in Hongkong unterdessen weiter nach. Der angeschlagene Immobilienkonzern hatte Anteile an dem Streamingdienst HengTen verkauft. Damit verbessert sich zwar die Liquiditätslage kurzfristig, der Schritt unterstreicht nach Ansicht von Analysten aber auch die angespannte Situation.

Die vergleichsweise geringen Abgaben in Japan begründeten die Marktstrategen der Deutschen Bank mit einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei". Danach könnten die geplanten fiskalischen Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft einen Rekordumfang von umgerechnet 487 Milliarden Dollar haben.

In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei 225 mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 29 598,66 Punkten.

Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor im späten Handel 1,39 Prozent auf 25 294,75 Punkte. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland sank um rund ein Prozent auf 4837,62 Punkten, während der australische ASX 200 sich mit einem leichten Gewinn von 0,13 Prozent auf 7379,20 Punkte besser schlug./mf/mis