Die wichtigsten britischen Aktienindizes haben am Montag schwächer geschlossen, während Anleger eine Vielzahl von Unternehmensnachrichten verarbeiteten und die Entwicklungen rund um die US-Zollpolitik im Blick behielten.
Der Blue-Chip-Index FTSE 100 gab um 0,2% nach, während der stärker auf den Binnenmarkt ausgerichtete FTSE 250 um 0,1% fiel.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag, dass Washington kurz davor stehe, mehrere Handelsabkommen abzuschließen. Die betroffenen Länder würden bis zum 9. Juli über höhere Zolltarife informiert, die dann ab dem 1. August in Kraft treten sollen.
Britische Midcap-Aktien gerieten bereits in der vergangenen Woche unter Druck, nachdem Finanzministerin Rachel Reeves im Parlament unter Tränen erschien. Vorausgegangen waren kostspielige Kurswechsel bei Sozialreformen, die Zweifel an der Fähigkeit der Regierung zur Ausgabenkürzung und an der Kontrolle der Partei aufkommen ließen.
Obwohl sich die Märkte seitdem etwas erholt haben, bleibt die Unsicherheit rund um die US-Zölle ein belastender Faktor für die Stimmung.
Aktien aus dem Öl- und Gassektor verloren 2,6% und führten damit die Verluste unter den wichtigsten britischen Branchen an.
Shell büßte 2,9% ein, nachdem der Energiekonzern angekündigt hatte, dass die Quartalsgewinne durch schwächere Geschäfte in der integrierten Gas-Sparte sowie Verluste im Chemie- und Produktbereich belastet würden. Die Zahlen für das zweite Quartal werden am 31. Juli erwartet.
Auch Wettbewerber BP verlor 2%, obwohl die Rohölpreise zulegen konnten. [O/R]
Currys rutschte um 5% ab und führte damit die Verluste im Midcap-Index an. Die RBC hatte den Elektronikhändler auf "Sector Perform" abgestuft und betont, dass der Ausblick weiterhin anfällig für makroökonomische Risiken sei.
Der auf die Ukraine fokussierte Bergbaukonzern Ferrexpo fiel um 1,5%, nachdem das Unternehmen einen Einbruch der Eisenerzproduktion im zweiten Quartal um 40% gemeldet hatte.

























