NEW YORK (awp international) - Die US-Börsen haben zur Wochenmitte nach der Verschnaufpause am Vortag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Im frühen Handel stand der Dow Jones Industrial 0,21 Prozent höher auf 35 161,91 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es ebenfalls um 0,21 Prozent auf 4547,81 Punkte nach oben. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 gewann 0,34 Prozent auf 15 988,41 Zähler. Einen Teile ihrer anfangs noch höheren Gewinne gaben die Indizes allerdings ab. Das Michigan-Konsumklima hatte sich weniger eingetrübt als erwartet.

Generell wird der Markt von der Hoffnung auf sinkende Leitzinsen im kommenden Jahr gestützt. Momentan herrscht Zuversicht, dass die US-Notenbank die Inflation im Griff hat und deshalb ihre Geldpolitik lockern kann.

Börsianer rechnen insgesamt mit einem etwas ruhigeren Handel, denn an diesem Donnerstag bleiben die US-Börsen wegen des Feiertages Thanksgiving geschlossen. Am Freitag dann findet ein verkürzter Handel statt, der bereits um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit endet.

Unter den Einzelwerten stehen am Mittwoch die Aktien von Nvidia im Fokus. Das Unternehmen profitiert stark von der Nachfrage nach KI-Chips und präsentierte einen weiteren überraschend starken Quartalsbericht. Jedoch warnte der Chiphersteller, dass das Geschäft in China wegen ausgeweiteter Lieferbeschränkungen durch die US-Regierung "erheblich" zurückgehen werde. Die Nvidia-Anteilsscheine fielen von ihrem am Montag erreichten Rekordhoch nun weiter zurück mit einem Minus von zuletzt 3,6 Prozent.

Nach dem Rücksetzer am Vortag erreichten indes die Aktien von Microsoft eine weitere Bestmarke. Zuletzt gewannen die Papiere des Softwarekonzerns etwas darunter noch 0,8 Prozent.

Anleger werteten es diesmal positiv, dass nach fünf Tagen Führungschaos beim ChatGPT-Entwickler OpenAI der herausgedrängte Chef Sam Altman wieder an die Spitze zurückkehrt - somit also nicht zu Microsoft geht. Damit endet Beobachtern zufolge ein schockierendes Hin-und-Her-Drama. Dieses hatte das Silicon Valley und die globale KI-Branche in Aufruhr versetzt.

Die Personalie ist den Beobachtern zufolge ein bedeutender Sieg für Microsoft. Der Konzern ist Grossinvestor von OpenAI und habe gemeinsam mit anderen Investoren bewirkt, dass die Entlassung Altmans rückgängig gemacht wird. Am Montag allerdings hatte die Börse es noch gefeiert, dass sich Microsoft Altman zunächst weggeschnappt hatte.

Mit Quartalszahlen im Blick stand zudem der Landmaschinenhersteller Deere , dessen Aktien um 6,6 Prozent abrutschten. Grund dafür war eine für 2024 überraschend niedrige Prognose für den Nettogewinn./ajx/jha/