NEW YORK (awp international) - Euphorisiert vom explosiven Wachstum des Halbleiterkonzerns Nvidia dürften die Technologiewerte an der Nasdaq am Donnerstag erheblich zulegen und die Standardwerte an der Wall Street stützen. Für Impulse könnten auch US-Konjunkturdaten sorgen. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist unerwartet gefallen. Kurz nach Börsenstart werden noch Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser sowie zu den Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und das Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht.

Rund eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,5 Prozent höher bei 38 819 Punkten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 dürfte 2,1 Prozent im Plus bei 17 840 Zählern starten.

Der Boom beim Einsatz Künstlicher Intelligenz sorgt weiter für starkes Wachstum von Nvidia. Im vergangenen Quartal lag der Umsatz mehr als dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor. Auch der Ausblick für das laufende Quartal lag über den Erwartungen.

Die Kennziffern seien einmal mehr bemerkenswert gut ausgefallen, lobte Bernstein-Analyst Stacy Rasgon. Trotz der hohen Markterwartungen hätten die Resultate klar darüber gelegen. Der Experte schraubte sein Kursziel von 700 auf 1000 Dollar nach oben. Im vorbörslichen Handel wurden die Nvidia-Papiere zuletzt mit einem Anstieg von 12,6 Prozent bei 759 Dollar gehandelt, was im regulären Handel einem Rekordhoch entspräche.

Das Kursplus seit Ende 2022 würde damit auf rund 420 Prozent wachsen, womit Nvidia auf einen Börsenwert von rund 1,9 Billionen Dollar käme. Damit würde der Konzern in Sachen Marktkapitalisierung an Amazon und der Google-Mutter Alphabet vorbeiziehen und wäre hinter Microsoft und Apple das drittwertvollste US-Unternehmen.

Die Papiere von Moderna schnellten vorbörslich um 6,3 Prozent hoch. Der Impfstoffhersteller meldete für das vierte Quartal einen Umsatz, der die Erwartungen der Analysten übertraf und bekräftigte sein Erlösziel für 2024.

Die Aktien von Rivian sackten vorbörslich um 18 Prozent ab. Der Elektroauto-Hersteller hat mit einer stagnierenden Nachfrage und wirtschaftlichen Turbulenzen zu kämpfen und kürzte deshalb seine Produktionsprognose unerwartet deutlich. Zudem kündigte das Unternehmen an, rund 10 Prozent seiner Angestellten zu entlassen./edh/jha/