FRANKFURT (awp international)

---------- AKTIEN ----------

DEUTSCHLAND: - STABILISIERUNG - Der Dax dürfte sich am Freitag nach seinem jüngsten Kursrutsch zunächst stabilisieren. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor Start des Xetra-Handels mit 0,26 Prozent im Plus auf 18 314 Punkte. Dies ändert allerdings nichts daran, dass er auf ein Wochenminus zusteuert. Durch die Indikation sinkt dieses nur leicht auf 1,3 Prozent. Durch den Kursrutsch um knapp zwei Prozent und den niedrigsten Stand seit Anfang Mai hatte sich am Donnerstag das Chartbild im Dax weiter eingetrübt. Der Seitwärtskanal der vergangenen Wochen wurde verlassen. "Der Dax bleibt in schwierigem Fahrwasser - technisch wie psychologisch", schrieb am Morgen der Chartexperte Martin Utschneider von Finanzethos. Neben der politischen Unsicherheit in Frankreich und der Diskussion über einen Zollstreit mit China hält auch die Zurückhaltung der US-Notenbank Fed mit Blick auf Zinssenkungen derzeit die Anleger davon ab, Risiken einzugehen.

USA: - TECHS WEITER GEFRAGT - Angeführt vom Technologie-Sektor haben die US-Börsen teils ihren Rekordlauf am Donnerstag mit gedrosseltem Tempo fortgesetzt. Schwächer als erwartet gestiegene Erzeugerpreise im Mai wurden ebenso als positives Signal für die Inflationsentwicklung gesehen wie die deutlich gestiegene Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Ein schwächerer Arbeitsmarkt dämpft tendenziell die Lohnentwicklung, was es der US-Notenbank Fed erleichtert, die Inflation zu bekämpfen. Der Dow Jones Industrial allerdings hatte einmal mehr das Nachsehen und verbuchte erneut moderate Verluste. In dem Leitindex sind vor allem Standardwerte zu finden. Während der bekannteste Wall-Street-Index Dow mit einem kleinen Abschlag von 0,17 Prozent auf 38 647,10 Punkte aus dem Handel ging, verzeichneten der S&P 500 und die überwiegend mit Technologiewerten bestückten Nasdaq-Börsen neue Höchststände. Der marktbreite S&P beendete den Tag mit plus 0,23 Prozent auf 5433,74 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,57 Prozent auf 19 576,92 Punkte zu.

ASIEN: - GEWINNE IN JAPAN, VERLUSTE IN CHINA - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Freitag erneut keine gemeinsame Richtung gefunden. In Tokio stieg der japanische Leitindex Nikkei 225 kurz vor dem Handelsende um 0,3 Prozent. Im Fokus standen hier geldpolitische Signale der Bank of Japan. Die Notenbank will ihre Anleihekäufe perspektivisch zwar verringern, sich aber noch Zeit lassen damit. Einige Investoren hatten damit gerechnet, dass der Schritt früher erfolgen könnte. Der Kurs des Yen geriet daraufhin unter Druck. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ging es für den technologielastigen Hang-Seng-Index um knapp 0,7 Prozent nach unten und der CSI 300 mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen fiel im späten Handel um 0,4 Prozent.

DAX              		18265,68		-1,96%
XDAX            		18292,81		-1,74%
EuroSTOXX 50		  4935,50		-1,97%
Stoxx50        		  4506,09		-1,18%

DJIA             		38647,10		-0,17%
S&P 500        		  5433,74		 0,23%
NASDAQ 100  		19576,92		 0,57%

---------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL ----------

RENTEN:

Bund-Future                131,66            -0,14%

DEVISEN:

Euro/USD       		1,0737		0,00%
USD/Yen             	157,96		0,59%
Euro/Yen       		169,60		0,59%

ROHÖL:

Brent                         82,37            -0,38 USD
WTI                           78,17            -0,45 USD

---------- PRESSESCHAU ----------

bis 07.15 Uhr: - Bauernverband fordert Verzicht auf neues Tierschutzgesetz, Gespräch mit Verbandspräsident Joachim Rukwied, Rheinische Post - Mehr als jede zehnte Zugtoilette defekt, Unions-Fraktionsvize Ulrich Lange (CSU), Gespräch, Rheinische Post - SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich gibt Kanzler Olaf Scholz (SPD) Rückendeckung, mahnt jedoch bessere Kommunikation an / Dringt auf Haushaltsentwurf bis 3. Juli / Beharrt vor dem Start der Schweizer Friedenskonferenz für die Ukraine auf seinen Äusserungen zu einem möglichen Einfrieren des Konflikts mit dem Aggressor Russland, Gespräch, Rheinische Post - Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf wirft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) fehlende Führung vor, Interview, Welt - Bund-Länder-Streit um die Fortsetzung des Digitalpakts: Hessens Kultusminister Armin Schwarz (CDU) greift Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) scharf an: "Es gibt keinerlei Transparenz über das, was tatsächlich beraten wird und dementsprechend auch Null-Komma-Null Planungssicherheit für die Länder", Table Briefings - SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese: Grenzkontrollen über EM hinaus erforderlich, Tagesspiegel - Fussball-Nationalspieler Horst Heldt hinterfragt Sahin als möglichen neuen BVB-Coach, Sky

bis 5.00 Uhr: - Finanzchef von Blockheizkraftwerksspezialist 2G Energy über den Einstieg ins Wärmepumpengeschäft und strukturelles Wachstum: "Es wird ein Defizit in der Stromversorgung geben", Gespräch mit Friedrich Pehle, BöZ

bis 21.00 Uhr: - Reisebusbetreiber Flix sucht Alternativen zum Börsengang: Gespräche mit möglichem Grossaktionär EQT über Milliardendeal laufen, HB - "Hohe Inflation könnte früher zurückkehren als erwartet", Gastkommentar von Ökonom Kenneth Rogoff, HB - Siemens-Smart-Infrastructure-Manager Thomas Kiessling: "Digitalisierung und KI können dem Klimawandel deutlich entgegenwirken", Gespräch, FAZ - Daimler-Truck-Spitzenmanagerin Karin Radström drängt auf schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw, Interview, Mannheimer Morgen - Geschäftsführer des Coca-Cola-Abfüllers Europacific Partners, John Galvin, zu weiterer grundsätzlicher Verschärfung der Werberegeln für zuckerhaltige Produkte: "Das wäre eine massive Einmischung in die unternehmerische Freiheit", Interview, FAZ

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