Die Pariser Börse legt am Morgen um 1,3% zu und notiert bei rund 7635 Punkten, angetrieben von Accor (+4,7%), Saint-Gobain (+4,3%) und Teleperformance (+3,3%).
Der Pariser Leitindex profitiert von der Deeskalation im Nahen Osten, nachdem Donald Trump die Einführung einer Waffenruhe zwischen Tel Aviv und Teheran verkündet hat. Diese Pause bleibt jedoch zerbrechlich: Israel meldete soeben einen ,,eklatanten Bruch der Waffenruhe" durch den Iran und kündigte umgehend eine ,,entschlossene Antwort" an.
Die Anzeichen der Entspannung im israelisch-iranischen Konflikt hatten bereits die US-Börsen gestern Abend nach einem zunächst ruhigen Handelsstart nach oben getrieben. Anleger beobachten die Lage daher weiterhin aufmerksam und warten auf die neuesten Entwicklungen.
Auf der Statistikseite verbessert sich das Geschäftsklima in Deutschland: Der ifo-Index steigt im Juni auf 88,4 nach 87,5 im Mai. Die Bewertung der aktuellen Lage legt leicht um 0,1 Punkte auf 86,2 zu, während die Erwartungen mit einem Plus von 1,7 Punkten auf 90,7 deutlicher anziehen.
In den USA erwarten die Anleger am Nachmittag den Verbrauchervertrauensindex des Conference Board. Dieser dürfte zeigen, dass die Stimmung der Haushalte bislang recht widerstandsfähig gegenüber den neuen Zöllen der Trump-Regierung bleibt.
Um 16 Uhr beginnt zudem die Anhörung von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank Fed, vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Es wird erwartet, dass er an seiner vorsichtigen Rhetorik der vergangenen Woche festhält, als die Fed beschlossen hatte, die Zinssätze unverändert zu lassen.
Die Marktteilnehmer werden außerdem das heute in Den Haag beginnende NATO-Gipfeltreffen aufmerksam verfolgen, das einen entscheidenden Wendepunkt für die europäische Verteidigungsstrategie markieren könnte.
Am Anleihemarkt notieren die US-Treasuries mit zehn Jahren Laufzeit bei 4,32%, während der deutsche Bund gleicher Laufzeit bei 2,52% und die französische OAT bei 3,23% liegen.
Die Deeskalation im Nahen Osten wirkt sich nicht zugunsten des US-Dollars aus. Der Euro wird bei 1,16$ (+0,1%) gehandelt.
Die Ölpreise fallen deutlich im Zuge der geopolitischen Entspannung. Die Nordsee-Sorte Brent, die gestern Morgen noch über 80 Dollar pro Barrel lag, sinkt auf 68,9$ (-2,4%).
Aus dem Kreis der französischen Unternehmen meldet Bic, dass Finanzchef Chad Spooner sein Amt zum 11. Juli niederlegen wird, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. In den vergangenen fünf Jahren spielte er eine Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Umsetzung des Plans Horizon.
Renault gab am Dienstag bekannt, einem Finanzdienstleister ein Mandat für den Erwerb von maximal 300.000 eigenen Aktien erteilt zu haben.
Interparfums prüft die Modalitäten einer Verschmelzung durch Übernahme ihrer Muttergesellschaft Interparfums Holding, die 72,3% des Kapitals und 83% der Stimmrechte hält.
Copyright (c) 2025 CercleFinance.com. Alle Rechte vorbehalten.
















