Der Fleischverarbeiter JBS teilte am Mittwoch mit, dass Peking US-Rindfleischlieferungen aus dem Werk des Unternehmens in Greeley, Colorado, blockiert hat, weil Spuren des Futtermittelzusatzstoffes Ractopamin in fur China bestimmtem Rindfleisch festgestellt wurden.

Das in Brasilien ansassige Unternehmen JBS, der grosste Rindfleischproduzent der Welt, erklarte in einer Erklarung, dass es mit den amerikanischen und chinesischen Behorden zusammenarbeitet, um die Situation zu klaren, und dass keine anderen JBS-Rindfleischanlagen in den USA betroffen sind.

Die Aussetzung trat am Montag in Kraft, wie aus einer Mitteilung auf der Website des U.S. Department of Agriculture's Food Safety and Inspection Service hervorgeht.

Ractopamin ist ein Futtermittelzusatzstoff, der zur Steigerung des Korpergewichts von Tieren verwendet wird. Seine Verwendung ist in mindestens 160 Landern, darunter die Europaische Union, Russland und China, verboten oder eingeschrankt worden.

Zu Beginn dieses Jahres haben wichtige Gruppen aus den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Tierschutz

eine Klage eingereicht

gegen die U.S. Food and Drug Administration (FDA) eingereicht, um sie zu zwingen, die Zulassung von Ractopamin zu uberdenken, das ihrer Meinung nach die menschliche Gesundheit gefahrdet und Stress bei Nutztieren vor der Schlachtung verursacht.

Ausserdem hat China die Einfuhr von Fleisch- und Geflugelprodukten aus dem Cool Port Oakland in Oakland, Kalifornien, mit Wirkung zum gleichen Datum blockiert, wie auf der Website des USDA zu lesen ist. Cool Port Oakland ist ein Kuhlhaus, in dem verderbliche oder andere empfindliche Waren wie Lebensmittel oder Medikamente gelagert werden.

Die Beschrankungen liessen die Rinderfutures an der Chicago Mercantile Exchange am Mittwoch einbrechen, wie Analysten berichteten, wobei der aktivste Augustkontrakt fur Lebendvieh den grossten prozentualen Ruckgang seit dem 1. Mai verzeichnete.

Beamte von Cool Port Oakland waren am Mittwoch nicht sofort fur einen Kommentar zu erreichen. Die USDA-Beamten gaben keinen unmittelbaren Kommentar ab. (Weitere Berichte von Lisa Baertlein in Los Angeles; Bearbeitung durch Leslie Adler)