(Alliance News) – WPP PLC hat am Mittwoch nach einem schwächer als erwarteten ersten Halbjahr seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt.

Die in London ansässige Werbeagentur bezeichnete das Marktumfeld als „herausfordernd“, und im ersten Halbjahr werden auch einmalige Kosten wie Abfindungen bei der kürzlich verkleinerten Tochtergesellschaft WPP Media zu Buche schlagen.

WPP rechnet nun für 2025 mit einem Umsatzrückgang auf vergleichbarer Basis ohne Pass-Through-Kosten zwischen 3 % und 5 %. Das Unternehmen prognostiziert einen Rückgang der operativen Gewinnmarge vor Wechselkurseffekten um 50 bis 175 Basispunkte.

Im April hatte WPP noch geschätzt, dass der Umsatz im Jahr 2025 gegenüber 2024 unverändert bis um 2 % zurückgehen würde. Das Unternehmen erwartete eine „nahezu unveränderte” Marge.

Nach der Veröffentlichung der aktuellen Geschäftszahlen am Mittwochmorgen fiel die WPP-Aktie in London um 14 % auf 451,76 GBP und war damit der schlechteste Wert im FTSE 100-Index, der selbst um 0,1 % zulegte.

WPP prognostiziert nun für das zweite Quartal einen Rückgang des Umsatzes auf vergleichbarer Basis ohne Pass-Through-Kosten in einer Spanne von 5,5 % bis 6,0 % und für das erste Halbjahr einen Rückgang von 4,2 % bis 4,5 %.

Der operativ Gewinn im ersten Halbjahr wird voraussichtlich zwischen 400 und 425 Millionen GBP liegen, was einem Rückgang gegenüber den 646 Millionen GBP im Vorjahr entspricht.

WPP prognostiziert „anhaltende makroökonomische Unsicherheiten, die die Ausgaben der Kunden belasten werden”.

Mark Read, Chief Executive Officer, kommentierte: „Seit Jahresbeginn sehen wir uns mit einem schwierigen Geschäftsumfeld konfrontiert, das durch zunehmenden makroökonomischen Druck und einen Rückgang des Netto-Neugeschäfts geprägt ist. Wir hatten zwar erwartet, dass das zweite Quartal ähnlich wie das erste ausfallen würde, doch fiel das Ergebnis im Juni schlechter als erwartet aus, und wir gehen davon aus, dass sich diese Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird.”

Read fügte hinzu: „Unser Fokus liegt weiterhin darauf, das richtige Gleichgewicht zwischen langfristigen Investitionen in das Geschäft und der weiteren Senkung der Strukturkosten zu gewährleisten und gleichzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um auf das aktuelle Geschäftsumfeld zu reagieren.”

Von Holly Munks, Alliance News-Reporterin

Kommentare und Fragen bitte an newsroom@alliancenews.com

Copyright 2025 Alliance News Ltd. Alle Rechte vorbehalten.