Die Hollywood-Schauspieler haben am Dienstag einem Dreijahresvertrag mit den großen Studios und Sendern zugestimmt. Damit wurde der sechsmonatige Arbeitskampf, der die Branche zum Stillstand gebracht hatte, formell beendet.

Die Mitglieder der Gewerkschaft SAG-AFTRA hatten bereits im November die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem eine vorläufige Einigung zustande gekommen war, die höhere Gehälter und einen Schutz gegen die unerlaubte Nutzung von durch künstliche Intelligenz (KI) erzeugten Bildern vorsah.

WIE VIELE MITGLIEDER HABEN FÜR DAS ABKOMMEN GESTIMMT?

Die Gewerkschaft gab an, dass 78% derjenigen, die abgestimmt haben, den Deal mit Netflix, Walt Disney und anderen Mitgliedern der Alliance of Motion Picture and Television Producers unterstützt haben.

Nach Angaben der Gewerkschaft, die rund 160.000 Film- und Fernsehschauspieler vertritt, haben jedoch nur 38% der wahlberechtigten Mitglieder ihre Stimme abgegeben.

Die SAG-AFTRA hatte den Streik um Mitternacht des 9. Novembers abgebrochen, Monate nachdem ein separater Streik der Drehbuchautorengewerkschaft eine Vereinbarung mit den Studios über 233 Millionen Dollar pro Jahr beendet hatte.

WIE LAUTEN DIE BEDINGUNGEN DER SCHAUSPIELER DEAL?

Gewerkschaftsführer sagten, der Vertrag belaufe sich auf mehr als 1 Milliarde Dollar über drei Jahre und enthalte Leitplanken für den Einsatz von KI bei der Filmproduktion, obwohl sich einige Schauspieler beschwerten, dass der Schutz nicht ausreichend sei.

Im Rahmen der Vereinbarung werden die Streaming-Anbieter Boni in Höhe von etwa 40 Millionen Dollar pro Jahr zahlen, von denen 75 % an die Schauspieler der beliebtesten Streaming-Sendungen gehen und der Rest in einen Fonds fließt, der an die Schauspieler anderer Streaming-Sendungen verteilt wird.

Die Vereinbarung umfasst auch höhere Gehälter sowie Renten- und Gesundheitsleistungen.

WANN WERDEN FERNSEHSENDUNGEN UND FILME ZURÜCKKEHREN?

Hollywood hat die Produktion einiger verzögerter Projekte bereits wieder aufgenommen und arbeitet seit dem Ende der beiden Streiks an neuen Sendungen.

Das könnte bedeuten, dass Filme wie "Gladiator 2" und "Ghostbusters" und die neuesten Staffeln von Serien wie "Billions", "Stranger Things" und "Abbott Elementary", die sich aufgrund der Arbeitsniederlegung verzögert haben, wieder in Produktion gehen können.

Auf große Produktionen wie die "Mission Impossible"-Franchise und Disney müssen die Zuschauer allerdings noch etwas länger warten: Impossible"-Franchise und Disneys Live-Action-Remake des Zeichentrickklassikers "Schneewittchen", die bis 2025 verschoben wurden. (Berichte von Yuvraj Malik, Harshita Mary Varghese und Jaspreet Singh in Bengaluru; Bearbeitung durch Devika Syamnath und Arun Koyyur)