Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Watchlisten für Ihre Werte
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
  1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. Volkswagen AG
  6. News
  7. Übersicht
    VOW3   DE0007664039   766403

VOLKSWAGEN AG

(766403)
  Bericht
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

Wirbel um VW-Stammsitz - Konzernspitze: Großer Jobabbau 'kein Thema'

13.10.2021 | 17:35

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Bei Volkswagen gibt es trotz des steigenden Konkurrenzdrucks durch Tesla keine Pläne zur angeblichen Streichung Zehntausender Jobs. Die Konzernspitze trat am Mittwoch entsprechenden Spekulationen entgegen. "Ein Abbau von 30 000 Stellen ist kein Thema", hieß es aus dem Umfeld von Vorstandschef Herbert Diess. Zuvor waren Berichte kursiert, wonach erhebliche Kürzungen etwa am Stammsitz Wolfsburg bevorstehen könnten. Davon könne keine Rede sein, hieß es nun.

Diess soll nach Informationen aus Unternehmenskreisen bei einer Aufsichtsratssitzung im September zwar über die Zahl 30 000 gesprochen haben. Dabei sei es aber nicht um ein etwaiges, unmittelbares Szenario drohender Arbeitsplatzverluste gegangen, betonte VW.

Im Nachgang des Treffens der Kontrolleure gewann die Diskussion über die Auslastung der Standorte von Europas größtem Autohersteller wieder an Schärfe. In wenigen Wochen stehen konkrete Beschlüsse zu den Investitionen für die kommenden Jahre an. Die traditionell Mitte November beendete "Planungsrunde" dürfte erneut im Zeichen des Umbaus in Richtung E-Mobilität und Vernetzung stehen - mit den zugehörigen Konflikten und Interessengegensätzen zwischen etlichen Standorten.

"Die Debatte ist jetzt angestoßen, und es gibt bereits viele gute Ideen", ließ Diess zum Beispiel zum E-Projekt "Trinity" in Wolfsburg ab 2025/2026 erklären. Wohl aber sei es nötig, die Kostenlage und Auslastung intensiv zu diskutieren: "Es steht außer Frage, dass wir uns angesichts der neuen Marktteilnehmer mit der Wettbewerbsfähigkeit unseres Werks in Wolfsburg befassen müssen." Es geht dabei vor allem um den US-Rivalen Tesla und dessen neue deutsche Fabrik bei Berlin.

Die Firma von Elon Musk werde in Grünheide "neue Maßstäbe in der Produktivität setzen". Tesla produziert etwa mit vergleichsweise wenigen Batterievarianten und einer speziellen Technik im Karosseriebau, was die Fertigung großer Stückzahlen profitabler macht. Volkswagen habe jedoch ungeachtet dessen die Chance, mit Konzepten wie "Trinity" selbst "den Standort Wolfsburg zu revolutionieren und Arbeitsplätze nachhaltig abzusichern".

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo wandte sich im Intranet an die Belegschaft: "Die Schlagzeilen vom heutigen Vormittag haben bei vielen von euch zu Recht Fragen und zum Teil leider auch Sorgen ausgelöst." Ein Abbau von 30 000 Arbeitsplätzen wäre "absurd", schrieb sie. Sie erwarte, "dass der Konzernvorstand sofort unmissverständlich klarstellt: Es gibt keine Gedankenspiele über irgendeinen Arbeitsplatzabbau." Die bei Volkswagen sehr einflussreiche IG Metall betonte: "Klar ist, dass ein Stellenabbau von 30 000 Arbeitsplätzen nicht diskutabel ist."

Zuvor hatte bereits eine andere Quelle berichtet, Diess habe ein mögliches Langfrist-Szenario vorgetragen, was passieren könnte, falls die Lieferkrise bei Mikrochips anhalten sollte oder die Terminierung von VW-Zukunftsprojekten überdacht werden müsse. In dem Zusammenhang habe er dann auch die Lage am Hauptsitz offensiv thematisiert - zur Überraschung der Kontrolleure. Das "Handelsblatt" beschrieb auch einen neuen "Eklat" mit den Aufsehern. Von einem Streit dieser Größenordnung war laut anderen Stimmen zunächst nicht die Rede.

Aus dem Umfeld der Arbeitnehmervertreter verlautete, der Topmanager habe bei seinen Gedanken offensichtlich auch eine Parallele zu den hohen Überkapazitäten in den 1990er Jahren gezogen. Damals hatte der Umstieg auf eine Vier-Tage-Woche ermöglicht, dass gut 30 000 VW-Jobs gerettet werden konnten. Aktuell gebe es eine ganz andere Situation.

Gleichwohl ist Volkswagen unter Druck. Vor allem in Wolfsburg hat das Unternehmen gerade erheblichen Leerlauf. Mehrfach musste Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte verlängert werden, weil hier - wie bei anderen Anbietern - wichtige Halbleiter fehlen. Unabhängig von diesen akuten Engpässen gibt es in Teilen der Belegschaft Sorgen um eine ausreichende Werkbelegung in der bevorstehenden Zeit.

Der Betriebsrat forderte etwa bereits, neben "Trinity" mindestens ein weiteres Elektromodell in der Konzernzentrale anzusiedeln. Außerdem wird es darauf ankommen, ob andere Großvorhaben wie der geplante "Tesla-Fighter" in Hannover, die Erweiterung der Mobilitätsdienste und der Ausbau der konzerneigenen Software-Sparte Cariad zünden.

Möglicherweise werden bis Mitte November zudem Eckdaten genannt, wo genau weitere angekündigte Batteriezellwerke entstehen. Dabei rechnen sich auch Niedersachsen und Sachsen Chancen aus, der Betriebsrat hatte zumindest eine zusätzliche Zellfabrik in Deutschland gefordert.

Grundsätzlich haben Belegschaftsvertretung und Firmenleitung in vielen Punkten dasselbe Ziel. Möglichst bald sollen weitere E-Modelle mit zunehmend selbst entwickelter Vernetzungstechnik folgen. Einen offenen Machtkampf wie Mitte 2020, als Diess Aufsichtsratsmitglieder wegen Indiskretionen eines kriminellen Verhaltens bezichtigt hatte, gibt es nach dpa-Informationen nicht. Der VW-Chef soll damals nur dank einer internen Entschuldigung seinen Rauswurf verhindert haben.

Diess ist bekannt dafür, dass er seine Überlegungen in Sitzungen oft spontan und - für den Geschmack der Gewerkschaftsseite - recht provokant einbringt. Mit dem langjährigen Betriebsratschef Bernd Osterloh, der inzwischen Personalvorstand der VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton ist, lieferte er sich mehrfach einen heftigen Schlagabtausch.

Osterlohs Nachfolgerin Cavallo hatte erklärt, einen ruhigen Ton zu bevorzugen. In der Sache wolle sie allerdings ebenso hart für die Belegschaftsinteressen kämpfen. Cavallo sitzt - wie die Vertreter der Familien Porsche/Piëch und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) - im mächtigen Präsidium des Volkswagen-Aufsichtsrats.

Diess erhielt gerade im Sommer einen Anschlussvertrag bis zum Herbst 2025. Er legte inzwischen auch eine neue Konzernstrategie vor. Bei der genauen Umsetzung der Elektrifizierung und Digitalisierung sei der Ball nun in seinem Feld, hieß es aus Eigentümerkreisen./jap/DP/jha


© dpa-AFX 2021
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
TESLA, INC. -6.42%1014.97 verzögerte Kurse.53.70%
TRATON SE -2.45%19.92 verzögerte Kurse.-11.88%
VOLKSWAGEN AG -0.74%165.32 verzögerte Kurse.8.46%
Alle Nachrichten zu VOLKSWAGEN AG
03.12.WDH/Chipmangel belastet Autobranche weiter - Rückgang bei Neuzulassungen
DP
03.12.RÜCKBLICK 2021/DER GROSSE MANGEL : Wirtschaft und Verbraucher in der Engpassfalle
DP
03.12.WOCHENVORSCHAU : Termine bis 17. Dezember 2021
DP
03.12.WOCHENAUSBLICK : Wird Omikron vom Risiko zur Chance?
DP
03.12.Emder VW-Werk schließt bis Jahresende wegen Halbleitermangels
DP
03.12.7 TERMINE, die in der Woche wichtig werden
DJ
03.12.DPA-AFX-ÜBERBLICK : UNTERNEHMEN vom 03.12.2021 - 15.15 Uhr
DP
03.12.UPDATE/Deutscher Automarkt auch im November mit Absatzeinbruch
DJ
03.12.VOLKSWAGEN : ehrt Beste Auszubildende 2021
PU
03.12.SPITZENLEISTUNG : Volkswagen ehrt beste Auszubildende 2021
PU
Weitere Nachrichten und Newsletter
News auf Englisch zu VOLKSWAGEN AG
03.12.USTR backs efforts to strengthen U.S. EV industry despite objections
RE
03.12.All W. Europe sales zero-emission by 2035 - Toyota
RE
03.12.Negotiations on future of Volkswagen CEO could drag into next week - sources
RE
03.12.THE 2021 "SOCAITY" STUDY : Audi is addressing a social dimension of autonomous driving
AQ
03.12.VOLKSWAGEN : All-new Taigo available in dealerships now
PU
02.12.Scania announces Annette Danielski as new Chairman of the Board of Directors
AQ
01.12.Ford, GM race to brag 'We're Number 3!' in electric vehicle market
RE
01.12.Truck maker Navistar says Omicron variant is likely to slow supply chain recovery
RE
01.12.GLOBAL MARKETS LIVE : Merck, Volkswagen, Salesforce, Roche, Mondelez...
01.12.Notable quotes from the Reuters Next conference
RE
Weitere Nachrichten und Newsletter auf Englisch
Analystenempfehlungen zu VOLKSWAGEN AG
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2021 248 Mrd. 280 Mrd. -
Nettoergebnis 2021 13 828 Mio 15 644 Mio -
Nettoliquidität 2021 30 143 Mio 34 101 Mio -
KGV 2021 6,04x
Dividendenrendite 2021 4,53%
Marktkapitalisierung 108 Mrd. 122 Mrd. -
Marktkap. / Umsatz 2021 0,32x
Marktkap. / Umsatz 2022 0,26x
Mitarbeiterzahl 645 318
Streubesitz 56,8%
Chart VOLKSWAGEN AG
Dauer : Zeitraum :
Volkswagen AG : Chartanalyse Volkswagen AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends VOLKSWAGEN AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendFallendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung KAUFEN
Anzahl Analysten 23
Letzter Schlusskurs 165,32 €
Mittleres Kursziel 249,97 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 51,2%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Herbert Diess Chairman-Management Board
Arno Antlitz Head-Finance & Information Technology
Hans Dieter Pötsch Chairman-Supervisory Board
Thomas Schmall-von Westerholt Head-Technology
Kurt Michels Chief Compliance Officer
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
VOLKSWAGEN AG8.46%122 221
TOYOTA MOTOR CORPORATION30.64%254 400
DAIMLER AG48.17%103 409
GENERAL MOTORS COMPANY39.43%86 691
FORD MOTOR COMPANY122.75%76 488
GREAT WALL MOTOR COMPANY LIMITED18.98%67 628