Der zu Volkswagen gehörende schwedische Lkw-Hersteller Scania hat am Donnerstag seinen Kampf gegen eine EU-Kartellstrafe in Höhe von 880,5 Millionen Euro (949 Millionen Dollar) verloren, nachdem sich das oberste europäische Gericht auf die Seite der EU-Wettbewerbshüter gestellt hat.

Die Europäische Kommission hatte Scania in einer Entscheidung aus dem Jahr 2017 vorgeworfen, mit fünf anderen Unternehmen der Branche geheime Absprachen über die Fahrzeugpreise getroffen zu haben, um die Kosten für die geforderten Umweltverbesserungen auf die Kunden abzuwälzen und so ihre eigenen Gewinne nicht zu schmälern.

Ein unteres Gericht wies 2022 die Anfechtung der Geldbuße durch Scania zurück, woraufhin das Unternehmen beim Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in Luxemburg Berufung einlegte.

Die Richter des EuGH schlossen sich der Entscheidung des Gerichts an und wiesen die Berufung von Scania zurück.

Der Fall lautet C-251/22 P | Scania u.a./Kommission.

($1 = 0,9277 Euro) (Berichterstattung durch Bart Meijer, Charlotte Van Campenhout; Bearbeitung durch Jason Neely und Christian Schmollinger)