Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Nyse  >  Uber Technologies, Inc.    UBER

UBER TECHNOLOGIES, INC.

(UBER)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Türkei beginnt Militäroffensive in Nordsyrien - erste Tote

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
09.10.2019 | 19:27

ISTANBUL (dpa-AFX) - Mit Luftangriffen und Artilleriefeuer hat die Türkei ihre Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien begonnen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bestätigte den Start am Mittwochnachmittag per Twitter.

Ziel der Operation ist die kurdische YPG-Miliz, die auf syrischer Seite der Grenze ein großes Gebiet kontrolliert. Die Türkei sieht in ihr einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terroristen. Erdogan schrieb: "Unser Ziel ist, den Terrorkorridor, den man an unserer südlichen Grenze aufbauen will, zu zerstören und Frieden und Ruhe in die Region zu bringen."

Am Abend gab es Berichte über erste Tote. Zwei Zivilisten seien bei einem türkischen Bombardement auf das Dorf Maschrafa umgekommen, twitterte der Sprecher der von der Kurdenmiliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mustafa Bali. Einige andere Menschen seien verwundet worden.

Die Angriffe schienen sich zunächst vor allem gegen zwei, etwa 120 Kilometer von einander entfernt liegende Orte und deren Umland zu richten: Tall Abjad und Ras al-Ain. Ras al-Ain liegt gegenüber dem türkischen Ort Ceylanpinar in der südosttürkischen Provinz Sanliurfa. In Sanliurfa befindet sich die Kommandozentrale für die Offensive. Tall Abjad liegt nahe der türkischen Grenzstadt Akcakale.

Die Luftschläge und das Artilleriefeuer vom Boden begannen gegen 16 Uhr Ortszeit. Der Sprecher der SDF, Mustafa Bali, schrieb auf Twitter: "Türkische Kampfflugzeuge haben damit begonnen, Luftangriffe auf zivile Gebiete durchzuführen. Die Menschen in der Region sind in großer Panik." Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von einer Fluchtwelle aus Ras al-Ain und dem Umland. Kurdischen Quellen zufolge baten Ärzte in einem Krankenhaus in der Provinz um Blutspenden für Verletzte.

Die Medienaktivisten des Informationszentrums Rojava meldeten, auch die Grenzstadt Tall Abjad werde beschossen. Einwohner sagten der Deutschen Presse-Agentur, die Stadt sei fast leer, weil die meisten Zivilisten sie verlassen hätten. Dafür seien viele Kämpfer dort. Auf manchen Dächern seien Scharfschützen zu sehen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, Artilleriegeschütze feuerten dort auf "Terrorzellen". Aus dem Verteidigungsministerium in Ankara hieß es, man achte sehr darauf, keine Zivilisten zu treffen.

Viele Regierungen und internationale Institutionen drangen scharf auf einen sofortigen Stopp der Offensive. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte in Berlin: "Die Türkei nimmt damit in Kauf, die Region weiter zu destabilisieren und riskiert ein Wiedererstarken des IS." Es drohe eine weitere humanitäre Katastrophe sowie eine neue Fluchtbewegung. "Wir rufen die Türkei dazu auf, ihre Offensive zu beenden und ihre Sicherheitsinteressen auf friedlichem Weg zu verfolgen."

Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte die Türkei zu einem sofortigen Stopp der Offensive auf. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, die Türkei müsse sicherstellen, dass ihr Vorgehen verhältnismäßig und maßvoll sei. "Es ist wichtig, alle Handlungen zu vermeiden, die die Region weiter destabilisieren (...) und noch mehr menschliches Leid verursachen können."

Die syrischen Kurden hatten am Morgen eine Generalmobilmachung ihrer Truppen verkündet. Alle seien aufgerufen, sich an die Grenze zu begeben, um in diesen "kritischen historischen Momenten" Widerstand zu leisten, hieß es in einer Erklärung am Mittwoch. Kurden weltweit wurden aufgefordert, gegen die Offensive zu demonstrieren.

Vereinzelt gab es am Mittwoch nach türkischen Berichten auch Angriffe auf türkisches Staatsgebiet. Zwei Mörsergranaten aus Ras al-Ain seien im Zentrum von Ceylanpinar eingeschlagen, berichtete Anadolu. Sechs Raketen seien in der weiter im Nordosten Syriens gelegenen Stadt Kamischli abgefeuert worden und im Zentrum des türkischen Grenzbezirks Nusaybin gelandet. Verletzte gebe es nicht.

Der Einmarsch folgte auf widerstreitende Signale aus den USA. Diese hatten am Montag im Morgengrauen zunächst ihre Truppen aus der Grenzregion abgezogen und signalisiert, dass sie sich einer Offensive nicht mehr in den Weg stellen wollten. Die von den kurdischen Milizen dominierten SDF waren im Kampf gegen die Terrormiliz IS lange ein enger Verbündeter der USA. Ihre Truppen gingen in Syrien am Boden gegen die Extremisten vor und konnten wichtige Gebiete einnehmen. Sie überwachen außerdem zahlreiche Lager mit gefangenen IS-Kämpfern.

Nach scharfen Protesten auch aus den eigenen Reihen in den USA vollzog US-Präsident Donald Trump teilweise eine Kehrtwende und drohte der Türkei mit schweren Konequenzen für ihre Wirtschaft. Am Dienstag betonte er, die USA hätten die Kurden nicht im Stich gelassen und unterstützten sie weiter finanziell und mit Waffen.

Senatoren im US-Kongress bereiteten unterdessen eine parteiübergreifende Resolution für Sanktionen gegen die Türkei vor. Der republikanische Senator Lindsey Graham schrieb auf Twitter, er werde die Bemühungen im Kongress anführen, den türkischen Präsidenten Erdogan "einen hohen Preis" zahlen zu lassen. Der demokratische Senator Chris Van Hollen schrieb: "Der IS feiert Trumps Verrat."

Die Türkei will die Kurdenmilizen aus der Grenzregion vertreiben und dort in einer sogenannten "Sicherheitszone" Millionen syrische Flüchtlinge ansiedeln, die derzeit in der Türkei und Europa leben. Die Türkei hat seit Beginn des Bürgerkrieges im Nachbarland Syrien rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Mittlerweile kippt aber die anfangs von vielen gelebte Willkommenskultur, unter anderem wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage im Land.

Die Türkei warb in den vergangenen Wochen aggressiv für die Zone - und um Gelder für den Aufbau der Infrastruktur. EU-Chef Juncker erteilte dem Anliegen am Mittwoch eine Absage: "Erwarten Sie nicht, dass die Europäische Union dafür irgendetwas zahlen wird." Er droht damit indirekt auch mit einem Stopp der EU-Zahlungen, die die Türkei derzeit für aufgenommene syrische Flüchtlinge erhält.

Die Türkei war zuvor schon zweimal auf syrisches Gebiet vorgerückt, beide Male aber westlich des Flusses Euphrat. Im Jahr 2016 hatte sie mit der Offensive "Schutzschild Euphrat" in der Umgebung des syrischen Orts Dscharabulus den IS von der Grenze vertrieben, aber auch die YPG bekämpft. Anfang 2018 hatten von der türkischen Armee unterstützte Rebellen in einer Offensive gegen die YPG die kurdisch geprägte Grenzregion Afrin eingenommen.

Bis heute kontrolliert die türkische Armee dort gemeinsam mit verbündeten syrischen Rebellen ein Gebiet. Der Bundestag kam 2018 in einem wissenschaftlichen Gutachten zu dem Ergebnis, die türkische Präsenz erfülle alle Kriterien einer militärischen Besatzung./lsy/DP/fba

© dpa-AFX 2019

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
Alle Nachrichten auf UBER TECHNOLOGIES, INC.
21.10.'MM' : Uber bietet über eine Milliarde für Free Now - BMW bestätigt Gespräche
DP
13.10.KREISE : Daimler und BMW erwägen Verkauf ihrer Park-App
DP
13.10.PRESSE : Daimler und BMW erwägen Verkauf ihrer Park-App
AW
12.10.UMFRAGE : Individuelle Mobilität nach Corona gefragter, ÖPNV verliert
DP
12.10.UMFRAGE : Individuelle Mobilität nach Corona gefragter, ÖPNV verliert
DP
08.10.Viel Kritik an geplanter Reform des Fahrdienstmarktes
DP
08.10.Taxiverband fordert Nachbesserungen bei Reform des Marktes
DP
08.10.REFORM DES FAHRDIENSTMARKTES : Verkehrsministerium legt Entwurf vor
DP
08.10.REFORM DES FAHRDIENSTMARKTES : Verkehrsministerium legt Entwurf vor
DP
29.09.PRESSE : Uber denkt über Kauf des Fahrdienstes Free Now nach
AW
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu UBER TECHNOLOGIES, INC.
20.10.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
20.10.Tech Up As Stimulus Hopes Offset Antitrust Worries -- Tech Roundup
DJ
20.10.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
20.10.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
20.10.UBER TECHNOLOGIES : Weighs California Overhaul if Ballot Measure on Workers Fail..
DJ
19.10.UBER TECHNOLOGIES : and SK Telecom partner to conquer South Korea's taxi-hailing..
AQ
19.10.UBER TECHNOLOGIES : Elevate and GE Aviation Team to Enhance Safety for Next-Gene..
AQ
18.10.STV says led 30% of all venture capital funding in Saudi since 2018
RE
16.10.Uber to Invest More Than $150 Million in SK Telecom's Mobility Business
DJ
16.10.Uber joins forces with SK Telecom to crack tough South Korea market
RE
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 12 635 Mio - 10 681 Mio
Nettoergebnis 2020 -6 195 Mio - -5 237 Mio
Nettoverschuldung 2020 1 894 Mio - 1 601 Mio
KGV 2020 -9,70x
Dividendenrendite 2020 -
Marktkapitalisierung 61 692 Mio 61 692 Mio 52 154 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 5,03x
Marktkap. / Umsatz 2021 3,57x
Mitarbeiterzahl 22 400
Streubesitz 93,2%
Chart UBER TECHNOLOGIES, INC.
Dauer : Zeitraum :
Uber Technologies, Inc. : Chartanalyse Uber Technologies, Inc. | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse UBER TECHNOLOGIES, INC.
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung KAUFEN
Anzahl Analysten 44
Mittleres Kursziel 42,61 $
Letzter Schlusskurs 35,20 $
Abstand / Höchstes Kursziel 64,8%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 21,0%
Abstand / Niedrigstes Ziel -36,1%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Dara Khosrowshahi Chief Executive Officer & Director
Ronald D. Sugar Chairman
Nelson J. Chai Chief Financial Officer
Sukumar Rathnam Chief Technology Officer
Yasir bin Othman Al-Rumayyan Independent Director
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
UBER TECHNOLOGIES, INC.18.36%61 692
TENCENT HOLDINGS LIMITED50.83%695 426
NETFLIX, INC.51.14%215 679
PROSUS N.V.24.46%156 826
NASPERS LIMITED34.40%80 868
SPOTIFY TECHNOLOGY S.A.81.42%50 828