Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

THYSSENKRUPP - "Bei Steel Europe ist die Lage kritisch", sagte Thyssenkrupp-Vorstandsvorsitzender Miguel Lopez am Montagabend vor Journalisten der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf. "Ohne entschlossenes Gegensteuern kann sie schnell existenzbedrohend werden. Das müssen und das wollen wir verhindern." Der Vorstandschef fügte hinzu: "Unsere Verpflichtung ist, dass wir einen starken Stahlbereich gestalten, der Teil von Thyssenkrupp ist und bleiben soll." Aber es sei nach wie vor sein Wunsch, dass dies in der Konstellation eines Joint Ventures mit der Holding EPCG des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky geschehe, in Form einer gleichberechtigten Beteiligung von je 50 Prozent. Auf die Frage, ob eine vollständige Trennung von der Stahlsparte infrage käme, antwortete Lopez: "Abgeben kommt aus derzeitiger Sicht nicht infrage." (FAZ)

ZF - Viele kleine Werke machen die deutsche Produktion des Zulieferers ZF unprofitabel. Ein Sparprogramm soll jetzt die Wende bringen. Am Wochenende informierten der für Produktion, Nutzfahrzeug und Industrietechnik zuständige Vorstand Peter Laier und Personalvorständin Lea Corzilius Führungskräfte in einer virtuellen Schaltkonferenz über die Planungen für den Standort Deutschland. Klar ist schon jetzt, dass die beiden nordrhein-westfälischen Standorte Gelsenkirchen und Eitorf keine Zukunft haben und geschlossen werden sollen. Kern der Argumentation ist, dass viele hiesige Standorte international nicht wettbewerbsfähig sind. Das haben Corzilius und Laier nach Informationen der FAZ aus den Reihen des Unternehmens den Managern in der Konferenz erläutert. Als "kleinteilig, ineffizient und wenig flexibel" beschrieben danach die Vorstandsmitglieder die Produktionslandschaft von ZF in Deutschland. (FAZ)

NEURA-ROBOTICS - Das schwäbische Roboter-Startup Neura Robotics sitzt fünf Jahre nach Gründung auf einem milliardenschweren Auftragsbestand. "Dieser Erfolg ist auf unsere Partner-Strategie zurückzuführen. Wir teilen unsere Technologiepattform mit gut etablierten Marktführern, die eigene Produkte daraus machen und in die Märkte bringen", sagte David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics. Perspektivisch will die Gesellschaft auch an die Börse. "Aktuell buhlen die amerikanischen Börsen um uns", so Reger. (Börsen-Zeitung)

PAYPAL - Der US-Konzern Paypal verärgert die deutschen Banken durch eine Umstellung bei der Abwicklung von Zahlungen. Seit 2022 lasse Paypal die Zahlungen deutscher Verbraucher nicht mehr ausschließlich über eine Partnerbank in Deutschland laufen, sondern vermehrt über eine eigene Bank in Luxemburg, sagten mehrere mit dem Thema vertraute Personen dem Handelsblatt. Für die deutschen Geldhäuser habe diese vermeintlich kleine Änderung unangenehme Folgen. Sie müssten alle Transaktionen von deutschen Kunden, die Paypal über Luxemburg abwickelt, seitdem als ausländischen Zahlungsverkehr behandeln, sagten die Insider. Das habe zur Folge, dass die Banken diese Transaktionen intensiver überprüfen müssten, vor allem auf mögliche Sanktionsverstöße. "Paypal hat die deutschen Banken damit gegen sich aufgebracht", sagte eine mit dem Thema vertraute Person. (Handelsblatt)

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June 12, 2024 00:40 ET (04:40 GMT)