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THE BOEING COMPANY

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MÄRKTE USA/Schwächerer Einzelhandelsumsatz bremst Kauflaune

15.06.2021 | 18:11

NEW YORK (Dow Jones)--Überwiegend hinter den Erwartungen gebliebene Konjunkturdaten sorgen am Dienstag für leichte Kursverluste an der Wall Street. Vor allem die überraschend deutlich gesunkenen Einzelhandelsumsätze lasten auf der Stimmung. Die Investoren halten sich allerdings auch wegen der am Dienstag beginnenden Sitzung der US-Notenbank zurück, deren Ergebnisse dann am Mittwoch bekannt gegeben werden. Am Mittag (Ortszeit) verliert der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent auf 34.209 Punkte. Der S&P-500 sinkt um 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite gibt um 0,7 Prozent nach.

In den zurückliegenden Monaten hat die Inflation merklich angezogen. Ursächlich waren die Erholung der Wirtschaft von dem pandemiebedingten Einbruch und Lieferengpässe. Die US-Notenbank beharrt jedoch darauf, dass der Preisauftrieb nur vorübergehend sei - eine Meinung, die auch viele Marktteilnehmer teilen. Sollte die Inflation jedoch länger auf hohem Niveau verharren und die Fed ihre Unterstützung der Märkte durch geldpolitische Straffungen zurückfahren, könnte dieses Vertrauen erschüttert werden, heißt es.

   Schwächere Einzelhandelsumsätze könnten Inflationsängste lindern 

Wie schon die in der vergangenen Woche veröffentlichten Verbraucherpreise sind auch die Erzeugerpreise im Mai stärker gestiegen als erwartet. Der Empire-State-Index sank im Vergleich zum Vormonat unerwartet deutlich. Die Industrieproduktion stieg wiederum etwas stärker als erwartet. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Einzelhandelsumsätzen.

Ihr Rückgang im Mai befeuert auf der einen Seite Zweifel am für die US-Wirtschaft so wichtigen privaten Konsum, könnte aber auch als Zeichen verstanden werden, dass die Amerikaner sich keine Sorgen wegen steigender Verbraucherpreise machten, meint Sebastien Galy, Makro-Stratege bei Nordea Asset Management. Der Umsatzrückgang könnte bedeuten, dass sich die US-Haushalte nicht gezwungen sähen, Anschaffungen aus Angst vor der Inflation vorzuziehen.

Die ebenfalls veröffentlichten US-Lagerbestände für den Monat April fielen etwas stärker als erwartet.

   Boeing-Aktie mit Entschärfung im Streit EU/USA gesucht 

Gegen den Trend geht es für die Boeing-Aktie um 0,2 Prozent aufwärts. Beim ersten Besuch von US-Präsident Joe Biden in Brüssel haben die USA und die EU ihren langjährigen Streit um die Flugzeugbauer Airbus und Boeing entschärft. Beide Seiten verpflichteten sich am Dienstag, für fünf Jahre auf Strafzölle in dem Dauerdisput um Subventionen zu verzichten.

Mit den weiter steigenden Ölpreisen sind auch die Aktien aus dem Energiesektor gesucht. Dieser liegt mit einem Plus von 1,1 Prozent an der Spitze der Subindizes im S&P-500. Für die Papiere von Chevron geht es um 1,3 Prozent aufwärts, Exxon Mobil gewinnen 2,4 Prozent.

Nach der Schlussglocke wird Oracle über den Verlauf seines vierten Geschäftsquartals berichten. Zuvor gibt die Aktie leicht um 0,7 Prozent nach. Allerdings hatten Technologiewerte am Montag überdurchschnittlich zugelegt.

Die Aktien des Bergbaukonzerns Freeport-McMoran brechen um 7,1 Prozent ein. Hier belaste der drastische Rücksetzer des Kupferpreises von über 4 Prozent, heißt es.

   Ölpreise steigen weiter 

Die Hoffnung auf eine wieder steigende Nachfrage treibt die Ölpreise weiterhin an. Diese liegen auf dem höchsten Niveau seit Oktober 2018. "Die indirekten Verhandlungen zwischen Iran und den USA tragen bisher keine Früchte, und Beobachter glauben auch nicht an eine schnelle Einigung", so Ricardo Evangelista vom Brokerhaus Activtrades zur geplanten Wiederbelebung des Atomabkommens. Eine Einigung könnte zu einer schnellen Aufhebung der Ölexport-Beschränkungen führen.

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar kaum verändert. Dass der Greenback zuletzt nach überraschend hohen Inflationsdaten aufgewertet habe, deutet darauf hin, dass Anleger darauf spekulieren, die Fed werde angesichts zunehmender Inflationsrisiken frühzeitig aktiv, heißt es von der Commerzbank. Gleichzeitig hätten die vergangenen beiden Arbeitsmarktberichte jedoch enttäuscht. Dieses Umfeld mache das aktuelle Fed-Treffen so spannend.

Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen baut ihre Vortagesgewinne leicht aus und verbessert sich um 0,8 Basispunkt auf 1,51 Prozent. Der Goldpreis gibt erneut leicht nach. Im Fokus stehe vor allem die Sitzung der US-Notenbank. Aber auch die zuletzt kräftig gestiegenen US-Renditen belasten, machen sie das zinslose Edelmetall doch unattraktiver.

=== 
INDEX           zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
DJIA          34.208,78  -0,54  -184,97      11,77 
S&P-500        4.240,69  -0,34   -14,46      12,90 
Nasdaq-Comp.  14.072,51  -0,72  -101,63       9,19 
Nasdaq-100    14.053,09  -0,53   -75,11       9,04 
 
US-Anleihen 
Laufzeit     Rendite  Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,16       0,4        0,16        4,4 
5 Jahre         0,78       0,0        0,78       42,3 
7 Jahre         1,20       0,2        1,19       54,7 
10 Jahre        1,51       0,8        1,50       58,8 
30 Jahre        2,20       1,7        2,18       55,2 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %  Di, 8:41 Uhr  Mo, 17:20 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,2120     +0,01%        1,2125         1,2127   -0,8% 
EUR/JPY                133,46     +0,04%        133,54         133,39   +5,8% 
EUR/CHF                1,0893     -0,10%        1,0901         1,0904   +0,8% 
EUR/GBP                0,8611     +0,25%        0,8597         0,8591   -3,6% 
USD/JPY                110,12     +0,04%        110,06         110,00   +6,6% 
GBP/USD                1,4073     -0,27%        1,4114         1,4116   +3,0% 
USD/CNH (Offshore)     6,4101     +0,04%        6,4013         6,4081   -1,4% 
Bitcoin 
BTC/USD             39.975,26     -0,76%     40.355,37      40.686,00  +37,6% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               71,73      70,88         +1,2%           0,85  +47,8% 
Brent/ICE               73,66      72,86         +1,1%           0,80  +43,7% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.860,25   1.866,25         -0,3%          -6,00   -2,0% 
Silber (Spot)           27,54      27,88         -1,2%          -0,33   +4,4% 
Platin (Spot)        1.151,05   1.168,50         -1,5%         -17,45   +7,5% 
Kupfer-Future            4,34       4,53         -4,2%          -0,19  +23,0% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 15, 2021 12:10 ET (16:10 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
CHEVRON CORPORATION 0.95%112.8 verzögerte Kurse.33.57%
DJ INDUSTRIAL 0.21%35677.02 verzögerte Kurse.16.33%
EXXON MOBIL CORPORATION 0.69%63.12 verzögerte Kurse.53.13%
FREEPORT-MCMORAN INC. -1.95%37.67 verzögerte Kurse.47.66%
ORACLE CORPORATION 2.02%98.25 verzögerte Kurse.48.86%
SILVER 0.65%24.3 verzögerte Kurse.-8.32%
THE BOEING COMPANY -0.64%212.97 verzögerte Kurse.0.13%
WTI 2.23%84.151 verzögerte Kurse.70.78%
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Marktkapitalisierung 125 Mrd. 125 Mrd. 107 Mrd.
Marktkap. / Umsatz 2021 2,37x
Marktkap. / Umsatz 2022 1,76x
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